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Portugal und Spanien : Mindestens 39 Tote bei Waldbränden

Mindestens 39 Menschen sind bei Waldbränden in Portugal ums Leben gekommen. Das teilte die Zivilschutzbehörde des Landes am Montag mit.

Die Behörden riefen die Menschen am Montag dazu auf, auch selbst gegen die Flammen vorzugehen.
Die Behörden riefen die Menschen am Montag dazu auf, auch selbst gegen die Flammen vorzugehen.Foto: Reuters/ Luismi Ortiz

Extreme Dürre und vermutlich Brandstiftung: Auf der iberischen Halbinsel sind bei Waldbränden mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen waren Nord- und Mittelportugal, wo die Brände schon zum zweiten Mal in diesem Jahr katastrophale Ausmaße erreichten. Allein dort verloren nach Behördenangaben mindestens 35 Menschen ihr Leben, darunter ein Säugling. Sieben Menschen wurden vermisst, 56 Bewohner wurden verletzt, 16 von ihnen schwer. In Nordwestspanien wurden vier Todesopfer gemeldet.

Bis Ende September fast 216.00 Hektar Wald zerstört

In Portugal wüten insbesondere in den Sommermonaten immer wieder Waldbrände, in diesem Jahr waren sie besonders verheerend. Mitte Juni starben 64 Menschen bei schweren Bränden im Zentrum des Landes, mehr als 250 weitere wurden verletzt. Bis Ende September wurden bereits fast 216.000 Hektar Wald zerstört.

Jenseits der nördlichen Landesgrenze, in der nordwestspanischen Region Galicien, kamen drei Menschen bei Waldbränden ums Leben. Bei 17 Feuern gingen die Behörden davon aus, dass Brandstifter am Werk waren. "Das sind absolut vorsätzliche Feuer, verursacht von Leuten, die wussten, was sie tun", sagte der Chef der Regionalregierung, Alberto Nuñez Feijoo. Die Lage am Montag sei "sehr Besorgnis erregend". Feijoo kündigte drei Tage öffentlicher Trauer an.

Starker Wind facht Feuer immer wieder an

Der spanische Innenminister Juan Ignacio Zoido schrieb beim Kurznachrichtendienst Twitter mit Blick auf die Brandstiftungen, "mehrere Menschen wurden im Zusammenhang mit den Feuern in Galicien identifiziert". Zoido sagte dem Sender La Sexta, der Wirbelsturm "Ophelia", der sich bei Irland austobte, fache mit starken Winden von bis zu 90 Stundenkilometern an seinen Rändern die Feuer immer wieder an.

Fernsehbilder zeigten Einwohner der Stadt Carballeda de Avia, die sich Tücher vor Mund und Nase hielten und verzweifelt Flammen mit Wasser aus Eimern und Töpfen bekämpften. Ein älterer Mann wurde tot bei einem Schuppen hinter seinem Haus gefunden. Zwei Sporthallen und drei Hotels der Stadt wurden zu Notquartieren umfunktioniert.

In der Stadt Vigo blieben mindestens zehn Schulen am Montag geschlossen. Nahe der Stadt Nigran bei Vigo kamen zwei Autoinsassen ums Leben, die vor den Flammen flüchten wollten.

Die spanische Eisenbahngesellschaft Renfe setzte sämtliche Verbindungen zwischen Vigo und Barcelona aus. Zahlreiche Straßen in der Region wurden gesperrt. (AFP, dpa)

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