Webserie "Straight Family" : Der Jugendfunk hat sein Coming Out

Mit "Straight Family" versucht sich die ARD/ZDF-Plattform "Funk" an einer Serie übers Coming Out - Jugendliche sollen ermuntert werden, über eigene Erfahrungen zu sprechen.

Eine Szene aus der Serie "Straight Family" von Funk.
Eine Szene aus der Serie "Straight Family" von Funk.Screenshot: Tsp

ARD und ZDF haben über ihre Jugendplattform "Funk" die fünfteilige queere Webserie „Straight Family“ herausgebracht. Geschrieben von sieben Studierenden der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin erzählen die sieben- bis neunminütigen Episoden von einer Familienfeier in einer Berliner Kneipe.

Die gehört der bärbeißigen Seniorin Magda, betrieben wird sie aber von ihrem schwulen Enkel Leo, der ohne ihr Wissen eine queere Bar daraus gemacht hat. Am Todestag von Magdas Sohn kommt die Familie für ein Abendessen dort zusammen. Auch Lara, Leos Schwester ist dabei. Sie hat kürzlich entdeckt, dass sie lesbisch ist. Das wird zu Beginn der ersten Folge mit einer offenbar von Softpornos inspirierten Sexszene auf einer Zugtoilette visualisiert.

Coming Out auf lockere Art

Ziemlich peinlich, doch zum Glück steigt das Niveau von „Straight Family“ anschließend. Der Plan, das Thema Coming Out in der Familie auf lockere Art umzusetzen, geht auf.

Schön auch die Idee, dass die jungen Zuschauer*innen am Ende jeder Folge von einer Schauspielerin oder einem Schauspieler direkt angesprochen und ermuntert werden, sich im Kommentarbereich zum Thema der jeweiligen Episode zu äußern.

Alle Folgen von „Straight Family“ sind auf Youtube abrufbar.

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