Im Skandal um sexuellen Missbrauch im Münchner Erzbistum hat der Psychotherapeut Werner Huth schwere Vorwürfe gegen die katholische Kirche erhoben. Mehrmals habe er die Bistumsleitung davor gewarnt, den aus Essen nach München versetzten pädophilen Pater H. in der Jugendarbeit einzusetzen, sagte Huth dem Tagesspiegel.
Sexualisierte Gewalt

Der Fall Odenwaldschule: Sexueller Missbrauch gehört zur Geschichte der reformorientierten Internate – eine Aufarbeitung ist längst überfällig.
Kindesmissbrauch: Die deutsche Kirche ist kein Einzelfall – und Verharmlosung üblich. Ein Überblick über einige europäische Länder.

Manfred Amerell hat beim Landgericht Augsburg eine Einstweilige Verfügung gegen Theo Zwanziger erstritten.
UPDATE Bundeskanzlerin Merkel sieht den Haushalt 2010 mit der Rekordneuverschuldung von 80 Milliarden Euro ohne Alternative. In der Generaldebatte im Bundestag forderte sie zudem "Wahrheit und Klarheit" im Missbrauchsskandal.

Der Theologe Hans Küng fordert von Papst Benedikt XVI. ein persönliches Schuldeingeständnis für den Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche. Als Präfekt der Glaubenskongregation habe Joseph Ratzinger 2001 dafür gesorgt, dass alle Missbrauchsfälle unter päpstliche Geheimhaltung gestellt wurden.
Berlin - Am evangelischen Johannesstift in Berlin hat es in den letzten 35 Jahren vier Fälle sexuellen Missbrauchs oder auffälligen Verhaltens gegeben. Eine jetzt bekannt gewordene interne Untersuchung dokumentiert die Fälle eines evangelischen Erziehers, der 1987 wegen sexuellem Missbrauchs einer 17-Jährigen zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.
Am evangelischen Johannisstift in Berlin hat hat es in den letzten 35 Jahren vier Fälle sexuellen Missbrauchs oder auffälligen Verhaltens gegeben. Eine jetzt bekanntgewordene interne Untersuchung dokumentiert die Fälle eines evangelischen Erziehers, der 1987 wegen sexuellem Missbrauchs an einer 17-Jährigen zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.
Missbrauchsfälle an deutschen Schulen werden beim Mainzer Erziehungskongress nicht debattiert - jedenfalls nicht offiziell. Die Organisatoren rechtfertigen sich: Das Programm sei so kurzfristig nicht umzubauen.

Durch den Skandal an der hessischen Odenwaldschule wird über die Reformpädagogik diskutiert. Begünstigt diese Erziehungspraxis sexuellen Missbrauch?
Ganz egal, wie pädagogisch verbrämt der Missbrauch daherkommt: Dahinter steht immer ein Machtverhältnis. Reformpädagogik funktioniert auch ohne dass sich ein Lehrer von seinem Schüler sexuell befriedigen lässt, so wie auch emotionale und körperliche Nähe herstellbar ist, ohne einem Kind die Genitalien zu streicheln.
Fast jeden Tag werden neue Missbrauchsfälle an Schulen in Deutschland bekannt. Der Großteil betrifft weiterhin katholische Einrichtungen. Ein Überblick über die Fälle, die besonderes Aufsehen erregten.
In einer Messe in Bad Tölz lässt sich ein Priester vertreten. Durch Medienberichte war aufgedeckt worden, dass er wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft ist. Die Gläubigen reagierten verstört.
Noch immer schweigt Benedikt XVI. zum Missbrauchsskandal, auch in seinem früheren Erzbistum. Die Kurie in Rom sieht hinter den Vorwürfen indes einen persönlichen Angriff.

In seiner Amtszeit als Münchner Erzbischof wurde ein pädophiler Priester in der Gemeinde eingesetzt. Joseph Ratzinger, der heutige Papst, soll davon nichts gewusst haben. Ist das möglich?
Berichterstattung über die Missbrauchsfälle in Einrichtungen der katholischenKircheMissbrauch von Kindern und Jugendlichen in katholischen Einrichtungen ein neues Phänomen? Der Augsburger Bischof Walter Mixa weist den „Ungläubigen“, in Sonderheit den 1968ern, die Schuld am Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in 20 von 27 katholischen Klöstern und „Bildungseinrichtungen“ durch katholische Würdenträger zu.
Kindesmissbrauch ist weder links noch rechts – sondern alt. Neu ist ein Blick darauf, der Opfern endlich das Sprechen gestattet.
Bei den Regensburger Domspatzen hat es offenbar noch in den neunziger Jahren sexuelle Gewalt gegeben. Derweil regt der Katholiken-Präsident die Lockerung des Zölibats an.
Mehr als 13 Jahre lang hatte er drei Mädchen sexuell missbraucht: Der 56-jährige Klaus R. aus Buckow wurde am Freitag zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren verurteilt.
Angesichts der zunehmenden Gewalt und der Diskussion um sexuellen Missbrauch an Schulen fordern der Landeselternausschuss und die Grünen eine unabhängige Ombudsstelle. Sie soll Anlauf- und Beschwerdestelle für Eltern, Schüler und Lehrer sein, die Hilfe bei Konflikten, Gewalt und Mobbing brauchen.
Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche hat endgültig den deutschen Papst Benedikt XVI. erreicht. Erst hörte Joseph Ratzinger am Freitag im Vatikan „tief erschüttert“ den Bericht der deutschen Bischöfe über sexuelle Übergriffe.

Bischof Zollitsch hat mit dem Papst über die Missbrauchsfälle gesprochen. Was kam dabei heraus?
Im Missbrauchsskandal um katholische Geistliche in Deutschland steht nun auch Papst Benedikt XVI. persönlich im Blickpunkt. Er habe 1980 als Erzbischof der Versetzung eines offenbar pädophilen Priesters nach München zugestimmt, teilte die Erzdiözese München und Freising am Freitag mit.
Papst Benedikt XVI. hat sich bei einem Krisengespräch über den Missbrauchsskandal in katholischen Einrichtungen seiner Heimat informiert. Benedikt empfing den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, im Vatikan - und zeigte sich bestürzt.
Ein 56-jähriger Sextäter aus Neukölln muss für acht Jahre in Haft. Zusätzlich wurde die Sicherungsverwahrung angeordnet, da der Mann Missbrauchstaten sogar im offenen Vollzug beging.
Magazin und 36 Patronen der Browning wurden allerdings getrennt gelagert

Missbrauchsskandal: Justizministerium lädt Erzbischof ohne Absprache via Medien zu Treffen ein
In Österreich gibt es immer mehr Enthüllungen über sexuellen Missbrauch Jugendlicher. Bischof Zollitsch wird dem Papst über die Fälle in Deutschland Bericht erstatten.

In Winnenden hängen Plakate: "Halten Sie Abstand. Bitte filmen Sie nicht die Gesichter von Menschen, die weinen." Heute findet hier das Gedenken an den Amoklauf eines Schülers der Albertville-Realschule statt. Die Tragödie, bei der 16 Personen starben, ist jetzt ein Jahr her, aber sie ist noch lange nicht vorbei.
Ein 31-Jähriger steht wegen Totschlags und Mordversuchs an einem 14-Jährigem vor Gericht. Im Juni 2009 soll er einen Mann erwürgt und die Leiche in einem Schrank versteckt haben.
Auch im katholischen Bistum Mainz sind jetzt erste Verdachtsfälle auf sexuellen Missbrauch öffentlich geworden. Im Knabenkonvikt Bensheim soll es bis Ende der 1970er Jahre zu Misshandlungen und Übergriffen durch zwei Täter auf Schüler gekommen sein.

Im ARD-Film „Keine Angst“ stellt sich eine 14-Jährige gegen die Hoffnungslosigkeit in einer Kölner Trabantenstadt.
Die Zahl der aufgedeckten Missbrauchsfälle wächst. Die FDP fordert nun eine Verlängerung der zivilrechtlichen Verjährungsfristen. Doch auch die Kirche solle handeln.
Sexuelle Gewalt an Kindern ist ein schweres Verbrechen. Schmerz, Scham und Schande empfindet jedes Opfer. Institutionen und Erwachsene müssen dafür sorgen oder gezwungen werden, dass Macht und Abhängigkeiten wirksam durchbrochen werden können. Für Wehrpflichtige gibt es dafür eine Instanz. Warum nicht für Kinder?
An der Odenwaldschule im hessischen Heppenheim sind weitere Missbrauchsfälle bekannt geworden. Die Leitung der Schule entschuldigte sich heute öffentlich für den sexuellen Missbrauch von Schülern in den 70er und 80er Jahren.
Als Reaktion auf den Skandal um sexuellen Missbrauch von Kindern an katholischen Einrichtungen plant das Erzbistum Berlin eine externe Kommission.
100 Jahre nach der Einführung des Frauentags gibt es keine gleichen Rechte. Ein internationaler Überblick
Deutsche Katholiken fordern Aufklärung von Papst Benedikt XVI. über seinen Umgang mit Missbrauchsfällen in kirchlichen Einrichtungen. Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger bekräftigte unterdessen ihre Forderung nach einem runden Tisch zur Aufarbeitung.
Nach 45 Jahren berichtet eine Frau von traumatischen Erlebnissen im Kinderheim Sancta Maria in Berlin-Wannsee. Der Orden der Hedwigsschwestern will den Fall aufklären.
Nach den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche wurden nun Fälle in einer Privatschule in Hessen bekannt. Die Geschehnisse sollen über Jahre vertuscht worden sein.