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Thema

Sicherheitsrat der Vereinten Nationen

Krieg bedeutet immer Eskalation. Diese im Griff zu behalten wird darüber entscheiden, ob der Waffengang in Libyen als eine Tat des Weltgewissens in Erinnerung bleibt oder als imperialistischer Alleingang einer willigen Koalition alter und neuer Kolonialmächte.

Von Martin Gehlen
Eine libysche Demonstrantin in Paris.

Eine sorgfältige Güterabwägung hat in der Außenpolitik Sarkozys bisher keine Rolle gespielt. In der Sache war die Intervention richtig. Nun aber steht die Staatengemeinschaft vor Fragen, die sich mit Überfalldiplomatie nicht lösen lassen.

Von Anna Sauerbrey
Russlands Präsident Dmitri Medwedew

Russlands Staatschef Dmitri Medwedew hat sich mit scharfen Worten von Äußerungen des Ministerpräsidenten Wladimir Putins abgesetzt. Dieser hatte die Resolution des UN-Sicherheitsrats zu Libyen als Aufruf zum Kreuzzug bezeichnet.

Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig sagte, die Gefahr, dass viele Menschen getötet würden, dürfe nicht unterschätzt werden.

Deutschland hat mit seinem Votum zu Libyen im UN-Sicherheitsrat das Verhältnis zu seinen wichtigsten Partnern strapaziert. Doch wer darauf verweist, Deutschland sitze nun unglücklicherweise an der Seite Chinas und Russlands, denkt nicht weit genug.

Von Hans Monath
"Es gibt nichts zu beschönigen." Das ist ein Lieblingssatz von FDP-Chef Guido Westerwelle, wenn er eine Niederlage einzuräumen hat.

Man mochte ihn auch in den eigenen Reihen nicht sehr, aber er gewann Wahlen. Jetzt verliert er sie. In Sachsen-Anhalt verpasst die FDP die Fünf Prozent und Guido Westerwelle ist schuld. Niemand versteht seinen einsamen Kurs.

Von Antje Sirleschtov

Unter der Überschrift „Gerechter Krieg“ schreibt die „Bild am Sonntag“ zu Libyen:Der Widerstand gegen Hitler und seine Mörderbande hat auf die Landung der Alliierten in der Normandie so inständig gehofft wie die Rebellen von Bengasi auf die Kampfjets der Demokratien. Die Gedanken und Gebete auch der Deutschen sind jetzt bei den Piloten, die über Nordafrika ihr Leben riskieren.

Unter der Überschrift „Gerechter Krieg“ schreibt die „Bild am Sonntag“ zu Libyen:Der Widerstand gegen Hitler und seine Mörderbande hat auf die Landung der Alliierten in der Normandie so inständig gehofft wie die Rebellen von Bengasi auf die Kampfjets der Demokratien. Die Gedanken und Gebete auch der Deutschen sind jetzt bei den Piloten, die über Nordafrika ihr Leben riskieren.

Das brutale Vorgehen des libyschen Staatschefs Gaddafi gegen Aufständische soll gestoppt werden – mit einer Flugverbotszone. Was bedeutet das konkret? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Von
  • Robert Birnbaum
  • Martin Gehlen
Gaddafis Truppen rücken weiter vor.

Die Luftwaffe des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi hat am Donnerstag den internationalen Flughafen von Bengazi bombardiert. Der Weltsicherheitsrat ringt unterdessen weiter um eine Resolution für ein militärisches Eingreifen.

Von Martin Gehlen

Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton hat sich in Paris mit Vertretern der libyschen Opposition getroffen. Unterdessen setzt Gaddafis Truppen ihre Eroberungen im Osten des Landes fort.

Von Martin Gehlen

Auf Drängen der Arabischen Liga hat sich der Weltsicherheitsrat erstmals mit einem Flugverbot über Libyen befasst. Das mächtigste UN-Gremium kam am Montag zu Beratungen zusammen.

Von Martin Gehlen
Muammar al Gaddfi.

Einer militärischen Intervention in Libyen kann Moskau so wenig Charme abgewinnen wie der offiziellen Anerkennung der Gegner Gaddafis nach französischem Vorbild.

Von Elke Windisch
Während sich Libyen auf der ITB in Berlin präsentiert, dreht die Bundesregierung der libyschen Notenbank den Geldhahn zu.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will offenbar gezielte Luftangriffe auf Libyen. Die deutsche Regierung hält allerdings nicht von einem französischen Alleingang und setzt stattdessen auf schärfere EU-Sanktionen.

Von
  • Hans-Hagen Bremer
  • Hans Monath
An der Front. Nach einem Angriff von Gaddafis Truppen wird ein Aufständischer in Ras Lanuf ins Hospital gebracht.

Mit deutlicher Skepsis geht die Türkei in die Brüsseler Beratung der Nato-Verteidigungsminister über ein mögliches Engagement in Libyen. EU-Abgeordnete fordern hingegen eine Flugverbotszone.

Von
  • Albrecht Meier
  • Thomas Seibert
  • Christopher Ziedler

Die Aufständischen im Osten Libyens haben Staatschef Gaddafi ein Ultimatum von 72 Stunden gestellt, um Angriffe gegen die Zivilbevölkerung zu stoppen und das Land zu verlassen. Gaddafi hatte zuvor eine neue Militäroffensive gegen die Rebellen gestartet.

Muammar al Gaddafi.

Angesichts der anhaltenden Gewalt gegen die Opposition hat der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag Ermittlungen gegen Libyens Machthaber Muammar al Gaddafi eingeleitet. Er ermittle wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sagte Chefankläger Luis Moreno-Ocampo.

Die Europäische Union hat am Montag weitreichende Sanktionen gegen das Regime von Muammar Gaddafi in Libyen beschlossen. Die 27 EU-Botschafter einigten sich in Brüssel auf Kontensperrungen, Einreiseverbote und Exportbeschränkungen.

Von Matthias Thibaut
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