Salam Fajads Rücktritt als palästinensischer Ministerpräsident destabilisiert nicht nur die palästinensische Selbstverwaltung im Westjordanland – er wird auch erhebliche Auswirkungen auf den Alltag der palästinensischen Bevölkerung haben. Denn der international angesehene Finanzexperte war für das Ausland – die USA und die EU, aber auch für Israel – ein Garant für saubere Politik und dafür, dass die Hilfsgelder an die richtige Adresse gelangten und nicht im Korruptionssumpf untergingen.
Westjordanland

Im März war ein starker Dissens zwischen Abbas und dem palästinensischen Ministerpräsident Fajad bekannt geworden, als der Regierungschef den Rücktritt seines Finanzministers Nabil Kassis annahm und sich der Präsident dagegen aussprach. Nun hat Fajad seinen Rücktritt eingereicht.

Tel Aviv - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Premier Salam Fayad sind sich einig: Israel ist verantwortlich für die Eskalation der Gewalt im Nahen Osten. Damit würden die derzeitigen amerikanischen Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen absichtlich gefährdet.

Im Westjordanland hat die erste Modelagentur eröffnet – ein Stück Alltag in dem besetzten Gebiet. Konservative Kräfte sehen das mit Misstrauen, weil viele Muslime dort es nicht gerne sehen, wenn Frauen ihre Schönheit zeigen.

Ein 29-jähriger Palästinenser starb am Samstag in einem israelischen Gefängnis. Gleichzeitig befinden sich vier Häftlinge in einem langen Hungerstreik. Überall im Westjordanland kommt es zu Protesten.
Für die Situation seiner Heimat hat Nir Baram starke Worte: Ghetto, Apartheid. Warum er die Armee öde findet, Körperkult am Strand meidet und sich Patriot nennt.

Israel ist mehr denn je auf politische Verbündete angewiesen. Das sollte nach der Wahl endlich auch Benjamin Netanjahu einsehen.

Israelische Sicherheitskräfte haben ein palästinensisches Protestcamp im Westjordanland auf dem Bauplatz für die geplante Siedlung geräumt. Die Palästinenser befürchten, die Siedlung könne Pläne für eine Zwei-Staaten-Lösung zunichtemachen.

Seit der Aufwertung der Palästinenser durch die UN treibt Israel sein Siedlungsprogramm noch stärker voran als bisher: Der Bau weiterer 1.200 Wohnungen ist genehmigt.
Käme Jesus dieses Jahr zur Welt, die Schäfer würden ihn nicht finden, sie würden am Checkpoint aufgehalten. Zwischen Siedlungen und Grenzen stirbt der biblische Beruf gerade aus.
Tel Aviv - Auch wenn die Palästinenserführung den arabischen Staaten vorwirft, ihre Hilfsversprechen nicht einzuhalten, macht sie für die extreme Finanzkrise vor allem Israel verantwortlich. Als Konsequenz drohe jeden Augenblick eine „Explosion des Volkszorns“, sagte FatahSprecher Achmed Assaf am Freitag in Ramallah: „Die schwere Krise ist Teil der (israelischen) Politik einer kollektiven Bestrafung, weil die UN beschlossen haben, den Palästinensern den Status eines Beobachters zu gewähren.

Das israelische Innenministerium hat am Montag grünes Licht für den Bau von 1500 neuen Wohnungen in Ost-Jerusalem gegeben. Die Palästinenser wollen nun den UN-Sicherheitsrat anrufen.

Wegen Israels umstrittener Siedlungspolitik hat die EU den israelischen Botschafter einbestellt. Trotz der internationalen Kritik treibt das Land seine Wohnungsbaupläne im besetzten Westjordanland voran.
Benjamin Netanjahu tappt mit seiner Brachialpolitik in eine außenpolitische Falle

Israel gehen die Freunde aus. Mit seiner Brachialpolitik und dem Wahlkampflärm verschreckt Israels Premierminister Benjamin Netanjahu seine Verbündeten. Aber auch die Meinung der Israelis trifft er damit nicht mehr ganz.

Israel reagiert weiter auf die Aufwertung des Status von Palästina durch die UN. Nach der Verkündung von weiteren Siedlungsausbauten im Westjordanland werden jetzt auch Auszahlung von Steuergeldern an die Palästinenser blockiert.
Mit dem UN-Beobachterstatus sind in der Völkergemeinschaft weitreichende Rechte verbunden. Für Israel ist eine Aufwertung der Palästinenser höchst problematisch. Welche Bedeutung hat die Abstimmung?

Acht Tage kämpfte Israels Armee im Gazastreifen mit der radikalislamischen Hamas. Nun die Waffenruhe: Ob sie lange hält, weiß niemand. Denn noch immer gibt es keinen dauerhaften Frieden zwischen Palästinensern und Israelis. Die beiden höchsten diplomatischen Vertreter in Deutschland erläutern ihre Sichtweise.

So paradox es klingen mag: Zu einem souveränen Staat können nur die Israelis den Palästinensern verhelfen. Viele der vermeintlichen arabischen Freunde der Menschen in Gaza haben in Wahrheit kein Interesse an einem Ende des Konflikts.
Im Nahen Osten zeigt sich – wieder einmal – der schleichende Übergang zwischen Krieg und Frieden. Israel hat mit illegalen Siedlungen im Westjordanland Fakten geschaffen, die die notwendige Zwei-Staaten-Lösung verhindern.

Es gibt eine neue Wendung im Nahost-Konflikt: Trotz des blutigen Anschlags auf einen Bus in Tel Aviv haben sich Israel und die Hamas auf eine Waffenruhe geeinigt. Das sagte ein Vertreter der ägyptischen Regierung, und sowohl aus palästinensischen als auch aus israelischen Kreisen wurde die Nachricht bestätigt.

Die Verhandlungen über einen möglichen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas laufen auf Hochtouren. Die israelische Regierung verschärfte ihre Drohung, mit einer Bodenoffensive in Gaza einzugreifen, will aber noch abwarten.

Im Großraum Jerusalem ist eine Rakete eingeschlagen, nachdem es vorher bereits Attacken auf Tel Aviv gegeben hatte. Netanjahu hat nun sein Sicherheitskabinett versammelt - und sperrt Straßen um den Gazastreifen ab. Die Ereignisse des Tages können Sie in unserem Nachrichten-Ticker nachlesen.

Die Arbeiten zur Exhumierung des vor acht Jahren gestorbenen Palästinenserführers Jassir Arafat haben am Dienstag in Ramallah begonnen. Die Palästinenser verdächtigen Israel seit Jahren, Arafat ermordet zu haben. Nun soll geklärt werden, ob der Palästinenserführer vergiftet wurde.

Premier Netanjahu billigt offenbar umstrittenes Gutachten. Der Streit mit der Welt, die sich auf internationales Völkerrecht beruft, ist vorprogrammiert.

Fünf Kurzfilme in drei Wochen: Das haben sich sechs Masterclass-Studenten der Babelsberger Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf (HFF) für ihre Reise nach Jenin im Westjordanland vorgenommen. Drei Wochen lang sind die Studierenden – darunter drei angehende Regisseure, zwei Kamaraleute und eine Produzentin – mit Dokumentarfilm-Professor Klaus Stanjek und Kameradozent Hanno Kunow Gast am legendären Kino für den Frieden, dem „Cinema Jenin“, wie die Hochschule mitteilte.

Die Schaubühne feiert Geburtstag: ein kurzer Rückblick auf ein halbes Jahrhundert Berliner Welttheaterleben.
Einbürgerung ist der leichteste Weg, sich mehr Rechte zu verschaffen
Paris - Wird man der Wahrheit in der Affäre um den Tod Jassir Arafats jetzt näher kommen? Drei französische Untersuchungsrichter werden demnächst nach Ramallah im Westjordanland reisen, wo der vor acht Jahren in einem Pariser Militärkrankenhaus verstorbene Palästinenserpräsident begraben ist.

Migrantenvertreter suchen die Konfrontation mit Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat. Das ist unklug, denn Kolat bietet sich als Interessenvertreterin an. Sie und andere integrierte Migranten kämpfen für mehr Rechte - auch durch Einbürgerung.

Palästinenser in den besetzten Gebieten halten nichts von einem Krieg zwischen Israel und dem Iran. Selbst die Hamas rückt von Teheran ab.
Die Palästinenserbehörden sind pleite – und gehen nun sogar im Iran betteln.

Israel hat einen der ranghöchsten Funktionäre der radikalislamischen Hamas freigelassen, der zuvor sechs Monate lang gefangen gehalten wurde. Eine Anklage gegen den 64-Jährigen hatte es in dieser Zeit nicht gegeben.

Israels Ministerpräsident hat das Gutachten verzögert: Es erklärt das Westjordanland für nicht besetzt.

Sie ist eine feste Adresse auf dem Weg christlicher Pilger ins heilige Land: die Geburtskirche in Bethlehem. Die Unesco hat dem Bau im Westjordanland nun einen wertvollen Stempel aufgedrückt - gegen den Willen Israels.
Israelische Archäologen empören sich über die Rekonstruktion des Herodes-Grabmals. An der historischen Stätte dürfe kein "Disneyland" entstehen.

1,4 Millionen Palästinenser leben in Flüchtlingslagern. Eine Ausstellung zeigt, wie sie ihre Lebenssituation verbessern können – durch Mitbestimmung.

Eine Witwe besucht die Familie des Attentäters, der ihren Mann umgebracht hat. Ein Erstlingswerk über den schwierigen Prozess der Annäherung zwischen Israelis und Palästinensern.
Der Berliner SPD-Fraktionschef hält sich im Streit um den Parteivorsitz öffentlich zurück – doch der ehrgeizige Linke gilt als Strippenzieher.

Die israelische Regierung will verhindern, dass womöglich hunderte Aktivisten am Sonntag in Israel einfliegen, um dann an Aktionen im Westjordanland teilzunehmen.