Hier gibt es weitere Favoriten unserer Leser

Seite 7 von 9
Update
Leseraktion : Die besten Comics 2015 - das sind die Leserfavoriten
Nachschub. Das neue Asterix-Album war einer der Bestseller des vergangenen Jahres - aber war es auch einer der besten Comics? Da haben unsere Leser unterschiedliche Ansichten.
Nachschub. Das neue Asterix-Album war einer der Bestseller des vergangenen Jahres - aber war es auch einer der besten Comics? Da...Foto: AFP

Mein Favorit heißt „Ich, Rene Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB - Der lange Marsch durch Deutschland“. Jacques Tardi beschreibt in seinem unverwechselbaren (Zeichen)Stil den Marsch seines Vaters als französischer Kriegsgefangener aus einem Lager in Pommern durch Deutschland gegen Ende des 2. Weltkrieges. Der Pedant Tardi, der zum einen auf die stellenweise ungenauen Aufzeichnungen seines Vaters angewiesen war, recherchierte wieder, wie auch bei früheren Arbeiten, sehr genau. Unter anderem besuchte er die Orte, durch die sein Vater damals getrieben wurde. Besonders gefällt mir, dass er nichts dem Zufall überlässt. Gebäude, Ausrüstung und Uniformen der Soldaten usw. sind exakt so dargestellt, wie es damals war. Die Geschichte beschreibt eindrucksvoll Leid und Elend der Kriegsgefangenen. Ein Thema, das von Holocaust, Bombenkrieg usw. eher in den Hintergrund gestellt wird.
Martin Mex

Für mich ist der Comic des Jahres die Serie „Schöne Töchter“ von Flix. Nie zuvor habe ich erlebt, wie man große Gefühle in einer Bildergeschichte so gut erzählen kann. Diese Serie ist ein Meisterwerk. Die Folgen sind voll von Emotionen, die man beim anschauen und lesen fühlen kann. Mein Favorit ist dieser Teil hier. Das, was ich mit den großen Gefühlen meine, ist aber hier besser zu fühlen. In jedem Fall lohnt es sich alle anzuschauen. Es ist auch als Buch erhältlich. Auch die anderen Werke von Flix sind eine Empfehlung.
Steffen Müller

„Vinland Saga“ (Carlsen Manga). Die Reihe hat es geschafft, mich auch für Manga zu begeistern, und punktet mit einer Rachegeschichte, angesiedelt im historischen Europa zur Wikingerzeit, die Sogwirkung besitzt.
Markus Imhof

Ich wollte eigentlich auf "Die Heimatlosen" tendieren. Aber dann hat mich nochmal der letzte Teil von „Blast“ so richtig umgehauen. Mau Larcenet konnte hier noch ein gutes Pfund drauflegen und musste sich nicht wiederholen. Stattdessen überrascht der Autor mit einer von Anfang an konstruierten Geschichte, die einiges erklärt.
Manfred Kopold

Comic des Jahres 2015: Adrian Tomines „Killing and Dying“ (Drawn & Quarterly). Adrian Tomine zeigt in „Killing and Dying“ in sechs Kurzgeschichten, wie schmerzhaft das Leben im 21. Jahrhundert sein kann, kleine und große Tragödien voller tiefer Emotionen. Auf der einen Seite stehen Identität und Familie im Vordergrund, auf der anderen Seite Gefühle, wie Trauer, Verlust, Demütigung, Enttäuschung und Angst, die wie so oft in Tomines Werken eine große Rolle spielen. Der Comic besticht aber nicht nur durch Tomines bestechenden Blick auf das Leben und die hervorragend geschriebenen Charaktere, sondern ist auch visuell außerordentlich gut umgesetzt und zeigt die Möglichkeiten des Mediums Comic. Diese kurzen Erzählungen verfolgen einen noch lange, nachdem man sie gelesen hat.
Thies Albers

0 Kommentare

Neuester Kommentar