Eintrittspreise von Museen : Louvre für lau

Die großen Museen und ihre Eintrittspreise.

Gut gefüllt. Die Eingangshalle vom Louvre in Paris.
Gut gefüllt. Die Eingangshalle vom Louvre in Paris.Foto: Franck FIFE / AFP

Der Eintritt in den Pariser Louvre ist ab Januar 2019 an jedem ersten Samstagabend im Monat kostenlos. Das Museum will mit der begrenzten Aktion neue Schichten zum Besuch der weltberühmten Sammlungen animieren. Besucher sollen mit den Gratis-Tickets Zutritt in die Denon- und Sully-Flügel erhalten. Wer den Richelieu-Flügel ansehen möchte, müsse zuvor reservieren. Die Museumsleitung erhofft sich davon eine „Demokratisierung des Louvre“. Gratis-Sonntage hätten diesen Effekt verfehlt: Zuletzt habe der Anteil der Arbeiter bei nur 16 Prozent der Besucher gelegen. Der Louvre ist das meistbesuchte Museum der Welt, er geht in diesem Jahr auf einen neuen Rekord von zehn Millionen Gästen zu.

In der National Gallery London und dem Metropolitan Museum in New York dagegen ist der Eintritt immer frei – für die ständigen Sammlungen. Bei Sonderausstellungen werden relativ hohe Eintrittspreise verlangt, bei „Mantegna and Bellini“ – die Schau kommt nächstes Jahr nach Berlin – sind es an Wochentagen 14, am Wochenende 16 britische Pfund. In den New Yorker und Londoner Museen werden die Besucher allerdings recht nachdrücklich um eine donation gebeten.

Das Humboldt Forum bietet erstmal freien Eintritt

In Berlin ist es anders geregelt. Die Staatlichen Museen verlangen für die Sammlungen Eintritt. Doch im Humboldt Forum, das 2019/20 nach und nach eröffnet werden soll, wird der Eintritt frei sein; zunächst jedenfalls. Mit dieser Werbemaßnahme will man das neue Haus mit den außereuropäischen Sammlungen populär machen. Das wird sich auf die Staatlichen Museen auf der Museumsinsel auswirken, dort bleibt es bei dem Eintrittsgeld. Aber die Besucher werden nicht verstehen, warum sie in einem Fall zahlen müssen und im anderen nicht.

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Museumsinsel und Humboldt Forum sind als Weltkultursammlung gedacht, man soll von der griechischen, ägyptischen Antike und der christlichen Kunst des Mittelalters und Byzanz zu den Südseebooten, den chinesischen Höhlenmalereien und afrikanischen Artefakten spazieren, ohne geistige Barrieren und ganz im Sinne Alexander von Humboldts. Da werden die Museen bald einen einheitlichen Zugangsmodus finden müssen.

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