• Kulturpolitik im Ausland: Maas will Goethe-Institut vor Einschnitten wegen Corona bewahren

Kulturpolitik im Ausland : Maas will Goethe-Institut vor Einschnitten wegen Corona bewahren

Mit den Sprachschülern fehlen dem kulturellen Aushängeschild Deutschlands auch wichtige Einnahmen. Jetzt kommt Hilfe vom Bund.  

Eines von weltweit 157: Das Goethe-Institut in Salvador de Bahia, Brasilien.
Eines von weltweit 157: Das Goethe-Institut in Salvador de Bahia, Brasilien.Foto: Fabian Sommer/dpa

Die Bundesregierung will das Goethe-Institut und seine Kulturpolitik im Ausland vor schmerzhaften Konsequenzen durch die Corona-Krise bewahren. „Wir wollen auf gar keinen Fall in dieser Krise Einschnitte in die Struktur der Kulturpolitik riskieren“, sagte Außenminister Heiko Maas in Berlin. 

„Dafür wollen wir mit zusätzlichen Geldern helfen“, kündigte der SPD-Politiker an. „Das Goethe-Institut muss seine extrem wichtige Rolle für die Weltoffenheit und Weltverbundenheit Deutschlands weiter ausfüllen können.“

Bis auf eines sind derzeit weltweit alle 157 Einrichtungen des Goethe-Instituts für den Publikumsverkehr geschlossen. Traditioneller Kern des Goethe-Instituts ist die Spracharbeit. Der Sprachunterricht im Ausland ist zudem Teil der verfassungsmäßigen Aufgaben des Auswärtigen Amts in der Kulturpolitik.

Hintergründe zum Coronavirus:

Mit der Corona-Krise ist im März eine riesige Finanzlücke beim Goethe-Institut entstanden, weil viele Sprachkurse storniert wurden. Durch die wegfallenden Sprachkurse werden im Ausland nur bis zu 80 der sonst 100 Millionen Euro eingenommen, die durch Sprachkurse umgesetzt werden. Hier wollen Auswärtiges Amt und Finanzministerium zusätzliche Mittel bereitstellen.

„Die Auswirkungen des Virus betreffen nicht nur den Kultursektor in Deutschland, sondern auch unsere Zusammenarbeit mit der Welt, also in erster Linie das weltweit einzigartige Goethe-Institut“, sagte Maas. „Wir wollen verhindern, dass die kulturelle Arbeit des Goethe-Instituts leidet.“

Das Goethe-Institut ist das kulturelle Aushängeschild Deutschlands im Ausland. Derzeit verteilen sich die Kulturinstitute auf 98 Länder. (mit dpa)

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