Nach Echo-Aus : Kulturrat fordert strengeren Jugendschutz in der Musik

Nach der Abschaffung des Echos fordert der Deutsche Kulturrat eine freiwillige Selbstkontrolle der Musikbranche für mehr Jugendschutz, ähnlich wie in der Filmwirtschaft.

Gefahr für die Jugend? Die umstrittenen Rapper Kollegah (L) and Farid Bang mit ihren Echos.
Gefahr für die Jugend? Die umstrittenen Rapper Kollegah (L) and Farid Bang mit ihren Echos.Foto: AFP/ dpa / Jens Kalaene / Germany OUT

Der Deutsche Kulturrat hat als Konsequenz des Echo-Skandals eine freiwillige Selbstkontrolle der Musikbranche für mehr Jugendschutz gefordert. „Ich halte das für absolut notwendig, dass wir auch im Musikbereich über den Jugendschutz nachdenken, und dafür kann eine Altersfreigabe der richtige Weg sein“, sagte der Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Prüfung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien reiche nicht aus. „Das ist eine Indexierung, da muss es schon hammerhart sein“, sagte Zimmermann. Sinnvoll wäre aus seiner Sicht ein Verfahren analog zur Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) oder der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) bei Computerspielen.

Am Mittwoch hatte der Bundesverband Musikindustrie bekanntgegeben, dass der Echo abgeschafft und dafür ein neuer Musikpreis geschaffen werde. Der Verband reagierte damit auf die Empörung über die Preisvergabe an das als antisemitisch kritisierte Rap-Album „Jung, Brutal, Gutaussehend 3“ des Rapper-Duos Kollegah und Farid Bang. (dpa)

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