Rückkehr nach elf Wochen Lockdown : Bolivianische Musiker endlich zu Hause

Nach elf Wochen Notaufenthalt in Rheinsberg konnte das zum MaerzMusik-Festival eingeladene bolivianische Ensemble OEIN endlich wieder nach Hause fliegen.

Hoffen, warten, spielen: Musizierende aus Bolivien.
Hoffen, warten, spielen: Musizierende aus Bolivien.Foto: Timo Kreuser

Die 25 jungen bolivianischen Musiker, die wegen des Corona-Lockdowns zweieinhalb Monate in der Musikakademie Rheinsberg festsaßen, sind wieder in ihrer Heimat, Die teils minderjährigen Mitglieder des zum MaerzMusik-Festival eingeladenen Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos (OEIN) sind in dieser Woche nach La Paz zurückgeflogen und können nach der vorgeschriebenen Quarantäne-Zeit dann endlich nach Hause.

Vorausgegangen waren intensive Bemühungen des Organisationsteams des Solistenensembles Phoenix 16, des Goethe-Instituts, des Auswärtigen Amts sowie der bolivianischen Botschaft.

Gemeinsam mit Phoenix 16 wollte das Ensemble, das zeitgenössische Musik auf traditionellen Instrumenten präsentiert, das Projekt „Environment“ zur Eröffnung der MaerzMusik vorbereiten und war deshalb am 10. März angereist. Wegen des Lockdowns wurde dann aber nicht nur das Festival abgesagt, es folgten auch die internationalen Reisebeschränkungen und ein kompletter Stopp für Flüge nach La Paz.

Während des elfwöchigen Notaufenthalts unter Quarantäne-Bedingungen in der Musikkultur Rheinsberg, dessen Kosten die Berliner Festspiele und andere Organisationen übernahmen, probten und arbeiteten die beiden Ensembles gemeinsam an weiteren Projekten, unter anderem an Konzertprogrammen, Klanginstallationen, Tonaufnahmen und Filmarbeiten. Man bleibe in Verbindung, heißt es seitens der Festspiele. Tsp

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