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Bush und Yousaf Raza Gillani

© AFP

Anti-Terror-Krieg: Pakistan verbittet sich einseitige US-Einsätze

Einmischen nicht erwünscht: Pakistan hat die USA am Montag aufgefordert, keine eigenmächtigen Aktionen gegen militante Islamisten auf seinem Territorium zu unternehmen. Ein gemeinsamer Krieg, so der Premierminister, erfordere gemeinsames Vorgehen.

In einem Interview mit dem Fernsehsender CNN sagte Pakistans Premierminister Yousaf Raza Gillani auf die Frage nach einem mutmaßlichen US-Raketenangriff vom Montag, er habe im Gespräch mit US-Präsident George W. Bush betont, "das sollte nicht einseitig getan werden". "Wir müssen kooperieren und das ist unsere Aufgabe, da das unser Krieg ist", sagte Gillani, der sich zu seinem ersten Besuch im Weißen Haus in Washington aufhielt.

Im Nordwesten Pakistans waren zuvor am Montag bei einem Raketenangriff sechs Menschen getötet worden, darunter ein mutmaßlicher Waffenexperte der terroristischen Organisation Al Qaida. Der Angriff wurde den USA zugeschrieben, eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht. Auch Gillani wollte Washington nicht direkt für den Raketenbeschuss verantwortlich machen. Er machte aber deutlich, dass er gegen solche Einsätze ist. "Die Amerikaner sind etwas ungeduldig. Deshalb denke ich, dass wir in Zukunft intensiver Informationen austauschen und wir die Aufgabe selber erledigen."

Auf die Frage nach der Jagd auf Al-Qaida-Gründer Osama bin Laden, der in den nordwestlichen Stammesgebieten Pakistans vermutet wird, sagte Gillani: "Meine Regierung tut ihr Bestes." Die Islamisten seien jedoch mit "den modernsten Waffen der Welt" ausgerüstet und die pakistanischen Sicherheitskräfte "können bei dieser Ausrüstung nicht mithalten". (sba/AFP)

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