Casdorffs Agenda : Neue Folge der SPD-Soap "Schlechte Zeiten, Schlechte Zeiten"

Martin Schulz will die SPD neu aufstellen. Doch so, wie er das immer plant, funktioniert es nicht. Ein Kommentar.

Deutschland, Berlin, Bundestag, Sitzung der SPD Fraktion, Martin Schulz (l), Andrea Nahles, Carsten Schneider (r).
Deutschland, Berlin, Bundestag, Sitzung der SPD Fraktion, Martin Schulz (l), Andrea Nahles, Carsten Schneider (r).Foto: imago/Christian Thiel

Hier die neueste Episode der SPD-Soap "Schlechte Zeiten, Schlechte Zeiten": Parteichef Martin Schulz hat wieder einmal zwei Personalideen. Nur eine kommt durch. Der neue Generalsekretär hört auf den schönen Namen Klingbeil, Lars. Die scheidende Juso-Chefin Johanna Uekermann gibt Schulz dagegen einen Korb: Sie mag nicht neue Bundesgeschäftsführerin werden.

Peinlich für Schulz. Er wollte mit der linken Uekermann den rechten Klingbeil austarieren. Daraus wird nun nichts. Obendrein steht er vollends ohne Bundesgeschäftsführerin da. Denn die amtierende, Juliane Seifert, ist Knall auf Fall gegangen - weil Schulz vergessen hat, sie zu informieren.

Allerdings ist Seifert eine Vertraute von Malu Dreyer, der SPD-Ikone. Und die hat ihren Wahlkampf in Rheinland-Pfalz auch dank Seifert gewonnen. Dreyer wird es Schulz bestimmt übel nehmen - und sich wohl zu den Genossen gesellen, die den Parteichef nicht nur für glücklos halten. Deren Zahl wächst. Schlechte Zeiten. Fortsetzung folgt.

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