Die Fragen des Tages : Von Roxette bis zur Klimanotlage – das war am Dienstag wichtig

Die Demokraten präsentieren die Anklagepunkte gegen Trump und für Brandenburg gibt es einen Coup. Die Themen des Tages – inklusive Empfehlungen für den Abend.

Im Alter von 61 Jahren gestorben: Roxette-Sängerin Marie Fredriksson
Im Alter von 61 Jahren gestorben: Roxette-Sängerin Marie FredrikssonFoto: imago images/ZUMA Press/MairoxCinquetti

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Was ist passiert?

  • Als erstes Bundesland verhängt Berlin eine Klimanotlage.
    Im Januar soll Umweltsenatorin Günther einen ersten Maßnahmenkatalog vorlegen. Doch der Schritt ist im Senat höchst umstritten. Denn schon jetzt laufen viele Klimaschutz-Projekte nur auf Sparflamme.
  • Nächster Schritt im Impeachment-Verfahren. 
    Die US-Demokraten haben die zwei zentralen Anklagepunkte gegen Donald Trump präsentiert: Machtmissbrauch und Parlaments-BehinderungWird der kopierte Text in den eigenen Artikel eingefügt, erscheinen auch die Punkte
  • Roxette-Sängerin Marie Fredriksson ist tot.
    Viele Jahre kämpfte Marie Fredriksson gegen ihre Krebserkrankung. Jetzt ist die Sängerin von Roxette gestorben. Ihre Hits werden bleiben. Ein Nachruf.Weitere Aufzählungspunkte bekommt man durch drücken der Eingabe-Taste, so wie bei Word auch
  • Der nächste große Coup für Brandenburg.
    Die Ansiedlung einer neuen Batteriefabrik in Schwarzheide war ein offenes Geheimnis in Potsdam. Nun will BASF hier rund eine halbe Milliarde Euro investieren.
  • Der Entwurf für eine Finanztransaktionssteuer steht.
    Olaf Scholz prescht mit einem Vorschlag für eine Finanztransaktionssteuer vor, aber will nur bestimmte Aktienkäufe belasten. Die Opposition ist enttäuscht, auch die Union geht auf Distanz.

Was wird diskutiert?

Wer Freunde hat, die junge Eltern sind, der kennt das: In den sozialen Netzwerken posten sie Unmengen an Bildern ihrer Kinder. Beim Spielen, beim Backen, beim Schlafen – fehlt eigentlich nur beim Klogang. Meinem Kollegen Moritz Honert geht das gehörig auf den Senkel. Er fordert: „Liebe Eltern, hört auf eure Kinder zu fotografieren! Denn ihr züchtet euch damit nur kleine Narzissten heran.“ Ein Leser steuerte dazu in der Community folgende Anekdote bei: „Ein Kind hat (scheinbar) Geburtstag und packt ein großes Paket aus. Rundherum: Eltern, Großeltern, Tante, Onkels....alle ein Handy in der Hand und das Kind wird gefilmt und gefilmt und gefilmt...keiner redet, keiner unterhält sich, alle hoch konzentriert auf das 'Filmprojekt'....armer, einsamer Geburtstagsjunge.“ 

Was soll ich lesen?

Die einen lieben E-Scooter, die anderen hassen sie. Dabei gerät leicht aus dem Blick: Wie verhalten sich eigentlich andere Verkehrsteilnehmer gegenüber den E-Scootern? Und ob sich die Rollerfahrer überhaupt so verhalten können, dass sie den Verkehr nicht behindern? Unter anderem diesen Fragen ist unser Tagesspiegel-Interaktiv-Team in einer großen Reportage auf den Straßen Berlins nachgegangen. Das Ergebnis könnte Scooter-Fahrer beunruhigen – und Verkehrspolitiker aufschrecken.  

Wo soll ich hingehen?

Restaurant „The Catch“ in Charlottenburg: Dieses japanische Restaurant serviert nicht nur Sushi. Und die Produktqualität ist hoch. Unbedingt zu empfehlen, schreibt meine Kollegin Elisabeth Binder.

Im Keller der Akademie der Künste am Pariser Platz sind noch bis zum 31. Dezember Wandbilder ehemaliger Meisterschüler zu sehen. Die Werke von Manfred Böttcher, Harald Metzkes, Ernst Schroeder und Horst Zickelbein sind Überbleibsel zweier Faschingsfeiern aus den 50er Jahren und durften so in den offiziellen Ausstellungen in der DDR nicht gezeigt werden. Zugänglich immer mittwochs um 18 Uhr im Rahmen einer Führung (Tickets kosten 6 Euro), Sonderführungen für blinde und sehbehinderte Besucher  (Eintritt frei) sind mit Anmeldung möglich, der Keller ist allerdings nicht barrierefrei. Mehr Tipps finden Sie bei uns im Checkpoint-Newsletter.

Was gibt es zu sehen?

In der Sky-Serie „Die Pest“ wird das Sevilla des Jahres 1597 in drastischer Weise reanimiert. Über die Lust am Grauen, die sich in dieser Serie zeigt, schreibt mein Kollege Jan Freitag.

Was muss ich morgen wissen?

In Dresden wird der Prozess gegen die mutmaßlichen Rechtsterroristen der Terrorgruppe „Revolution Chemnitz“ fortgesetzt. Die Bundesanwaltschaft hatte am 18. Juni am OLG Anklage gegen die acht Männer erhoben. Den 21 bis 31 Jahre alten Männern aus dem Raum Chemnitz wird die Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung vorgeworfen.

In Berlin gibt es eine Anhörung zur Nachnutzung des Flughafengeländes in Berlin-Tegel. Der Senat plant dort einen Forschungs- und Industriepark. Denkmalschützer sind in Aufruhr, weil dem Gebäude massive Eingriffe beim Umbau drohen

EU-Kommission und EU-Parlament beraten über den „Green Deal“. Der „Green Deal“ ist eines der wichtigsten Projekte der neuen EU-Kommission unter Ursula von der Leyen. Gemeint ist ein Umbau der europäischen Wirtschaft, so dass 2050 „Klimaneutralität“ erreicht werden kann, also keine neuen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen. Was der Plan für die Verbraucher bedeutet, haben wir hier aufgeschrieben

Zahl des Tages!

34 – Jahre ist die neue finnische Regierungschefin Sanna Marin jung. Sie ist damit die wohl jüngste amtierende Regierungschefin weltweit, berichten die Kollegen der dpa. Und nicht nur deshalb ist Finnland bemerkenswert: Alle fünf Regierungsparteien werden aktuell von Frauen geführt

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