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Dschalalabad : Mehrere Tote bei Selbstmordanschlag in Ostafghanistan

Ein Attentäter hat sich am Dienstagmorgen im Zentrum der ostafghanischen Stadt Dschalalabad in die Luft gesprengt. Unter den Toten sind sowohl Zivilisten als auch Geheimdienstmitarbeiter des NDS.

Afghanische Polizisten inspizieren den Tatort des Selbstmordanschlags in Dschalalabad am 10. Juli.
Afghanische Polizisten inspizieren den Tatort des Selbstmordanschlags in Dschalalabad am 10. Juli.Foto: REUTERS/Parwiz

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Sicherheitsposten im Zentrum der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind am Morgen mindestens elf Menschen getötet worden. Der Attentäter habe sich gegen 10 Uhr Ortszeit an dem mit Mitarbeitern des Geheimdienstes NDS besetzten Posten in die Luft gesprengt, sagte Provinzsprecher Attaullah Chogiani. Unter den Toten seien acht Zivilisten und zwei NDS-Mitarbeiter. Auch der Angreifer sei ums Leben gekommen.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag in der Unruheprovinz Nangarhar. Dort wurde den Angaben zufolge zudem eine Tankstelle in Brand gesetzt, vier Menschen seien verletzt worden. "Ich habe einen riesigen Ball aus Feuer gesehen, der Menschen von sich weg geschleudert hat. Sie haben gebrannt", sagte ein Zeuge des Angriffs AFP.

In der Provinz Nangarhar und der Provinzhauptstadt Dschalalabad sind sowohl die radikalislamischen Taliban als auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. Erst vor zehn Tagen hatte ein Selbstmordattentäter des IS in Dschalalabad 19 Menschen getötet und 21 verletzt - die meisten waren Angehörigen der kleinen afghanischen Sikh-Gemeinde. Die Tat unterstreicht die Verschlechterung der Sicherheitslage vor den für den 20. Oktober geplanten Parlamentswahlen. Allein in Kabul sind bei Anschlägen dieses Jahr bereits Dutzende Menschen getötet worden. (dpa, Reuters, AFP)

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