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Keine Bund-Länder-Konferenzen mehr? : Verwirrung um Kretschmann-Pressekonferenz

Baden-Württembergs Regierungschef sorgt mit Äußerungen für Verwirrung. Er sieht die Länder nun in der alleinigen Verantwortung bei Corona. Aber will es nicht so gemeint haben.

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-WürttembergFoto: dpa/Christoph Schmidt

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat mit einer Aussage bei einer Pressekonferenz für Verwirrung gesorgt. Die "Stuttgarter Zeitung" berichtete davon, dass Kretschmann die Verantwortung für die Corona-Politik "jetzt in der Hand der Ministerpräsidenten und der Ebenen darunter" sehe. Und weiter: "In der nächsten Zeit seien keine gemeinsamen Konferenzen aller Ministerpräsidenten geplant."

Im Klartext: Der Bund hat bei Corona nichts mehr mitzureden, jetzt haben allein die Länderchefs das Sagen.

Die dpa zitierte Kretschmann mit den Worten: "Die Verantwortung liegt jetzt bei den Ministerpräsidenten und Landkreisen." Es seien "keine weiteren Konferenzen geplant, weder von der Bundeskanzlerin noch vom Kollegen Söder".

Nun will Kretschmann das alles nicht so gemeint haben. Ein Sprecher Kretschmanns lässt verlauten: Der Bund spiele natürlich weiter eine Rolle bei dem Thema. Auch die Abstimmung mit Berlin würde weitergehen, inklusive der Treffen zwischen Angela Merkel und den Ministerpräsidenten. (Tsp)

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