Nachfolge von Angela Merkel : Jens Spahn offiziell als Kandidat nominiert

Aus Berlin reiste Spahn nach Borken, um sich für das Rennen um den CDU-Vorsitz nominieren zu lassen. Dort hofft man auf "einen echten Generationwechsel".

Jens Spahn bei der Klausurtagung mit der stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Borken, Martina Schrage
Jens Spahn bei der Klausurtagung mit der stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Borken, Martina SchrageFoto: dpa/Guido Kirchner

Als dritter prominenter Kandidat ist jetzt auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn offiziell im Rennen um den CDU-Bundesvorsitz. Spahns Heimatverband, die CDU im münsterländischen Borken, nominierte ihn am Freitagabend bei einer Vorstandsklausur einstimmig, wie Kreisgeschäftsführer Markus Jasper mitteilte. Spahn ist nach CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz der dritte offizielle Bewerber um die Nachfolge von Parteichefin Angela Merkel.

Spahn (38) ist Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Borken und war abends aus Berlin zu der Klausur im niedersächsischen Nordhorn angereist. „In den nächsten Wochen wird die CDU zeigen, warum sie zurecht die einzig verbliebene Volkspartei in Deutschland ist“, erklärte er nach der Sitzung. Alle Mitglieder könnten sich ein Bild der Kandidaten, ihrer Unterschiede und Gemeinsamkeiten machen. „Wir werden über die Zukunft unserer Partei und unseres Landes so intensiv diskutieren wie lange nicht.“ Er sei "motiviert" und freue sich "auf einen sportlichen Wettbewerb" mit den anderen Kandidaten für den Parteivorsitz.

Die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Martina Schrage erklärte, Spahn habe persönlich und politisch "nichts geschenkt bekommen", sondern sich "alles selbst erarbeitet". In der CDU könne der 38-Jährige "einen echten Generationenwechsel einleiten".

Die drei aussichtsreichsten Kandidaten für den CDU-Vorsitz präsentieren sich in den nächsten Wochen auf Regionalkonferenzen der Parteibasis. Gewählt wird beim CDU-Bundesparteitag in Hamburg am 7. Dezember. Kanzlerin Merkel hatte nach den hohen Verlusten der Union bei den Wahlen in Bayern und Hessen ihren Rückzug vom Parteivorsitz angekündigt. (dpa, AFP)

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