Schon zum dritten Mal : Trump wieder für Friedensnobelpreis nominiert

Der US-Präsident ist in der Auswahl für eine der renommiertesten Auszeichnungen der Welt. Begründung: sein Prinzip "Frieden durch Stärke".

Donald Trump, Präsident der USA (Archivbild).
Donald Trump, Präsident der USA (Archivbild).Foto: Andrew Harnik/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump ist zum dritten Mal in Folge für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. „Ich kann bestätigen, dass Trump nominiert ist“, sagte der Direktor des Osloer Friedensforschungsinstituts, Henrik Urdal, der Online-Zeitung „Nettavisen“. Die Begründung sei die gleiche wie im Vorjahr: sein Grundsatz „Frieden durch Stärke“. Wer ihn vorgeschlagen habe, sei vertraulich. Zum ersten Mal war Trump 2016 noch als Präsidentschaftskandidat in die Auswahl für den renommierten Preis gekommen.

Für den Friedensnobelpreis nominiert werden kann jeder, nominieren darf aber nur ein begrenzter Kreis. Dazu gehören etwa Mitglieder von Regierungen, Universitätsprofessoren, Friedensforscher und frühere Friedensnobelpreisträger. Ihre Vorschläge können sie jeweils bis zum 31. Januar einreichen. Endgültig steht die Liste allerdings noch nicht: Die fünf Mitglieder des Nobelkomitees können bis Ende Februar noch Nominierungen abgeben.

Auch russische Regierungskritiker nominiert

Unter den diesjährigen Vorschlägen ist nach Informationen der Nachrichtenagentur NTB auch die regierungskritische russische Zeitung „Nowaja Gaseta“. Er habe sie gemeinsam mit Menschenrechtsanwälten und -aktivisten nominiert, sagte ein Politiker der sozialistischen Linkspartei der Agentur. Es sei höchste Zeit, dass russische Aktivisten gewürdigt würden. Seit Ex-Staatschef Michail Gorbatschow 1990 hat kein Russe mehr den Friedensnobelpreis bekommen.

Bisher bekannte Vorschläge sind auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, Whistleblower Edward Snowden, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die kurdischen Peschmerga, die im Irak gegen den Islamischen Staat kämpfen.

Im vergangenen Jahr wurde die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (Ican) mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie wurde aus einer Vorschlagsliste mit 215 Personen und 103 Organisationen ausgewählt. Diese Liste wird eigentlich 50 Jahre lang geheim gehalten. Wer einen Kandidaten nominiert, darf das aber öffentlich sagen. (dpa)

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