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Thema

Energiewende

Der Kuchen wird neu verteilt. Vergangenes Jahr griffen Grüne wie Claudia Hämmerling und Stefan Gelbhaar (rechts) und CDU-Politiker wie Frank Henkel und Florian Graf anlässlich des Frauentages zur Torte. Jetzt wird über eine Annäherung der Parteien diskutiert.

Die Berliner Christdemokraten sehen nach der Bundestagswahl „Anknüpfungspunkte“ mit den Grünen. Eine große Koalition würde Frank Henkel hingegen "erhebliche Bauchschmerzen" bereiten.

Von Sabine Beikler

Erzwungener Generationswechsel: Die Politiker, die vor 30 Jahren die Grünen gründeten, sitzen künftig nur noch auf den hinteren Plätzen. Sie übernehmen die Verantwortung für das schlechte Wahlergebnis. Die Jüngeren wittern ihre Chance.

Von
  • Cordula Eubel
  • Robert Birnbaum
  • Gerd Nowakowski
PSI stellt Software zur Steuerung von Energienetzen her, die wie hier zu sehen, unter anderem bei der Deutschen Bahn eingesetzt wird.

Die Entwicklungskosten steigen, die Einmalbelastungen fallen hoch aus: Der Berliner Software-Spezialist kappt die Gewinnprognose. Schuld daran ist angeblich die Energiewende.

Von Henrik Mortsiefer

Schlimmer kann es nicht kommen für Vattenfall. Vor ein paar Jahren ging es los mit Pannen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel, dann kam eine Energiewende, die die Geschäftsgrundlagen auf den Kopf stellte, und seit Sonntag ist der Verlust der Stromnetze in Hamburg und Berlin wahrscheinlich.

Schlimmer kann es nicht kommen für Vattenfall. Vor ein paar Jahren ging es los mit Pannen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel, dann kam eine Energiewende, die die Geschäftsgrundlagen auf den Kopf stellte, und seit Sonntag ist der Verlust der Stromnetze in Hamburg und Berlin wahrscheinlich.

Am Tag nach dem Triumph bei der Bundestagswahl: Angela Merkel am Montag bei der Pressekonferenz im Konrad-Adenauer-Haus.

Einen Schritt vor, zwei zurück: Gleich am Montagmorgen hat Angela Merkel auf der Suche nach einem Koalitionspartner zum Telefon gegriffen. Doch die SPD ziert sich. Und bei den Grünen ändert sich gerade alles.

Von
  • Robert Birnbaum
  • Cordula Eubel
  • Hans Monath

Jakobs kam ohne Familie zum Wahllokal – sie ist ohne ihn verreistEx-Ministerpräsident Platzeck wählte frühmorgens – in Babelsberg Andrea Wicklein war am Wahltag nervös – wohl zu RechtEinige Wähler entschie

Die Stromversorgung in Deutschland ist nach Einschätzung der Bundesnetzagentur trotz des holprigen Starts der Energiewende weiterhin sehr zuverlässig. Im vergangenen Jahr waren die Haushalte im Durchschnitt 15,91 Minuten ohne Strom, wie die Aufsichtsbehörde am Donnerstag in Bonn mitteilte.

Nach der Wahl wird die Debatte über eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ernsthaft geführt werden. Denn dass es Reformbedarf gibt, bezweifelt niemand. Das Foto zeigt das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde mit Windrädern davor.

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger legt einen neuen Vorschlag vor, wie die Schwächen der Wind- und Solarstromförderung behoben werden könnten. Er wendet sich gegen die Quotenmodelle, die unter anderen die Monopolkommission und der Sachverständigenrat, dem Bofinger selbst angehört, gefordert haben.

Von Dagmar Dehmer
Wie rechts ist die AfD? In Hamburg beschmierten Unbekannte ein Plakat der neuen Partei, die sich dagegen wehrt, ins rechte Lager geschoben zu werden. Doch die Abgrenzung gelingt nicht immer. Foto: Revierfoto

„Einwanderung ja. Aber nicht in unsere Sozialsysteme“: Mit diesem Slogan wirbt die „Alternative für Deutschland“ auf Wahlplakaten - doch mindestens zwei Landesverbände wollen den Spruch nicht plakatieren. Innerhalb der Partei wird über rechtsextreme Ressentiments diskutiert - und Abgrenzungsprobleme nach rechts.

Von Fabian Leber
Hessische Spitzen. Janine Wissler (Linke), Tarek Al-Wazir (Grüne), Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), Volker Bouffier (CDU) und Jörg-Uwe Hahn (FDP). Foto: Boris Roessler/dpa

In Hessen hat Rot-Grün seinen Umfrage-Vorsprung eingebüßt – nun geht es wieder um die Frage, ob die Linke eingebunden wird.

Von Christoph Schmidt Lunau

Industrie gegen Verbraucher, Windradbetreiber gegen Chemiefabrikanten, Grüne gegen FDP, Marktskeptiker gegen Wettbewerbsfreunde – am Donnerstag waren die Frontlinien zu besichtigen, die direkt nach der Wahl die Politik bestimmen werden. Es geht um die Zukunft der Energiewende, des wichtigsten Industrieprojekts seit langem.

Vor einem herkömmlichen Kraftwerk mit großen Kühltürmen drehen sich vier Windräder.

Die Monopolkommission der Regierung will bei der Energiewende einen radikalen Kurswechsel, damit Strom bezahlbar bleibt. Das Vorbild ist Schweden

Von Carsten Brönstrup

Industrie gegen Verbraucher, Windradbetreiber gegen Chemiefabrikanten, Grüne gegen FDP, Marktskeptiker gegen Wettbewerbsfreunde – am Donnerstag waren die Frontlinien zu besichtigen, die direkt nach der Wahl die Politik bestimmen werden. Es geht um die Zukunft der Energiewende, des wichtigsten Industrieprojekts seit langem.

Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt.

Die Öko-Partei gibt im neuen Politbarometer um ganze zwei Prozentpunkte nach. Das TV-Duell zwischen Kanzlerin Merkel und Herausforderer Steinbrück scheint keine große Wirkung entfaltet zu haben. Schwarz-Gelb liegt vorn. Aber: Zwei Fünftel der Befragten sind noch unschlüssig.

Von Albert Funk
Auf dem Weg. Die Energiewende weg von der Atomkraft hin zu den erneuerbaren Energien ist nach Auffassung der Grünen ein „historisches Projekt“. Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Grünen besinnen sich auf ihr Kernthema und stellen die Energiewende ins Zentrum – nach dem Willen der Partei soll dafür ein eigenes Ministerium gebildet werden.

Von Cordula Eubel
Mann vor Warmwalze eines Stahlwerks

Wenn der Preis für Strom an der Börse sinkt, steigt die EEG-Umlage, aus der auch der Betrieb von Windrädern oder Solaranlagen finanziert wird. Und mit der EEG-Umlage steigt der Preis. Erwartet werden 6,2 bis 6,5 Cent statt der aktuellen 5,3 Cent pro Kilowattstunde Strom.

Von Dagmar Dehmer

Von links (SPD-Chef) bis rechts (Industrie-Chef) dröhnt es in diesen Tagen ins Regierungsviertel: Die Energiepolitik ist ein Desaster. Tatsächlich ist auf keinem anderen innenpolitischen Feld der Dilettantismus dieser Regierung größer und spürbarer, die steigenden Strompreise belasten (fast) alle.

Strom sparen: Energiesparlampen helfen dabei.

Schwarz-Gelb hat die Energiewende beschlossen - die Konsequenzen müssen jetzt vor allem die Verbraucher tragen. Denn inzwischen liegt der Anteil des Staates am Strompreis bei über 50 Prozent. Das kann so nicht bleiben.

Von Alfons Frese
Häuser und Klemmbrett mit Dena-Energieausweis

Eine Allianz aus Branchenverbänden, Mietervereinen, Naturschützern und Industrieverbänden wollen den Energiepass für Häuser verbessern. Das sei die Basis dafür, um den "Sanierungsstau" aufzulösen, argumentieren sie.

Von Dagmar Dehmer
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