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Thema

Energiewende

Als unser US-Korrespondent nach Washington zog, regierte noch Rot-Grün. Jetzt, bei seiner Rückkehr, stellt er fest: Das Misstrauen der Deutschen gegen die Wirtschaft und ihr Glaube an den Staat sind sogar noch größer geworden.

Von Christoph von Marschall

Neue Kernkraft: Warum die deutsche Energiewende für die Briten kein Vorbild ist

Von Matthias Thibaut
Handlungsbedarf. Die Energiewende muss vor allem dort, wo sie stattfindet, besser begleitet werden, meinen Strukturforscher.

Brandenburger Regionalforscher untersuchen die Energiewende mit mehreren Projekten in der Region

Von Jan Kixmüller
Sollten demnächst auch wieder in der politischen Wirklichkeit zusammengehen: Kanzlerin Merkel und SPD-Chef Gabriel.

Die Koalitionspartner CDU, CSU und SPD richten sich auf Verhandlungen bis November ein. Doch die werden kompliziert: Schon wer über was debattieren darf, könnte riskante Festlegungen enthalten. Und die SPD hat sich noch ganz besondere Fesseln auferlegt.

Von Robert Birnbaum
Rote Protestschilder stehen vor jedem Ortseingang östlich der Stadt Erkelenz.

Sie haben vieles nicht gemacht, was sie hätten machen wollen: ein neues Dach, schöne Fliesen im Bad. Seitdem sie wissen, dass der Tagebau Garzweiler II auch ihren Wohnort Keyenberg fressen soll, sitzt das Ehepaar Pisters zwar nicht auf gepackten Koffern – aber es fühlt sich so an.

Von Alexander Krex
Grünen-Fraktionschefs Anton Hofreiter, Katrin Göring-Eckardt

Hinter der Absage an die Union verbirgt sich eine ziemlich schlichte Wahrheit: Die Grünen haben sich nicht getraut. Sie begreifen auch nur ungern, was ihnen in der Wahl zugestoßen ist. Vor allem ignorieren sie eines: Ihren zeitweise Aufschwung verdankten sie Leihstimmen.

Von Robert Birnbaum
Morgengrauen? Dämmerung? Die nächsten vier Jahre sind für die Energiewende entscheidend.

Es wird wohl eine große Koalition. Langsam zeichnen sich auch die Themen ab, die in den Verhandlungen eine Rolle spielen werden. Vielleicht ist es gut, dass die Energiepolitik im Koalitionspoker bislang nicht auftaucht.

Von Anna Sauerbrey
Fritz Brickwedde hat vor seiner 22 Jahre währenden Arbeit als Chef der Deutschen Bundesstiftung Umwelt für die niedersächsische Landesregierung von Ernst Albrecht (CDU) gesprochen. Das Foto zeigt ihn im Mai mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Baumwipfelpfad bei Prora.

Fritz Brickwedde soll den Branchenverband führen. Der ehemalige Geschäftsführer der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gilt als gut vernetzt. Die Lobbyisten der bisherigen Gewinner und der bisherigen Verlierer der Energiewende rüsten vor der Regierungsbildung politisch auf.

Von Dagmar Dehmer
Für welchen Koalitionspartner sich Merkel anschließend entscheidet, ist weiter offen.

Weil Zukunftsangst die Parteien lähmt, scheint die Große Koalition für alle die bequemste Lösung zu sein. Mit Schwarz-Rot lässt sich der Status quo konservieren. Die machtpolitischen Weichen im Parteiensystem könnten derweil woanders gestellt werden.

Von Christoph Seils

Immer im Oktober halten die Befürworter der Energiewende Verteidigungsreden – und die Gegner verlangen ein zügiges Ende der Förderung erneuerbarer Energien. Kommende Woche wird die schon länger gehandelte Zahl von einem Cent Erhöhung bei der Ökostrom-Umlage offiziell.

Aus der Ökostromumlage werden auch Solaranlagen und Windräder finanziert. Doch gut die Hälfte der Einnahmen aus der Umlage haben andere Zwecke: zum Beispiel den Ausgleich niedriger Börsenpreise und fester Einspeisepreise, oder Industrieprivilegien.

Die großen Energiekonzerne wollen ihr überkommenes fossiles Geschäftsmodell verteidigen. Die Lobbyisten der erneuerbaren Energien verlieren sich im Kampf um überkommene Privilegien.

Von Dagmar Dehmer

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) und ihre Aufsichtsbehörde haben ihren strikten Kurs bei der Genehmigung von Windkraftanlagen verteidigt. Insbesondere rund um die bundesweit 64 Funkfeuer dürften in die international vorgeschriebene 15-Kilometer-Schutzzone nur noch in genehmigten Ausnahmefällen neue Windkrafträder gebaut werden, erklärten Vertreter der bundeseigenen DFS und des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung (BAF).

Die Chemiebranche hat die Parteien in den Koalitionsverhandlungen aufgefordert, für einen „Kostenstopp“ in der Energiewende zu sorgen. „Die Förderung für Neuanlagen der Erneuerbaren Energien muss mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden“, sagte der Präsident des Branchenverbands VCI, Karl-Ludwig Kley, am Mittwoch in Berlin.

Industrie-Idylle. Direkt am Ufer des Rheins steht in Duisburg das Thyssen-Krupp-Stahlwerk. Ohne die Befreiung von der EEG-Umlage wäre die Stahlproduktion hierzulande kaum noch rentabel. Foto: dpa

Die EU-Kommission erhöht den Druck auf die deutsche Energiepolitik und vor allem das EEG.

Von Christopher Ziedler

Noch immer fehlt ein Weckruf angesichts des fortschreitenden Klimawandels. Aber eine erfolgreiche deutsche Energiewende wäre ein gutes Argument. Es wäre eine Katastrophe, wenn eine künftige große Koalition das alte Energiesystem lediglich mit erneuerbaren Energien anreichern wollte.

Von Dagmar Dehmer
Mehr Windstrom soll es durchaus geben. Aber dann, wenn er nachgefragt wird, und nicht mehr zu garantierten Preisen. Foto: p-a/dpa

Ökostrom soll sich künftig auf dem Markt durchsetzen. Die Energiebranche macht der nächsten Regierung Vorschläge für das Gelingen der Energiewende und die Reform des EEG.

Von Alfons Frese
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