„Energiewende als Vorbild“ vom 30. September Die globale Temperatur erwärmt sich schneller als je zuvor in einem Erdzeitalter“ schreibt Dagmar Dehmer.
Energiewende
Als unser US-Korrespondent nach Washington zog, regierte noch Rot-Grün. Jetzt, bei seiner Rückkehr, stellt er fest: Das Misstrauen der Deutschen gegen die Wirtschaft und ihr Glaube an den Staat sind sogar noch größer geworden.
Neue Kernkraft: Warum die deutsche Energiewende für die Briten kein Vorbild ist

Sozial- und Umweltverbände fordern gemeinsam: Armen muss durch Wohngeld und höhere Hartz-IV-Sätze geholfen werden.

Die Briten bauen neue Atomkraftwerke. Denn die deutsche Energiewende halten sie für falsch. Was nicht heißt, dass Wind und Wasser nicht genutzt würden. Aber den deutschen Perfektionismus wollen sie nicht nachahmen.

Das Klima war gut, sagen Union und SPD über den Auftakt ihrer Koalitionsgespräche. Aber zu einer Koalition ist es ein weiter Weg.
Aus Neuenhagen wird das Hochspannungsnetz in sieben Ländern gesteuert. Windstrom macht das schwieriger. Ein Besuch im Hochsicherheitstrakt

Die Energiewende stockt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer verlangen nun gemeinsam neue Regeln - sie fürchten um Arbeitsplätze

Brandenburger Regionalforscher untersuchen die Energiewende mit mehreren Projekten in der Region
Wie die Energiewende vor ihrem eigenen Erfolg gerettet werden kann.

Die Koalitionspartner CDU, CSU und SPD richten sich auf Verhandlungen bis November ein. Doch die werden kompliziert: Schon wer über was debattieren darf, könnte riskante Festlegungen enthalten. Und die SPD hat sich noch ganz besondere Fesseln auferlegt.

Sie haben vieles nicht gemacht, was sie hätten machen wollen: ein neues Dach, schöne Fliesen im Bad. Seitdem sie wissen, dass der Tagebau Garzweiler II auch ihren Wohnort Keyenberg fressen soll, sitzt das Ehepaar Pisters zwar nicht auf gepackten Koffern – aber es fühlt sich so an.

Während sich Union und SPD auf eine gemeinsame Regierung einstellen, wollen sich die Grünen jetzt nach allen Seiten öffnen.

Der Verteidigungsminister will mit einem Zwischenbericht zum Euro Hawk einen aufgeräumten Schreibtisch hinterlassen. Seine Zukunft in einer großen Koalition lässt er offen.

Hinter der Absage an die Union verbirgt sich eine ziemlich schlichte Wahrheit: Die Grünen haben sich nicht getraut. Sie begreifen auch nur ungern, was ihnen in der Wahl zugestoßen ist. Vor allem ignorieren sie eines: Ihren zeitweise Aufschwung verdankten sie Leihstimmen.
Der sächsische Linke-Politiker Heiko Kosel über die geteilte Kohlepolitik seiner Partei für die Lausitz

Die Energiewende verändert Berlin. Auch die Gasag positioniert sich nun mit einem CO2-neutraler Energieversorgung. Den Anfang macht der Euref-Campus.
Am 3. November entscheiden die Berliner darüber, wer künftig das Stromnetz betreibt. Vorher wird sich Vattenfall nicht zu Preisen äußern.

Von "ausufernden Kosten" sprechen die Stromkonzerne angesichts der steigenden Kosten für die EEG-Umlage. Doch die Kampagne gegen die vermeintlich unbezahlbare Energiewende ist grob irreführend. Der Skandal ist ein ganz anderer.

Auch wenn die Sondierungsgespräche zwischen Union und Grünen am späten Dienstagabend gescheitert sind, verschließen sich die Grünen nicht vor der Union.
Teure Energiewende? Strom derzeit so billig wie lange nicht.

Es wird wohl eine große Koalition. Langsam zeichnen sich auch die Themen ab, die in den Verhandlungen eine Rolle spielen werden. Vielleicht ist es gut, dass die Energiepolitik im Koalitionspoker bislang nicht auftaucht.

Fritz Brickwedde soll den Branchenverband führen. Der ehemalige Geschäftsführer der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gilt als gut vernetzt. Die Lobbyisten der bisherigen Gewinner und der bisherigen Verlierer der Energiewende rüsten vor der Regierungsbildung politisch auf.

Am Dienstag treffen sich CDU und Grüne zur zweiten Sondierungsrunde. Viele Berliner Politiker können sich Schwarz-Grün vorstellen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel spricht sogar von der "befruchtendsten" Koalition im Bund.

Weil Zukunftsangst die Parteien lähmt, scheint die Große Koalition für alle die bequemste Lösung zu sein. Mit Schwarz-Rot lässt sich der Status quo konservieren. Die machtpolitischen Weichen im Parteiensystem könnten derweil woanders gestellt werden.
Vielleicht ist es gut, dass die Energiepolitik im Koalitionspoker bislang keine Rolle spielt

Auf dem Gewerkschaftskongress der IG BCE treten die Protagonisten der großen Koalition auf. Zum Auftakt steht vor allem der europäische Umgang mit der Krise im Mittelpunkt.
„Der stille Kampf des Konzerns“ vom 30. September Über Vattenfall gibt es derzeit nichts Gutes zu berichten.
Immer im Oktober halten die Befürworter der Energiewende Verteidigungsreden – und die Gegner verlangen ein zügiges Ende der Förderung erneuerbarer Energien. Kommende Woche wird die schon länger gehandelte Zahl von einem Cent Erhöhung bei der Ökostrom-Umlage offiziell.

Die großen Energiekonzerne wollen ihr überkommenes fossiles Geschäftsmodell verteidigen. Die Lobbyisten der erneuerbaren Energien verlieren sich im Kampf um überkommene Privilegien.
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) und ihre Aufsichtsbehörde haben ihren strikten Kurs bei der Genehmigung von Windkraftanlagen verteidigt. Insbesondere rund um die bundesweit 64 Funkfeuer dürften in die international vorgeschriebene 15-Kilometer-Schutzzone nur noch in genehmigten Ausnahmefällen neue Windkrafträder gebaut werden, erklärten Vertreter der bundeseigenen DFS und des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung (BAF).

Vorstandschefs von zehn Energieversorgern in der EU fordern verlässliche Rahmenbedingungen. Die Bosse treffen sich Treffen mit Merkel und Hollande - und haben drei zentrale Anliegen.
Die Chemiebranche hat die Parteien in den Koalitionsverhandlungen aufgefordert, für einen „Kostenstopp“ in der Energiewende zu sorgen. „Die Förderung für Neuanlagen der Erneuerbaren Energien muss mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden“, sagte der Präsident des Branchenverbands VCI, Karl-Ludwig Kley, am Mittwoch in Berlin.

Die EEG-Umlage steigt im kommenden Jahr voraussichtlich um einen Cent je Kilowattstunde. Die Deutschen sparen beim Heizen.

Klimaschutz, Energiewende, Integrations- und Flüchtlingspolitik: Die Vorstellungen der Grünen und der Union lägen bei vielen Themen „sehr weit auseinander“, meint die frühere Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt. Sie zeigt sich skeptisch in Hinblick auf Sondierungsgespräche.

Die EU-Kommission erhöht den Druck auf die deutsche Energiepolitik und vor allem das EEG.

Bundespräsident Joachim Gauck hielt auf dem Festakt zur Deutschen Einheit in Stuttgart am 3. Oktober 2013 die folgende Rede.
Noch immer fehlt ein Weckruf angesichts des fortschreitenden Klimawandels. Aber eine erfolgreiche deutsche Energiewende wäre ein gutes Argument. Es wäre eine Katastrophe, wenn eine künftige große Koalition das alte Energiesystem lediglich mit erneuerbaren Energien anreichern wollte.

Die künftige Bundesregierung darf nicht weiter auf Sicht fahren. Sie muss endlich anpacken, was getan werden muss. Die Themen: Bildung, Rente, Europa.

Ökostrom soll sich künftig auf dem Markt durchsetzen. Die Energiebranche macht der nächsten Regierung Vorschläge für das Gelingen der Energiewende und die Reform des EEG.