
Die Grünen haben schon immer gegen Kernkraft gekämpft – einfach zustimmen können sie dennoch nicht. Das Führungsquartett muss auf den Sonderparteitag warten.

Die Grünen haben schon immer gegen Kernkraft gekämpft – einfach zustimmen können sie dennoch nicht. Das Führungsquartett muss auf den Sonderparteitag warten.
"Die Gesellschaft möchte den Konsens", sagt Norbert Röttgen. Es ist seine Art, der CDU zu verstehen zu geben: Ich hatte recht. Doch ein Sieg ist der Atomausstieg für den Umweltminister trotzdem nicht

Andreas Eckert, Chef der Berliner Medizintechnikfirma Eckert&Ziegler, spricht im Interview über den Atomausstieg.

"Wir müssen völlig neue Technologien entwickeln", schreibt Peter Gruss, der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel. Nur mit mehr Forschung lösen wir die Energiefrage.

Die Bundeskanzlerin freut sich in Washington zu Recht über die Freiheitsmedaille, stellt ihren Koalitionspartner in Berlin kühl ins Abseits und verschwendet kein Wort an die Seelenleiden ihrer Partei.
Der Bundestag berät und wird beraten – von Experten aus der Atomlobby

Während sich die FDP von den Atom-Beschlüssen distanziert, fordert die Union die Liberalen auf, zu gemeinsam getroffenen Entscheidungen zu stehen. Das eigentliche Konfliktthema lauert aber noch im Hintergrund.

Das Kabinett besiegelt die Beschlüsse zur neuen Energiepolitik – die zuständigen Minister aus der CDU, CSU und FDP sind unterschiedlich stolz auf sich.
Frankreich ist die größte Atomnation in Europa, der Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion liegt bei rund 80 Prozent – und dabei soll es auch bleiben.
Zehn Atomkraftwerke ließen sich ohne ein einziges Ersatzkraftwerk stilllegen, wenn Deutschland seine Energie effizient verwenden würde. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff).
Viel Wind um deutsche Technik in Amerika: Wie Siemens den USA bei der Rückgewinnung der verlorenen Industriebasis hilft

Der Mieterbund-Präsident Franz-Georg Rips spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über steigende Mieten und warnt davor, die Kosten des Atomausstiegs einseitig auf die Mieter abzuwälzen.

Dresden – „Waschen statt duschen“ steht auf einem der grünen Zettel, die Kirchentagsgäste an die „Speaker’s Corner“ auf dem Dresdner Neumarkt geklebt haben. Auf einem anderen ist zu lesen: „Statt Kohle aus China lieber sichere Atomkraftwerke“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat klargemacht, dass jedem Atomkraftwerk ein Enddatum zugeordnet und somit eine stufenweise Abschaltung bis 2022 garantiert wird.

Die Regierungspartner CSU und FDP entzweien sich über die Energiewende des Ministerpräsidenten

Cem Özdemir will mit der Regierung über einen früheren Atomausstieg ohne Hintertüren verhandeln. Der Grünen-Chef über die Bedingungen der Energiewende - und die Glaubwürdigkeit der Regierung.

Die Bundesregierung muss sich bei ihrem Versuch, die Bundesländer für ihr Konzept zum Atomausstieg zu gewinnen, auf Widerstand auch aus den eigenen Reihen einstellen.

Die Stromkonzerne machen Ernst: Eon zieht als erster der vier Atomkraftbetreiber wegen der schwarz-gelben Ausstiegspläne vor Gericht. Auch der von der Koalition angestrebte breite Konsens wackelt.
Der 33. Evangelische Kirchentag ist so politisch wie lange nicht mehr

In der Atomfrage sind wir eine Ausnahme unter den großen Industrienationen. Der zweite Ausstieg verdammt die politischen Kritiker des ersten, den Sonderweg zur Pioniertat zu machen.
Die schwarz-gelbe Koalition will bis spätestens 2022 alle deutschen Kernkraftwerke abschalten. Union und FDP folgen damit im Wesentlichen der Ethikkommission, die ihre Empfehlungen für einen neuen Energiekonsens am Montag offiziell präsentierte.

Jürgen Hambrecht ist Mitglied der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung. Bis Anfang Mai war er acht Jahre lang Chef des weltgrößten Chemiekonzerns BASF. Im Interview spricht er über den Atomausstieg.

Die Koalition folgt in ihren Grundsatzbeschlüssen zum Atomausstieg in vielen Punkten den Empfehlungen der Ethikkommission - aber nicht in allen.
Am 6. Juni will das Bundeskabinett die Energiewende festzurren. Die deutschen Meiler sollen vom Netz - aber nicht alle sofort.
Die Ethikkommission hat eine gute Basis für einen neuen Atomkonsens vorgelegt. Ein Ausstieg in zehn Jahren oder früher und die Empfehlung, die sieben ältesten Atomkraftwerke plus Krümmel stillzulegen, sind eine gute Ausgangslage für eine tatsächliche Energiewende.
Die schwarz-gelbe Koalition will bis zum Jahr 2022 endgültig aus der Atomenergie aussteigen. Der Großteil der Meiler soll bis 2021 vom Netz. Auf dieses Modell verständigten sich die Koalitionsspitzen in der Nacht zum Montag im Kanzleramt.
Sie will einen Ausstieg in zehn Jahren. Dabei soll niemand verlieren. Was genau rät die Ethikkommission der Bundesregierung?
Bundeskanzlerin Angela Merkel setzte die „Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung“ im März 2011 ein. Sie soll auf Wunsch Merkels helfen, einen gesellschaftlichen Konsens zum Atomausstieg zu finden und eine „Energiewende mit Augenmaß“ einzuleiten.
Ein Fahrplan für die Abschaltung von Atommeilern ist unabdingbar. Es muss Enddaten für Akw geben, damit in erneuerbare Energie investiert wird.
Vor dem Treffen der Koalitionsspitzen gibt es einen Streit um den Atomausstieg und das Gesetz für erneuerbare Energien. Doch die Zeit drängt. Schon Anfang Juni sollen die Regierungsvorschläge dem Parlament vorliegen.

Die Ethikkommission empfiehlt der Bundesregierung, bis 2021 komplett aus der Atomkraft auszusteigen. Am Samstag demonstrierten zehntausende Kernkraftgegner in zahlreichen Städten.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen über den Atomausstieg, die Glaubwürdigkeit der Union – und zu wenig Frauen in den Konzernspitzen.
Er hat für die Atomkraft gekämpft und gewonnen. Doch als Volker Kauder von Fukushima hörte, wusste er, dass der Sieg keiner war. Prompt zog der Chef der Unionsfraktion in eine neue Schlacht – diesmal auch gegen sich selbst.
Vieles deutet darauf hin, dass Union und FDP das Aus für alle Atommeiler innerhalb von rund zehn Jahren besiegeln könnten. In Berlin und 20 anderen Städten sind tausende Menschen für einen raschen Atomausstieg auf die Straße gegangen.
Gibt es beim Atomausstieg einen "Deal" mit den Konzernen? Die Regierung erwägt die Abschaffung der Atomsteuer, damit die Konzerne mehr in Ökoenergien investieren können. Doch in der FDP und bei Unions-Haushältern gibt es Widerstand dagegen.

Auf dem Festakt zum 20-jährigen Jubiläum der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat Angela Merkel eine "alternative Wohlstandsmessung" gefordert. Zum Atomausstieg wollte sie nichts sagen.
Gegen zeitliche Festlegungen beim Atomausstieg hat sich der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gewandt. „Es ist zwar gut, die politischen Eckpunkte jetzt zu verabschieden.

Angela Merkel und die CDU haben keine Erzählung mehr, die über das Auf und Ab von Themen und Stimmungen Halt und Sinn vermitteln könnte. Die Unkalkulierbarkeit der Großstadt ist mittlerweile exemplarisch für die Wähler in Stadt und Land.
Hans-Peter Keitel, Präsident der deutschen Industrie, über die Energiewende, das Verschieben der Klimaziele und Hilfe für Griechenland
Dass Erdgas eine wichtigere Rolle in unserer Energieversorgung spielen wird, gilt als ausgemacht. Gaskraftwerke erzeugen im Vergleich zu Kohlekraftwerken relativ sauberen Strom.
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