Worüber die Republikaner sich Sorgen machen

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Vorwahlen in den USA : Romney nur Dritter in Alabama

Die 50 Delegierten in Alabama und 40 in Mississippi werden proportional zum Ergebnis verteilt. Und da die prozentualen Abstände in beiden Staaten gering sind, kann Santorum Romneys Vorsprung in der Delegiertenzählung kaum verringern. Nach der Berechnung des angesehenen Internetportals Realclearpolitics führt Romney nun mit 476 Delegierten vor Santorum (299), Gingrich (140) und Paul (64).

Für die Nominierung sind 1144 Delegierte nötig. Unter Republikanern wächst die Sorge, dass kein Kandidat in den verbleibenden Vorwahlen genug Delegierte erobern kann, um die Zahl zu erreichen und die Partei eine so genannte „brokered convention“ erlebt, in der darüber verhandelt werden muss, wer die Partei als Spitzenreiter in die Wahl führt

Santorum und Gingrich geben unter der Hand zu, dass sie keine Aussichten haben, Romney bei der Delegiertenzahl zu überholen. Ihr Ziel ist es, die Zweifel an ihm zu verstärken und dank ihrer eigenen Delegiertenzahl eine starke Verhandlungsposition zu erreichen.

Kommentatoren geben allerdings zu bedenken, dass die Partei sich schlecht gegen den Willen der Basis stellen kann, wenn Romney zwar die Zahl 1144 verfehlt, aber dennoch der Kandidat mit den bei weitem meisten Delegierten ist. Im Ergebnis werde Romney nicht verhindert, sondern geschwächt in die Auseinandersetzung mit Obama geschickt.

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