1:3 gegen Ingolstadt : Eisbären Berlin verlieren vor Anschutz' Augen

Den Berliner Eishockeyklub plagen Verletzungssorgen, trotzdem zeigen die Eisbären gegen den ERC Ingolstadt eine ordentliche Leistung.

Lief diesmal nicht. Berlins Cheftrainer Clement Jodoin und sein Team verlieren gegen Ingolstadt.
Lief diesmal nicht. Berlins Cheftrainer Clement Jodoin und sein Team verlieren gegen Ingolstadt.Foto: Paul Zinken/dpa

Vielleicht lag es daran, dass es die Spieler der Eisbären Berlin am Sonntagnachmittag besonders gut machen wollten. Beim 1:3 (0:1, 1:1, 0:1) wirkten sie gegen den ERC Ingolstadt doch etwas übermotiviert. Schließlich schaute ihr großer Chef vorbei: Milliardär Philip Anschutz, der sonst eher selten von Denver nach Berlin fliegt. Er war wegen der Eröffnung des Areals rund um seine Halle anwesend, das inzwischen völlig zugebaut ist. Gefunden hat der Eigner die Arena am Sonntag aber trotzdem. Er und 13 216 Zuschauer sahen dann, dass die Eisbären doch erhebliche Mühe mit dem Tabellendritten der Deutschen Eishockey-Liga aus Bayern hatten.

Mit drei Siegen in Serie trat Berlin an – und mit der Erkenntnis, im Powerplay nun ganz gut dabei zu sein. Das jedenfalls hatte sich am Freitag beim 3:1 in Krefeld gezeigt. Nach dem holprigen Saisonstart scheint Trainer Clement Jodoin bei der taktischen Ausrichtung seines Teams ein großes Stück weitergekommen zu sein. Und das ist angesichts der personellen Situation nicht einfach. Am Sonntag fehlte neben sechs Verletzten auch noch Kapitän André Rankel.

Ohne vier komplette Sturmreihen gingen die Berliner das hohe Tempo der Gäste trotzdem mit. Die Bayern hatten aber spielerische Vorteile und erzielten nach einem Fehler von Florian Kettemer durch David Elsner im ersten Drittel die Führung. Brett Olson gelang dann im zweiten Abschnitt das 2:0 für Ingolstadt, ein Powerplaytor von Danny Richmond brachte die Berliner ins Spiel.

Aber Ingolstadt verteidigte geschickt. Und nachdem die Berliner Torwart Kevin Poulin zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen hatten, erhöhte Jerry D’Amigo auf 1:3 – 1,6 Sekunden vor Schluss. Trainer Jodoin resümierte: „Es war ein gutes Spiel, das hätte auch andersrum ausgehen können. Angesichts der vielen Verletzten bei uns war das ein starker Auftritt von meinen Spielern.“

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