Alba Berlin in der Euroleague : Olympiakos Piräus erteilt eine Lehrstunde

Nach zwei Siegen in Folge in der Euroleague unterliegt Alba Berlin klar gegen Piräus. Die Berliner müssen dabei gleich auf vier wichtige Spieler verzichten.

Albas Luke Sikma (l.) kämpfte wie immer. Doch Gegner Piräus war zu stark.
Albas Luke Sikma (l.) kämpfte wie immer. Doch Gegner Piräus war zu stark.Foto: Andreas Gora/dpa

Der Albatros hatte wie immer sein Trikot an und wuselte schon lange vor dem ersten Sprungball in der Halle herum. Die nötige Größe bringt das gefiederte Maskottchen von Alba Berlin mit und an der Fitness mangelt es dem Vogel offensichtlich auch nicht. So fehlte wahrscheinlich nicht viel und Aito Garcia Reneses hätte sich tatsächlich nach den Basketball-Fertigkeiten des Albatros erkundigen müssen. Doch irgendwie gelang es dem Berliner Trainer auch so, trotz der massiven Verletzungsprobleme zwölf einsatzbereite Basketballer zusammenzubekommen.

Das war dann aber auch eine der wenigen guten Nachrichten an diesem Donnerstagabend. Denn Albas geschwächtes Team hatte im Euroleague-Heimspiel gegen Olympiakos Piräus nicht den Hauch einer Chance und unterlag 80:99 (17:30, 21:25, 19:21, 23:23). Damit ist die kleine Berliner Erfolgssträhne auf internationalem Parkett nach zwei Siegen in Folge bereits wieder beendet.

Bei Alba fehlten vier wichtige Spieler

Bei Alba fehlten mit Peyton Siva, Stefan Peno, Tyler Cavanaugh und Johannes Thiemann gleich vier wichtige Spieler und besonders die Verletzungen der beiden Center konnten die Gastgeber nicht kompensieren.

Olympiakos bestimmte das Spiel von Beginn an, ganz zur Freude der zahlreichen griechischen Fans in der spärlich gefüllten Arena am Ostbahnhof. Immer wieder konnten die Gäste in Korbnähe einfach punkten und da auch ihre Distanzwürfe sehr präzise waren, erspielten sie sich schnell eine zweistellige Führung.

Alba fand offensiv nur selten einen Rhythmus und wirkte müde. Tim Schneider und Makai Mason versenkten ein paar Dreier, Landry Nnoko rackerte unter dem Korb – mehr als kleine Zwischensprints kamen so aber nicht zustande.

Olympiakos blieb in allen Belangen überlegen und der rot-weiß gekleidete Gästeblock feierte nahezu ohne Pause. Schon vor der Halbzeit wuchs der Abstand zwischen beiden Mannschaften zwischenzeitlich auf mehr als 20 Punkte an und wurde nur noch unwesentlich kleiner. Mehr war für die müde, dezimierte Berliner Mannschaft an diesem Abend nicht möglich. Erfolgreichster Werfer bei Alba war Marcus Eriksson mit 16 Punkten.

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