• Medienkritik nach Nations-League-Pleite: Mats Hummels: "Wir werden behandelt wie Vollamateure"

Medienkritik nach Nations-League-Pleite : Mats Hummels: "Wir werden behandelt wie Vollamateure"

Dem deutschen Innenverteidiger platzte nach der Pleite gegen die Niederlande der Kragen. Der Grund: Er fühlt sich von den Medien ungerecht behandelt.

Verschnupft. Mats Hummels geigte der Presse seine Meinung.
Verschnupft. Mats Hummels geigte der Presse seine Meinung.Foto: MIS

Mats Hummels stapfte nach der 0:3-Niederlage in der Nations League gegen die Niederlande in die Mixed Zone der Amsterdamer Johan-Cruyff-Arena. Dem 29-Jährigen war anzumerken, wie geladen er war. „Wir bekommen jetzt wieder auf die Fresse, aber heute haben wir uns nichts vorzuwerfen“, sagte der Innenverteidiger, der eine große Chance hatte - ansonsten aber selbst nicht den besten Tag erwischt hatte.

Darauf angesprochen, ob er nun Kritik erwarte, lederte er los. "Es wird ja momentan auf alles und jeden drauf geschossen, es ist respektlos meiner Meinung nach. Es ist tatsächlich respektlos vor dem, was die Spieler immer noch zeigen. Es ist ja nicht so, dass wir hier irgendwie in der Vergangenheit leben", haute der Weltmeister von 2014 auf den Tisch.

Und einmal in Fahrt, ließ er sich nicht mehr bremsen. "Es ist ja immer noch so, dass wir eine wirklich gute Mannschaft haben. Dass wir in dem, was wir machen - jetzt versuche ich ein Wort zu vermeiden, das ihr mir um die Ohren haut - mit die Besten sind, in dem, was wir machen", sagte Hummels, um mit dem Statement zu enden, das derzeit durch eben jene Medienlandschaft geistert, die er kritisiert: "Wir werden teilweise behandelt, wie Vollamateure. Aber damit müssen wir leben. Das wird im Fußball immer so bleiben, dass dann von Medien und von Fans respektlos mit uns umgegangen wird."

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Hummels' Medienkritik: 'Werden behandelt wie Vollamateure'
Hummels' Medienkritik: 'Werden behandelt wie Vollamateure'

Und nachdem er das Stadion verlassen hatte, meckerte Hummels auf Twitter weiter. „Kritisiert ruhig, liebe „Journalisten“, aber zitiert wenigstens richtig“, schrieb der 29-Jährige, "sonst hat das mit Seriosität nichts zu tun.“ (Tsp)

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