Janker könnte schon im Pokal wieder auflaufen

Seite 2 von 2
Nur keine Panik : Hertha verzichtet auf Neuverpflichtungen

Seit Ende vergangenen Jahres war spekuliert worden, ob Hertha als Ersatz für den am Kreuzband verletzten Maik Franz noch einen Verteidiger engagieren würde. Trainer Skibbe, der nach den Weihnachtsferien seine Arbeit in Berlin aufgenommen hat, legte sich schon nach wenigen Tagen fest: Er sehe keinen Bedarf – vorausgesetzt alle Abwehrspieler bleiben gesund. Doch genau das sind sie eben nicht mehr. Christoph Janker hat sich am Wochenende bei der 1:2-Niederlage gegen den Hamburger SV den Jochbeinbogen gebrochen, Roman Hubnik hat am Dienstagnachmittag nach seiner Knieprellung immerhin erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert und ist für das Spiel am Samstag gegen Hannover wieder einsatzbereit – dafür hat sich nun Christian Lell verletzt abgemeldet.

Dass der Rechtsverteidiger gegen Hannover ausfallen würde, stand bereits seit dem Wochenende fest; Lell sah wie Kapitän Andre Mijatovic die fünfte Gelbe Karte und ist deswegen gesperrt. Doch auch danach wird der frühere Münchner erst einmal fehlen. Lell wird von einer Muskelverletzung im Oberschenkel geplagt. Immerhin: Der Verdacht auf einen Muskelbündelriss bestätigte sich nicht. Herthas Mannschaftsarzt Gerd Schleicher diagnostizierte einen leichten Muskelfaserriss. In zwei Wochen könne Lell wieder auf dem Platz stehen.

Mit Lell, Janker, Franz und der Nachwuchskraft Alfredo Morales haben die Berliner vier Spieler in ihrem Kader, die den Platz rechts in der Viererkette besetzen können. Fürs Erste bleibt davon nur der unerfahrenste übrig: Alfredo Morales, 21 Jahre alt und bisher – bei zwei Kurzeinsätzen – ganze 54 Minuten in der Bundesliga zum Einsatz gekommen. Doch nach den Eindrücken aus der Vorbereitung fürchten weder Preetz noch Skibbe, dass Morales mit der Aufgabe überfordert sein könnte. „Alfredo zeigt, dass er in die Startelf drängt“, sagte Herthas Manager.

Natürlich habe man sich mit Neuverpflichtungen befasst, berichtete Preetz, „aber einen Transfer macht man nicht für zwei oder vier Wochen, sondern nur, wenn alles passt“. Das ist bei Hertha schon aus finanziellen Gründen geboten. Außerdem hofft Preetz, dass sich die Personalsituation schon bald merklich entspannt. Christoph Janker soll im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Mittwoch wieder zur Verfügung stehen und mit einer Gesichtsmaske spielen. „Der brennt, der will unbedingt“, sagt Preetz. Wenn es nach Janker ginge, wäre er sogar am Samstag gegen Hannover schon wieder dabei. Aber Spieler, die länger ausfallen, weil sie zu früh zu viel wollen, kann sich Hertha im Moment einfach nicht leisten.

Artikel auf einer Seite lesen
Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

51 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben