Olympische Spiele in Pyeongchang : Genug gerodelt

Das IOC denkt über weitere Rodel-Wettbewerbe nach. Fehlt eigentlich nur noch, dass irgendwann auch Wok-Rodeln olympisch wird. Ein Kommentar.

Dajana Eitberger gehört zu den besten deutschen Rodlerinnen.
Dajana Eitberger gehört zu den besten deutschen Rodlerinnen.Foto: Tobias Hase/dpa

Weltweit gibt es 17 Bob- und Rodelbahnen – allein vier davon hierzulande. Kein Wunder, dass Deutschland in Pyeongchang wieder einmal die führende Rodelnation stellt. Von den zwölf Medaillen holten die Deutschen sechs, drei der vier goldenen inklusive. Insgesamt hat Deutschland seit Rennrodeln 1964 olympisch wurde, unfassbare 78 Medaillen gewonnen, 30 mehr als alle anderen Nationen zusammen.

Künftig könnte diese Bilanz sogar noch ausgebaut werden, denn das IOC denkt über weitere Rodelwettbewerbe nach. Der bereits im Weltcup ausgetragene Sprint gehört dazu, genau wie ein Doppelsitzer bei den Frauen. In Altenberg, Oberhof, Königssee und Winterberg lösen derartige Ideen Begeisterung aus, und die künftigen Olympia-Gastgeber können sich zumindest über eine bessere Auslastung der teuren Bahnen bei Winterspielen freuen.

Sportlich allerdings wären weitere Wettbewerbe fragwürdig. Weltweit gibt es wohl nicht viel mehr als 100 Menschen, die Rennrodeln wettkampfmäßig betreiben. Dass mehr Wettbewerbe zu mehr internationaler Leistungsdichte führen, ist nicht zu erwarten. Trotzdem geht das IOC noch weiter. Auch Naturbahnrodeln darf sich offenbar wieder Hoffnungen auf die Aufnahme ins Olympiaprogramm machen.

Fehlt eigentlich nur noch, dass irgendwann Wok-Rodeln olympisch wird. Dass Stefan Raab deswegen bereits mit Thomas Bach gesprochen haben soll, ist allerdings nur ein Gerücht.

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