PSG-Niederlage gegen Real Madrid : Draxler sauer: "Es ist schwer zu akzeptieren"

Wie im Vorjahr scheitert Paris Saint-Germain bereits im Achtelfinale des Wettbewerbs. Julian Draxler wird erst spät eingewechselt – und macht seinem Ärger Luft.

Julian Draxler (r.) nach dem Aus gegen Real Madrid.
Julian Draxler (r.) nach dem Aus gegen Real Madrid.Foto: AFP

Mit säuerlicher Miene stand Julian Draxler nach dem Abpfiff vor dem Fanblock im Prinzenpark und klatschte nur zögernd in die Hände. Im TV-Studio brach der Frust über das klägliche Scheitern der Pariser Multi-Millionen-Truppe in der Champions League aus dem deutschen Fußball-Nationalspieler dann heraus. „Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir so sang- und klanglos ausgeschieden sind“, moserte der 24-Jährige im ZDF nach dem 1:2 von Paris Saint-Germain gegen Real Madrid am Dienstagabend.

Draxler gestand: „Jeder hat gespürt, dass das Spiel nicht mehr kippen wird.“ Er konnte nicht verstehen, dass seine schon avisierte Einwechslung kurz nach dem Treffer von Edinson Cavani zum 1:1 (72.) so lange auf sich warten ließ. „Ich war überrascht und ein bisschen sauer“. Er habe „auf die Tube drücken wollen“. Doch seinen Kollegen sprach er den großen Willen zur Wende ab: „Alle haben das Spiel gesehen. Wir haben uns den Ball ordentlich hin und her geschoben. Aber dafür kannst du dir nichts kaufen.“

"Umbruch ist immer so ein Wort"

Die logische Frage nach einem bevorstehenden Umbruch des aus Katar finanzierten Spitzenkaders nervte Draxler. „Umbruch ist immer so ein Wort. Wir haben im Sommer schon 400 Millionen in die Hand genommen“, erinnerte er an die Mega-Investitionen der Franzosen, die nicht den gewünschten internationalen Erfolg gebracht haben. Für Trainer Emery Unai - im Vorjahr im Achtelfinale beim legendären 1:6 in Barcelona schon gescheitert - brechen auf jeden Fall schwere Zeiten in Paris an.

Bundestrainer Joachim Löw wunderte sich schon in der Halbzeitpause über die taktische Ausrichtung der Pariser, mit drei eher defensiven Mittelfeldkräften. Die Offensivabteilung, ohne den verletzten Neymar, aber mit Cavani, Angel de Maria und Kylian Mbappé immer noch sehr prominent besetzt, bekam kaum Zuspiele.

Real muss nicht an die Grenzen gehen

Titelverteidiger Real musste nach dem 3:1 im Hinspiel diesmal nicht an die Grenzen gehen. Die Tore von Cristiano Ronaldo (52.) und Casemiro (80.) waren logische Konsequenz eines souveränen Auftritts der Königlichen. „Wir sind sehr zufrieden. Das war eine große Partie von uns“ sagte Real-Kapitän Sergio Ramos. „Wir hatten eine gute Ausgangsposition, aber wir haben auch gut gespielt. Ich würde sagen: Madrid ist zurück. Aber gewonnen haben wir noch nichts“, blickte der Verteidiger dann doch schon ein wenig Richtung Finale am 26. Mai in Kiew. (dpa)

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