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Laut bisheriger Turnierstatistik wird Deutschland Weltmeister.

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WM 2014 - Zahlen und Fakten: Laut Turnierstatistik hat Deutschland gute Karten

Wer schießt die meisten Tore? Wer läuft am weitesten? Welches Team ist am teuersten? Im statistischen Vergleich der vier WM-Halbfinalisten liegt Deutschland vorn.

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw holt den WM-Titel - zumindest beim Blick in die Statistik. In sechs von zehn ausgewählten Kategorien führt Deutschland den Vergleich aller vier Halbfinalisten beim Weltturnier in Brasilien an. Der Gastgeber kann bislang auf keinem Feld überzeugen - und liegt nur in einer Negativ-Statistik vorn.

TORE: Für das meiste Spektakel sorgen die Niederländer mit zwölf Treffern und vier Gegentoren, Deutschland (10:3) und Brasilien (10:4) liegen annähernd gleichauf. Ergebnis-Minimalismus pflegt hingegen das Team um Lionel Messi: Bei Argentinien fielen in fünf Spielen gerade einmal elf Tore (8:3), dreimal gab es schon ein 1:0. Sieger: NIEDERLANDE

PARADEN: Die beste Quote der Torhüter weist Manuel Neuer auf. Der Bayern-Keeper entschärfte 85,7 Prozent der Schüsse auf sein Tor, gefolgt von Argentiniens Sergio Romero (82,4). Die anderen beiden fallen ab: Der Niederländer Jasper Cillessen hielt drei Viertel der Versuche, bei Brasiliens Julio Cesar waren es sogar nur 60 Prozent. Sieger: DEUTSCHLAND

PÄSSE: Das Team von Bundestrainer Joachim Löw ist der WM-Passkönig. 2938 Zuspiele in Richtung des Teamkameraden gab es, 80 Prozent fanden ihr Ziel. Diese Quote erfüllen auch Argentinien (2438) und die Niederlande (2031). Am wenigsten treibt Brasilien (1816) das Spiel voran und findet nur in sieben von zehn Fällen den Mitspieler. Sieger: DEUTSCHLAND

BALLBESITZ: Den dominantesten Auftritt beim Ballbesitz legt Argentinien mit einem Schnitt von 59 Prozent vor, begünstigt durch tiefstehende Gegner wie Iran, Nigeria und die Schweiz. Deutschland verlor auch nie sein Ballbesitz-Duell (58 Prozent), Brasilien kommt auf 53 Prozent, die Niederlande weisen eine ausgeglichene Bilanz auf. Sieger: ARGENTINIEN

BILANZ: Ohne Makel nach 90 oder auch 120 Minuten ist bislang nur Argentinien geblieben - fünf Spiele, vier Siege in regulärer Spielzeit und einer nach Verlängerung. Deutschland spielte gegen Ghana unentschieden und musste gegen Algerien in die Verlängerung, die Niederlande zitterten sich im Elfmeterschießen gegen Costa Rica durch. Brasilien trennte sich remis von Mexiko und setzte sich gegen Chile im Duell vom Punkt durch. Sieger: ARGENTINIEN

TORSCHÜSSE: Messi & Co. versuchen es pro Spiel 17,4 Mal, sind bei acht Treffern aber am ineffektivsten. Danach gibt Brasilien die meisten Torschüsse ab (16,4) gefolgt von den Niederlanden (15) knapp vor Deutschland (14,8). Umgerechnet auf den Erfolg zielt das Team von Louis van Gaal am genauesten. Sieger: NIEDERLANDE

FAIR PLAY: Deutschland und Argentinien sind am fairsten: Das Löw-Team begeht 57 Fouls und sieht viermal Gelb, bei den Südamerikanern sind es 54 unsportliche Vergehen und fünf Verwarnungen. Brasilien (96/10) und die Niederlande (91/7) mögen es gerne härter. Einen Platzverweis musste noch kein Halbfinalist hinnehmen. Sieger: DEUTSCHLAND UND ARGENTINIEN

LAUFLEISTUNG: Brasilien bestätigt auch in dieser Kategorie den Eindruck einer eher gemächlichen Spielweise. Nur 106,8 Kilometer ist der Gastgeber im Schnitt pro Spiel unterwegs. Argentinien kommt auf 109,6. Die Niederlande (114,8) unterliegen knapp der deutschen Mannschaft (115,3). Sieger: DEUTSCHLAND

TEAMWERT: Im Vergleich der Marktwerte der Startformationen aus dem Viertelfinale stellt Deutschland mit 305 Millionen Euro das kostspieligste Team. Trotz Top-Juwel Messi (120) liegt Argentinien 23 Millionen dahinter knapp vor Brasilien (277,5). Die jungen Niederländer kommen nur auf 122,75 Millionen - also etwa einen Messi. Sieger: DEUTSCHLAND

ERFAHRUNG: Am häufigsten stand bislang Deutschland unter den Top Vier. Bei 20 Weltmeisterschaften erreichte die Nationalmannschaft 13-mal das Halbfinale oder überstand die Zwischenrunde, dicht gefolgt von Brasilien mit seiner elften Teilnahme. Die Niederlande und Argentinien sind deutlich abgeschlagen (jeweils fünf). Sieger: DEUTSCHLAND

(dpa)

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