Zweite Tranche von Investor Windhorst : Hertha BSC erhält wohl in dieser Saison weitere 100 Millionen

Es ist nicht auszuschließen, dass noch 2019 mehr Geld von Investor Lars Windhorst fließt. Das bestätigte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller.

Dem Wachstum verpflichtet. Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller hat große Pläne.
Dem Wachstum verpflichtet. Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller hat große Pläne.Foto: Tom Weller/dpa

Hertha BSC rechnet mit weiteren 100 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst noch in dieser Spielzeit. Nach den ersten 125 Millionen Euro seiner Firma Tennor, mit der zunächst auch Verbindlichkeiten abgelöst wurden, soll die zweite Tranche bald fließen. „Zeitnah bedeutet für mich hier in der laufenden Saison. Auch das laufende Jahr würde ich nicht ausschließen“, sagte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. In den nächsten Spielzeiten soll beim Berliner Fußball-Bundesligisten verstärkt in den Kader investiert werden, um den Abstand zu den deutschen Spitzenklubs zu verkürzen.

Unabhängig von der sportlichen Krise des Teams von Trainer Ante Covic, das als Tabellenschlusslicht am Samstag auf den SC Paderborn trifft, treiben die Hertha-Chefs das Wachstum voran. Die derzeitigen 150 Millionen Umsatz pro Saison müssten relativ schnell gesteigert werden: „Absolut“, sagte Schiller. „Wir haben uns schneller entwickelt als der Markt. Wir sind mit 20 Prozent im Jahr gewachsen, der Markt mit ungefähr zehn Prozent. Aber natürlich: Wir sind dem Wachstum sozusagen verpflichtet. Das ist unser Weg. Sonst hätte doch auch die wirtschaftliche Partnerschaft gar keinen Sinn gemacht.“

Zur weiteren Entwicklung sei der geplante Neubau einer privat finanzierten, reinen Fußball-Arena unbedingt notwendig, betonte der Geschäftsführer. „Ich habe noch nie so viele Nachfragen von Finanzierungsinstituten, Banken sowie Versicherungen bekommen wie seit der Verkündung des Stadion-Bauplans“, sagte Schiller. Es gebe „drei sehr konkrete Angebote aus Deutschland, Frankreich, England, die wir quasi ziehen könnten“. (dpa)

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