Pop-up in Berlin : Browns macht Halt in Berlin

Die Modeboutique Browns aus London öffnet für drei Tage einen Pop-up-Shop in Berlin. Verkauft wird nicht nur Mode, es gibt auch Kunst und Musik.

Designerware statt Tiefkühlkost. Browns verkauft in einem ehemaligen Supermarkt in Mitte.
Designerware statt Tiefkühlkost. Browns verkauft in einem ehemaligen Supermarkt in Mitte.Foto: promo

Es soll ein Pop-up des 21. Jahrhunderts werden. So kündigt es die Edelboutique Browns aus London an. Es reicht ja schon lange nicht mehr, einfach nur für ein paar Tage Ware anzubieten, heute muss Einkaufen ein Erlebnis sein. Der klassische Einzelhandel ist für Browns immer noch sehr wichtig.  Immerhin ist das Stammgeschäft von Browns bald schon 50 Jahre in der South Molton Street in Mayfair. Heute gehört Browns zum Onlinehändler Farfetch, der durchaus eine gemischte Strategie fährt. Nicht nur der Onlineverkauf wird immer wichtiger, auch der stationäre Handel muss sich als Schaufenster und Präsentationsplattform weiterentwickeln. Im Falle von Browns sind das Pop-up-Läden, die denn Kunden aber mehr bieten sollen als nur schnöde Produkte.

Diese Pop-ups nutzt Browns nicht etwa, um lokal noch bekannter zu werden, sondern auch um international bekannter zu werden.  2017 eröffnete der erste „Browns Nomad“ in Ost-London, im vergangenen Jahr folgte Los Angeles und jetzt ist Berlin dran. Vom 14. bis 16. November kann man sich in einem ehemaligen Supermarkt in der Holzmarktstraße in Mitte anschauen, wie Einzelhandel der Zukunft aussehen könnte.

Alexander McQueen verkaufte zuerst bei Browns

Browns hatte immer schon ein Händchen für junge Designer. Die Schaufenster von Browns gehören zu den wichtigsten in London, viele junge Designer haben hier ihre Karriere begonnen. Zum Beispiel zeigte Hussein Chalayan (mehr zu ihm an diesem Wochenende auf der Modeseite des Tagesspiegels) hier zum ersten Mal seine Entwürfe – es war der Beginn seiner internationalen Karriere. Aber auch John Galliano und Alexander McQueen verkauften zuerst bei Browns.

Jetzt also gibt es zum ersten Mal für drei Tage eine Depandance in Berlin. Dabei wird das bewährte Prinzip der Zwischennutzung durch Diskussionsrunden, Installationen von Künstlern und Designern, Auftritten von Musikern und DJs erweitert. Für das Programm hat sich der Londoner Einzelhändler mit der Agentur "Reference Studios" einen Kenner der hiesigen Szene gesucht. Im Mai veranstaltete die Agentur ein Festival für Mode, Musik und Kunst in einem stillgelegten Parkhaus in Neukölln.

Browns kooperierte für seine Pop-ups schon mit Marken wie Burberry und Off-White. Dieses Mal ist unter anderem der niederländische Designer Duran Lantink aus Amsterdam dabei, der in diesem Jahr auf der Shortlist für den Modepreis der Luxusgruppe LVMH stand. Besucher können sich aus der Hand lesen lassen, bei Louis Loveless kann man sich tätowieren lassen und mit dem Streetwearblog Highsnobiety gibt es am Samstag eine Gesprächsrunde zum Thema „New Luxury“.

 

Vom 14. bis 16 November, geöffnet von 12 Uhr bis 20 Uhr,

Holzmarktstraße 66, Berlin-Mitte

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