Rente, Kindergeld, Porto : Das ändert sich zum 1. Juli

Midijobber dürfen mehr dazu verdienen, Familien mit geringen Einkommen bekommen höhere Kinderzuschläge. Welche Neuregelungen jetzt für Verbraucher gelten.

Standardbriefe kostn künftig 80 Cent - nicht die einzige Änderung, die der Juli mit sich bringt.
Standardbriefe kostn künftig 80 Cent - nicht die einzige Änderung, die der Juli mit sich bringt.Foto: Fabian Sommer/dpa

Für Familien und Rentner gibt es ab Juli mehr Geld. Außerdem dürfen Midijobber mehr dazu verdienen - allerdings steigt auch das Porto. Die wichtigsten Änderungen für Verbraucher im Juli:

Rente

Die gut 20 Millionen Rentner in Deutschland bekommen eine deutliche Erhöhung ihrer Altersbezüge. Im Westen steigen die Renten um 3,18 Prozent, in Ostdeutschland um 3,91 Prozent. Damit erreicht das Rentenniveau im Osten 96,5 Prozent des Westens.

Kindergeld

Eltern erhalten zehn Euro pro Kind mehr im Monat. Damit gibt es für das erste und zweite Kind jeweils 204 Euro, für das dritte Kind 210 Euro und für das vierte Kind und alle weiteren Kinder je 235 Euro monatlich.

Kinderzuschlag

Statt bisher 170 Euro bekommen Familien mit geringen Einkommen einen Kinderzuschlag von 185 Euro pro Monat und zwar zuzüglich zum Kindergeld. Beanspruchen können dies Elternpaare oder Alleinerziehende, die zwar genug Einnahmen für sich selbst haben, aber nicht genug, um auch für den gesamten Bedarf ihrer Familie aufzukommen. Kindeseinkommen etwa durch Unterhaltszahlungen mindert den Kinderzuschlag um 45 Prozent statt bisher 100 Prozent. Davon profitieren vor allem Alleinerziehende.

Midijob

Die Einkommensgrenze für den sogenannten Midijob wird angehoben. Bisher lag sie zwischen 450,01 Euro und 850 Euro - die Obergrenze steigt nun auf 1300 Euro. Midijobber haben weiter reduzierte Sozialversicherungsbeiträge. Sie erhalten aber ebenfalls ab Juli höhere Entgeltpunkte bei der Rente.

Pfändungsgrenze

Die Pfändungsgrenze steigt um 40 Euro an. Damit sind 1179,99 Euro künftig unpfändbar. Beim speziell für verschuldete Menschen gedachten Pfändungsschutzkonto sind 1178,59 Euro geschützt.

Porto

Ein Standardbrief der Deutschen Post kostet ab nächste Woche 80 Cent. Eine Postkarte im Inland 60 Cent. Auch das Porto für Kompaktbrief, Großbrief und Maxibrief steigt um jeweils zehn Cent. (AFP)

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