Alles Leben hat sein Recht: Das setzt sich durch
Geisteswissenschaften

Alles Leben hat sein Recht, nicht nur das der Menschen, sondern auch das der Tiere. Diese Ansicht setzt sich durch. Denn in den Geisteswissenschaften hat das Thema Konjunktur.

Leipziger Buchmesse: Eröffnung mit Ehrung.

Sicher, von Gleichheit zwischen Männern und Frauen kann keine Rede sein. Doch diese Geschichte ist nur ein Schauplatz einer viel umfassenderen Erzählung: Der Gerechtigkeit.
Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz mit einem neuen Preis für Geisteswissenschaften ausgezeichnet. Der 53-Jährige erhält den mit 25 000 Euro dotierten „Sibylle Kalkhof-Rose-Akademie-Preis“ für seine Verdienste um die Vor- und Frühgeschichte, wie die Preußenstiftung mitteilt.
Das Ende der letzten großen Eiszeit gilt als der jüngste Wendepunkt in der Erdgeschichte. Geologen diskutieren nun, ob es nicht an der Zeit sei, eine neue Epoche auszurufen: Das Anthropozän – die Menschenzeit.

Raus aus der Isolation: Graduiertenschulen stärken den Zusammenhalt junger Wissenschaftler und sollen zudem Plagiate in der Dissertation erschweren. Doch gute Betreuung garantieren auch sie nicht in jedem Fall..

Sternenkunde, Volksbildung und Propaganda: In den 125 Jahren seit ihrer Gründung hat sich die Berliner Urania immer wieder neu erfunden.

Auch fünf Jahre nach der Gründungsvereinbarung kommt die deutsch-türkische Universität in Istanbul nicht voran. Zwei Gründungsrektoren sind schon zurückgetreten, jetzt wird ein neuer türkischer Unileiter gesucht, der dem Projekt endlich zum Erfolg verhilft.
Das "Philosophie Magazin" und "Hohe Luft" - zwei Publikationen, ein Jubiläum: Was sich für acht Euro über Sinnsuche sagen lässt.

Zum Tod der slowenischen Dichterin Maruša Krese.
Ein geisteswissenschaftliches Studium eröffnet viele Chancen – Eigeninitiative ist gefordert.

Der Exilchinese Ha Jin hat einen Roman über den grausamen japanischen Überfall auf China von 1937 geschrieben.
Das Forum Transregionale Studien, eine Berliner Gründung mit turbulenter Geschichte, steuert in sicheres Fahrwasser. Vor einem Jahr standen die Finanzierung und damit der Fortbestand des Forums, das internationale Postdoktoranden zu Forschungsaufenthalten über regionalwissenschaftliche Themen nach Berlin holt, auf der Kippe.

Englisch ist die Weltsprache der Wissenschaft. Kritiker sehen das Deutsche in Forschung und Lehre bedroht. Verschiedene Initiativen setzen sich dafür ein, dass an den Hochschulen und in Laboren neben der lingua franca auch Deutsch gesprochen und geschrieben wird.
Nicht jeder, der einmal Reiseleiter wird, muss promoviert sein, sagt die Historikerin Ute Frevert. Produzieren die Unis zu viele Doktorierte? Eine Debatte über die Geisteswissenschaften und die Exzellenzinitiative
Ausnahmsweise möchte ich eine depressive Anwandlung öffentlich machen. Sie erwischte mich im Rathaus Charlottenburg, in dem auch eine öffentliche Bibliothek untergebracht ist.
Ohne große Sprachkenntnisse, aber überzeugt von der Notwendigkeit eines kulturellen Brückenschlags zog Max Beckmann 1947 in die USA und unterrichtete dort eine Nachkriegsgeneration junger Künstler. Im Geist dieser Unermüdlichkeit steht das neue Stipendium der American Academy.
Der Vizepräsident der Freien Universität, Werner Väth, ist am Montag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren verstorben. Das teilte die FU am Dienstag mit.
Evolution ist alles: der Philosoph Wolfgang Welsch über das Band zwischen Mensch und Welt.
Derzeit feilschen in Brüssel die EU-Mitglieder über das Budget der Staatengemeinschaft für die kommenden Jahre. Für die Wissenschaft steht viel auf dem Spiel: Der Vorschlag der EU-Kommission sieht bisher vor, 80 Milliarden Euro zwischen 2014 und 2020 für die Forschung auszugeben.
Wie Nachwuchsforscher erfolgreich für ihre Erfindungen werben.
Das 1992 vom französischen Staat in Berlin gegründete Centre Marc Bloch forscht zu den gesellschaftlichen Folgen der friedlichen Revolutionen von 1989. Jetzt sucht es neue Perspektiven, kürzlich wurde ein Projekt zu Europa in der Krise gestartet.

Die Potsdamerin Schriftstellerin Sigrid Grabner feiert heute ihren 70. Geburtstag
„Der Tag vor dem Abend“: Zum 80. Geburtstag des Literaturwissenschaftlers Harald Hartung.

Im Streit um ihre Dissertation hat sich der Doktorvater von Annette Schavan hinter die Bildungsministerin gestellt. Auch andere Akademiker rügen eine Vorverurteilung der Ministerin und fordern ein Zweitgutachten. Verfolgt die Uni Düsseldorf politische Absichten?

Mitreißend reden, kritisch nachfragen, Bourdieu lesen: Was gute Profs und gute Studis ausmacht. Eine Umfrage an den Berliner Unis zum Semesterstart.

Der Schriftsteller Ulf Erdmann Ziegler über Typografie, Katholizismus und seine Chancen auf den Deutschen Buchpreis.

Würde man der FU für die Umsetzung der Bologna-Reform ein Zeugnis ausstellen, dann stünde neben dem Punkt „englisches Diploma Supplements“ bestenfalls ein „Ausreichend“. Denn Abschlussdokumente gibt es regulär für viele nur auf Deutsch.

Der Deutsche Historikertag in Mainz widmet sich alten Konflikten um Ressourcen – und schürt neue.

Essen, schlafen, denken: Die „Quantified-Self-Bewegung“ vermisst sich mithilfe von Computern permanent selbst. Der Literaturprofessor Stephan Porombka sucht mit seinem Smartphone nach den Quellen seiner Kreativität. Er hat aufgeschrieben, wie sich das anfühlt.

Die deutschen Geisteswissenschaften hinken bei der Erforschung digitalisierter Texte hinterher. Jetzt entdecken auch sie die neuen Chancen – und deren Grenzen.
Ein neues Forschungsvorhaben der Humboldt-Uni untersucht Fotos, die keine sind, und Grafiken, die Forschern den Kopf verdrehen. Das geisteswissenschaftliche Projekt im Rahmen der Exzellenzinitiative baut dafür ein eigenes, interdisziplinäres Labor auf.

Die Wissenschaft soll der Politik mit ihrer Expertise helfen. Doch die wissenschaftliche Politikberatung bewegt nichts, kritisiert der Konstanzer Philosoph Jürgen Mittelstraß. Ein "vertraglich geregeltes Beratungsverhältnis" wie mit der Nationalen Akademie Leopoldina lehnt er ab.
Die Zahlen sind erschreckend: In den ingenieurwissenschaftlichen Fächern scheitern an den Universitäten 35 Prozent; entweder bestehen sie Prüfungen nicht, die für ein Weiterstudium Voraussetzung sind, oder sie geben von sich aus auf. An den Fachhochschulen sind die Zahlen nicht ganz so dramatisch: 20 Prozent erreichen nicht das Ziel.

Es braucht schon einen Tabubruch. Geklaut wird ja überall.“ Christine Anlauff über künstlerische Verbrecher, Rachefantasien und die Notwendigkeit einer Leiche Das Schöne ist, ich kann dieser Rachefantasie frönen, sie zum Mord weiterspinnen.“

Wer jetzt keinen Studienplatz bekommen hat, muss nicht verzweifeln. Es gibt auch jetzt noch Wege zum Studium - etwa, indem man sich in ein NC-freies Fach einschreibt oder beim Losen einen Platz gewinnt.

Auch die LMU München will den vollen Tenure Track: Wenn junge Forscher sich bewähren, sollen sie in mehreren Schritten auf eine W3-Professur auf Lebenszeit aufsteigen. Auf die Juniorprofessur will LMU-Präsident Huber verzichten.
Und noch mal die Liebe: Katrin Seddigs „Eheroman“.
Wettbewerb, Speed-Recruiting, Krimidinner: Arbeitgeber suchen mit originellen Aktionen im In- und Ausland nach Nachwuchs.