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„Arschloch“ und „Lügensenator“ : Gunnar Lindemann beleidigt Andreas Geisel

Berlins Innensenator spricht den AfD-Politiker Lindemann auf seine falschen Behauptungen zu Grabschändungen an. Der beschimpft ihn daraufhin übelst.

Direkt gewählt. Gunnar Lindemann aus Marzahn-Hellersdorf sitzt für die AfD im Abgeordnetenhaus.
Direkt gewählt. Gunnar Lindemann aus Marzahn-Hellersdorf sitzt für die AfD im Abgeordnetenhaus.Foto: Jens Jeske/Imago

Der AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann hat Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) während der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses am Donnerstag beleidigt. Dem Vernehmen nach titulierte Lindemann Geisel als „Arschloch“ und „Lügensenator“.

Zwar war der Zwischenruf nicht bis auf die Pressetribüne hörbar gewesen und auch das Präsidium des Parlaments hatte ihn nicht vernommen. Mehrere Parlamentarier bestätigten dem Tagesspiegel aber die Wortwahl Lindemanns.

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Zum Zeitpunkt der Beleidigung hat Innensenator Geisel eine mündliche Anfrage aus der AfD-Fraktion beantwortet. Dabei ging es um die Vorfälle am Rande eines Gedenkens zu Ehren von im Holocaust ermordeten Menschen in Berlin-Marzahn am vergangenen Wochenende.

Lindemann hatte behauptet, Demonstranten seien auf Gräbern herumgetrampelt

Die Gedenkveranstaltung war von massiven Protesten begleitet worden, nachdem linke Gruppen gegen die Teilnahme der AfD-Fraktion mobilisiert hatten. Unter den Teilnehmern aus den Reihen der AfD befand sich auch Lindemann.

Er behauptete im Nachhinein, Demonstranten wären auf Gräbern des Friedhofs „herumgetrampelt“. Friedhofsleitung und Bezirksamt, die selbst Augenzeugen des Geschehens waren, dementierten dies.

Von Geisel mit deren Aussagen konfrontiert, rastete Lindemann aus. Tagesspiegel-Informationen zufolge beantragte die SPD-Fraktion eine Ältestenratssitzung im Anschluss an das Plenum, das Präsidium wollte das Wortprotokoll hinzuziehen.

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