Firma der Woche: Loveco : Gutes Gewissen zum Anziehen

Gründerin Christina Wille verfolgt mit "Loveco" ein komplett nachhaltiges Konzept. Damit setzt sie sich für faire Arbeitsbedingungen in der Modebranche ein.

Magdalena Thiele
Loveco-Gründerin Christina Wille.
Loveco-Gründerin Christina Wille.Foto: Nora Dal Cero

Gründerin Christina Wille hat einen Faible für Mode. Aber nicht jedes Kleidungsstück schafft es in die Regale ihrer „Loveco“-Läden. „Wir arbeiten ausschließlich mit Marken zusammen, die fair hergestellte Mode und Accessoires aus ökologischen und veganen Materialien anbieten“, erklärt die 32-Jährige.

2014 eröffnete das erste Bekleidungsgeschäft in Berlin-Friedrichshain, zwei Jahre später startete der dazugehörige Onlineshop. Heute hat Wille gen Westen expandiert und betreibt außerdem einen Concept-Store in Schöneberg und einen Laden für vegane Schuhe in Kreuzberg. Die Marken, mit denen Loveco zusammenarbeitet, sitzen alle in Europa und zu ihnen pflegt Christina Wille persönlichen Kontakt.

Damit das Konzept von vorn bis hinten nachhaltig ist, sind alle Läden ausschließlich mit Upcycling- oder Second-Hand-Möbeln eingerichtet. Strom wird vom Ökostromanbieter bezogen und die Finanzen über eine soziale Gemeinschaftsbank geregelt. Online-Bestellungen versendet Loveco in recycelten Kartons und klimaneutral.

Auf allen Kanälen

Neben dem Verkauf klärt „Loveco“ online und offline über die Zustände in der konventionellen Modebranche auf – im Online-Magazin oder bei den regelmäßig stattfindenden Informationsveranstaltungen. Für sie stehe an erster Stelle, die Modebranche gerechter zu machen und für gute Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einzutreten, erklärt Wille.

„Da ich sehr ländlich und mit vielen Tieren aufgewachsen bin, fühle ich mich sehr mit Natur und Tieren verbunden und möchte weder, dass Flüsse und Böden mit Chemikalien verseucht werden, noch dass wir Tiere für unsere Kleidung leiden lassen.“

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