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Berlin-Charlottenburg : Radfahrerin nach Unfall mit Lkw in Lebensgefahr

An einer berüchtigten Kreuzung in Berlin-Charlottenburg wird eine Radfahrerin von einem Lkw überrollt und lebensgefährlich verletzt. Ende 2016 war eine Radlerin dort getötet worden.

Unter diesen Lastwagen geriet die Radfahrerin.
Unter diesen Lastwagen geriet die Radfahrerin.Foto: Tsp

An der Kreuzung Knobelsdorffstraße Ecke Königin-Elisabeth-Straße in Berlin-Charlottenburg ist eine Radfahrerin am Freitagmorgen gegen 8.30 Uhr von einem Lkw erfasst und schwer verletzt worden. Die Frau musste von einem Notarzt reanimiert werden, sie schwebt in Lebensgefahr. Der schwere Sattelschlepper einer Baufirma befuhr geradeaus die Königin-Elisabeth-Straße Richtung Kaiserdamm. Wenige Meter hinter der Kreuzung muss die Zugmaschine die Radfahrerin erfasst und überrollt haben. Wie sie vor den Lkw geriet, ist unklar. Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt dass der Lastwagen vermutlich abgebogen war. Für eine genaue Unfallaufnahme war die Kreuzung stundenlang gesperrt. Die Polizei hat einen externen Unfallsachverständigen angefordert.

Auf der Kreuzung war im Dezember 2016 eine Radfahrerin von einem nach rechts abbiegenden Lastwagen getötet worden. Nach dem Unfall wurde ein weißes "Geisterrad" an der Kreuzung aufgestellt. Kerstin Stark vom Volksentscheid Fahrrad hatte damals gesagt: "Es macht uns ohnmächtig und wütend, dass wieder eine Radfahrerin sterben musste. Berlin braucht das Radgesetz dringend."

Wie berichtet hat am Mittwoch die SPD die letzte Besprechung des Radgesetzes im Parlament gekippt, weil angeblich die Interessen der Autofahrer in dem Entwurf nicht gewürdigt werden. Der Volksentscheid Fahrrad hat am Donnerstagabend in Mitte gegen diese SPD-Verzögerungstaktik protestiert.

Die Feuerwehr twitterte am Freitag nach dem neuen Unfall: "Eine Radfahrerin geriet an einer Kreuzung in Westend während der Fahrt unter einen Lkw. Wir konnten die Frau befreien und schwer verletzt ins Krankenhaus transportieren." Für die Formulierung "geriet unter einen Lkw" wurde die Feuerwehr von Twitter-Nutzern kritisiert.

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