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Kleinkind aus Kinderwagen geschleudert : Busfahrer muss scharf bremsen - VW-Fahrer flüchtet

Mit einer Gefahrenbremsung verhindert ein Busfahrer einen Zusammenstoß mit einem Pkw. Ein Baby im Bus wird schwer verletzt.

Ein Bus der BVG (Symbolfoto).
Ein Bus der BVG (Symbolfoto).Foto: dpa

Wegen des rücksichtslosen Fahrtverhaltens eines Autofahrers wurde am Dienstag ein sechs Monate altes Kind schwer verletzt: Ein Linienbus musste wegen des Fahrers scharf bremsen, wodurch das Kind aus dem Kinderwagen geschleudert wurde.

Wie die Polizei mitteilte, wechselte ein VW-Fahrer vor dem Bus auf der Hauptstraße die Spur, um in die Eisenacher Straße abzubiegen. Mit einer scharfen Bremsung konnte der 52-jährige Busfahrer, der laut Zeugen gerade von einer Haltestelle kam und Richtung Dominicusstraße weiterfahren wollte, einen Zusammenstoß verhindern. Dabei wurde ein kleiner Junge im Alter von sechs Monaten aus seinem Kinderwagen gegen eine Haltestange geschleudert. Er kam mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus und wird dort stationär behandelt. Der VW-Fahrer flüchtete. Laut Polizei berichteten Zeugen, dass der bislang unbekannte Fahrer den Unfall bemerkt hatte. Auch am Donnerstag konnte der Unfallverursacher noch nicht ermittelt werden.

Um Fahrgastunfälle zu verhindern, die gerade in Bussen und Straßenbahnen bei Gefahrenbremsungen vorkommen können, startete die BVG die Info-Kampagne "Sicherheit zum Greifen nah", in der sie unter anderem riet, sich an Haltestangen festzuhalten, Kinderwagen oder Rollstühle entgegen der Fahrtrichtung auszurichten sowie die Bremsen anzuziehen.

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