Raus aus der DDR : Fluchttunnel am Mauerpark soll Gedenkstätte werden

Zwischen Bernauer und Eberswalder Straße verlief ein Tunnel unter der Mauer. BVV Pankow und Stiftung Berliner Mauer wollen einen eine Gedenkstätte einrichten.

Das dunkle Rechteck innerhalb der Grundmauern des eingeebneten Schuppens ist der verschüttete Schacht zum Tunneleingang.
Das dunkle Rechteck innerhalb der Grundmauern des eingeebneten Schuppens ist der verschüttete Schacht zum Tunneleingang.Foto: Stephan Natz/Berliner Wasserbetriebe

Der vor einiger Zeit entdeckte Fluchttunnel am Mauerpark soll demnächst zu einer Gedenkstätte aufgewertet werden. Die Stiftung Berliner Mauer begrüßte nun einen entsprechenden Beschluss der Pankower BVV, der eine angemessene Gedenk-/Informationsstätte am Tunnel fordert. Man habe bereits darauf hingewirkt, den Tunnel zu sichern und nach Abschluss der Bauarbeiten mit Informations- und Gedenkelementen zu versehen, teilte die Stiftung in einem Brief an das Bezirksamt mit.

Der Tunnel wurde bei den Bauarbeiten der Wasserbetriebe im Januar 2018 am südlichen Eingang zum Mauerpark an der Schnittstelle Bernauer und Eberswalder Straße entdeckt. In fünf Metern Tiefe stieß der enge, mit Holzpflöcken abgestützte Gang unter der Mauer durch und endete 80 Meter weiter vor einem Haus in der Oderberger Straße.

Wie der Gedenkort genau aussehen könnte, ist noch unklar. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Ende 2019 beendet werden. "Voraussichtlich ab 2020" könne dann mit den konkreten Planungen für die Gedenkstätte begonnen werden kann, so die Stiftung. Dietmar Arnold, der Vorsitzender des Vereins Berliner Unterwelten e. V., schlug bereits nach der Entdeckung ein archäologisches Fenster vor, durch das Besucher einen Blick auf den originalen Tunnel werfen können.

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