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Serie "Berlin hat die Wahl" (6) : Gesundheit und Pflege: Nicht immer gut versorgt

Mehr Angebote

Die Linke fordert mehr wohnortnahe Pflegestützpunkte mit unabhängigen Beratungsangeboten. Die SPD weist auf die schon durch den rot-roten Senat entstandenen Stützpunkte hin – und will außerdem kommunale Mietwohnungen als Alternative zum Heim so umbauen, dass Stürze vermieden werden und Bäder auch bei Gebrechen benutzbar sind. Die Grünen fordern „gute und attraktive Vergütung für Pflegende“ – wie hoch die genau sein soll, sagen sie nicht. Um gutes Personal zu behalten, fordert die CDU von landeseigenen Einrichtungen nicht nur bei der Ausbildung, sondern auch bei der Bezahlung eine Vorbildrolle. Die FDP fordert mehr Transparenz in der Pflege und weitere ausgebildete Helfer, die examinierte Kräfte unterstützen sollen.

Regeln ändern

Die SPD hat die dafür zuständige Bundesregierung aufgefordert, die Richtlinien zur Praxenniederlassung zu ändern. Künftig wollen die Sozialdemokraten außerdem ein Landesprogramm zur Prävention starten. Auch die CDU setzt auf die Bundesregierung, die mit einem vorliegenden Versorgungsgesetz dafür sorgen wolle, dass Fachärzte in bestimmte Regionen eingebunden sind. Die Liberalen wollen Anreize schaffen, damit sich Ärzte in den bisher von Medizinermangel bedrohten Bezirken niederlassen. Die Linke sieht die Kassenärztliche Vereinigung in der Pflicht: Sie habe den Versorgungsauftrag, wenn sie ihn nicht erfülle, müsse sie in die Verantwortung genommen werden. Die Grünen fordern eine kieznahe Präventionsarbeit, die ansetzt, bevor die Anwohner zum Arzt müssen.

Mehr Kooperation

Die SPD will die Zusammenarbeit der Charité mit anderen Häusern vorantreiben – so wie es schon ein gemeinsames Labor mit der ebenfalls landeseigenen Klinikkette Vivantes gibt. Die Linke verweist auf die 330 Millionen Euro aus dem Bauprogramm „Masterplan Charité“, die der rot-rote Senat freigegeben hatte. Die CDU möchte den Bund mit einer Stiftung an der Charité beteiligen, kürzlich hatte die christdemokratische Wissenschaftsministerin Annette Schavan angekündigt, der Bund wolle sich stärker für die Uniklinik einsetzen. Die Grünen wollen, dass die Charité als Hochschule gestärkt wird, denn langfristig könnten knappe Finanzen an die Substanz der Klinik gehen. Die FDP fordert die Stärkung und den Ausbau des Steglitzer Charité-Campus Benjamin Franklin.


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