Obduktionsergebnis nach Badeunfall : Lisa Martinek erlitt Herzstillstand

Die Schauspielerin war völlig unerwartet in Italien gestorben. Nach der Obduktion sollen keine Zweifel an einer natürlichen Todesursache bestehen.

Schauspielerin Lisa Martinek in Italien an Herzstillstand gestorben.
Schauspielerin Lisa Martinek in Italien an Herzstillstand gestorben.Foto: Raimund Müller/imago

Die Ursache für den Tod der Schauspielerin Lisa Martinek ist geklärt. „Sie erlitt einen Herzstillstand“, sagte der Dr. Mauro Breggia, der Medizinische Direktor des Klinikums Grosseto in der Toskana, der „Bild“-Zeitung. Das habe die Obduktion in der Klinik der italienischen Kreisstadt ergeben. Es bestünde kein Zweifel, dass Martinek eines natürlichen Todes gestorben sei, sagte der Mediziner.

Martinek war am Freitag völlig unerwartet bei einem Badeunfall während eines Aufenthalts in Italien gestorben. Die dreifache Mutter wurde 47 Jahre alt. Sie lebte mit ihrem Mann Giulio Ricciarelli und den Kindern in Berlin und München.

Zuletzt wirkte Martinek neben zahlreichen anderen TV-Produktionen auch in der „Tatort“-Folge „Künstliche Intelligenz“ aus München mit. In der Anfang September 2018 gestarteten ARD-Anwaltsserie „Die Heiland“ spielte Lisa Martinek die Hauptrolle der blinden Strafverteidigerin Romy Heiland. Für die Serie sollten von Juli an sechs weitere Folgen gedreht werden. Die Geschichte basiert auf der Idee von Pamela Pabst, der ersten blinden Strafverteidigerin Deutschlands.

In der ZDF-Samstagskrimireihe „Schwartz & Schwartz“, die erst im vergangenen Oktober Premiere hatte, war sie als Mitarbeiterin der Mordkommission an der Seite von Devid Striesow und Golo Euler zu sehen. Schon zuvor wirkte sie beim ZDF als Ermittlerin: Von 2006 an verkörperte sie in der Reihe „Das Duo“ die Kommissarin Clara Hertz an der Seite ihrer Serienpartnerin Charlotte Schwab.

Nach der Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg konnte Martinek bereits 1997 in einem Kinofilm einen Erfolg verbuchen. Sie wurde für die Rolle der Fahrradkurierin Lena in „Härtetest“ als beste weibliche Hauptrolle für den Deutschen Filmpreis nominiert. Dies gelang ihr auch beim Deutschen Fernsehpreis 2003 für ihre Rolle in der Sat.1-Produktion „Jagd auf den Flammenmann“. (Tsp, dpa)

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