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Thema

Taliban

Nach den tödlichen Schüssen auf einen afghanischen Zivilisten sind zwei britische Fallschirmjäger vom Dienst in Afghanistan suspendiert worden. Ein Sprecher der britischen UN-Schutztruppe, Hauptmann Graham Dunlop, erklärte am Dienstag in Kabul, die beiden Soldaten seien bereits in ihre Heimat zurückgekehrt.

Mit dem früheren Außenminister Wakil Ahmed Mutawakil hat sich der bisher ranghöchste Vertreter des gestürzten afghanischen Taliban-Regimes gestellt. Er wurde am Samstag auf dem US-Stützpunkt bei Kandahar vernommen.

für Bush-FansWochenlang wurde über die Behandlung der amerikanischen Gefangenen debattiert. Jetzt fällte Präsident Bush das, was manche als "salomonische Entscheidung" bezeichnen: Die Taliban- und Al-Qaida-Leute bekommen nicht den Status von Kriegsgefangenen, sollen aber so behandelt werden.

Von Clemens Wergin

In Kabul nennen sie ihn einfach nur "Mister Thomas", den blonden Berliner mit dem jungenhaften Lächeln. Thomas Ruttig (44) gehört zum Team des Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen, Lakhdar Brahimi, und ist nicht der einzige hochrangige deutsche Aufbauhelfer in Afghanistan.

Von Ulrike Scheffer

Dumm gelaufen für Frankreichs Regierung. Tagelang zitierte die hiesige Presse Namen aus einer höchst vertraulichen Liste des amerikanischen Geheimdienstes CIA an das Pariser Außenministerium.

Von Sabine Heimgärtner

Jean-Charles Brisard hat ein Problem. Am Donnerstag sollte er rund 20 Journalisten "Die verbotene Wahrheit" über die Vertrickungen der USA und Saudi-Arabiens mit Osama bin Laden, den Taliban und dem islamischen Fundamentalismus verraten.

Wie sagt es der Kanzler nur dem Präsidenten? Wenn Gerhard Schröder am heutigen Donnerstag im Weißen Haus in Washington dem Führer der weltweiten Anti-Terror-Koalition gegenüber sitzt, muss er auf eine unbequeme Frage gefasst sein: Warum, so wird George W.

Von Hans Monath

Wenn Schweden die amerikanische Nahost-Politik und die abweisende Haltung gegenüber Palästinenserpräsident Jassir Arafat als "wahnsinnig" bezeichnet, lässt derartige Kritik jedoch den US-Präsidenten George W. Bush weitgehend kalt - vor allem auch deshalb, weil US-Geheimdienste nach Informationen des Tagesspiegel neue Erkenntnisse über eine Besorgnis erregende Radikalisierung der Palästinenser gewonnen haben.

Von Friedemann Diederichs

Mit dem Wiederaufbau der im März 2001 von den Taliban zerstörten Buddha-Statuen im afghanischen Bamian soll noch in diesem Jahr begonnen werden. "Die Übergangsregierung in Kabul betrachtet den Wiederaufbau der weltberühmten Statuen als absolute politische Priorität", berichtet Paul Bucherer, Leiter des Afghanistan-Museums im schweizerischen Bubendorf bei Basel.

Ein 19-jähriger Türke aus Bremen steht unter Verdacht, in Afghanistan für die Taliban oder das Terrornetzwerk Al Qaida gekämpft zu haben. Die Bremer Staatsanwaltschaft, die bereits wegen "Bildung einer kriminellen Vereinigung" ermittelt, bat den Generalbundesanwalt, zu prüfen, ob er das Verfahren übernimmt und es auf "Unterstützung einer terroristischen Vereinigung" ausweitet.

In diesem Monat findet ein Fritz-Lang-Festival in Washington, DC statt, in der Nationalgalerie der Künste, wo auch Langs "Spione" gezeigt wurde. Hier konnte man wieder einmal sehen, wie modern der in Berlin spielende Film ist.

Zum Thema Dokumentation: Kampf gegen Terror Fotos: Osama Bin Laden, Krieg in Afghanistan Unter den Taliban- und Al-Qaida-Gefangenen auf dem US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba soll sich auch einer der ehemaligen Topvertreter von Osama bin Laden in Europa befinden. Das berichtete die "New York Times" am Mittwoch unter Berufung auf Militärquellen.

Die Bundesregierung interveniert wegen der Behandlung der Inhaftierten von Guantanamo Bay direkt beim amerikanischen Partner. Außenminister Joschka Fischer verlangte, die von US-Streitkräften in Afghanistan festgenommenen Kämpfer von Al Qaida und Taliban seien entsprechend dem Völkerrecht "wie Kriegsgefangene zu behandeln".

Der Kommentator im populären US-Nachrichtensender "Fox" zieht spöttisch seinen Mundwinkel hoch. "Nun mal langsam", höhnt er, "offenbar entdecken die Europäer gerade ihr Herz für Terroristen.

Von Malte Lehming

Was mit den Häftlingen auf Guantanamo derzeit geschieht, stößt auch in den USA auf Kritik. Von allen Seiten beobachtbar sind die bisher 110 Männer von Al Qaida und Taliban untergebracht in "open air cells", wie die Navy sie beschönigend nennt.

Von Caroline Fetscher

Sterben soll "Taliban John" nicht, obwohl er in Afghanistan den Feinden der USA geholfen hat. Aber bezahlen soll der 20 Jahre alte Kalifornier John Walker für den Verrat an seinem Land und dessen Grundwerten.

Am letzten Montag landete ein amerikanisches Militärflugzeug aus Virginia mit 25 CIA-Mitarbeitern auf dem Flughafen von Bagram, nahe Kabul. Geführt von Stefan Douglas, einem Vietnamveteranen, bezogen sie eine ganze Etage in der amerikanischen Botschaft.

Aufhorchen lassen die Umstände, unter denen Taliban-Führer Mullah Omar möglicherweise die Flucht gelungen ist. Dabei geht es nicht so sehr um ein Detail, das der amerikanische Geheimdienst verbreitet: Der Taliban-Chef und 300 seiner Kämpfer sollen nach diesen Angaben bei ihrer Flucht aus Kandahar vor zwei Wochen nicht nur Motorräder, sondern auch Esel benutzt haben.

Deutschland hat als erster Staat nach dem Ende des Taliban-Regimes in Afghanistan einen offiziellen Botschafter in Kabul. Botschafter Rainer Eberle habe am Mittwoch Übergangsregierungschef Hamid Karsai die Beglaubigungsurkunde feierlich überreicht, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin.

Es gibt neues Videomaterial über Osama bin Laden. Der stellvertretende afghanische Geheimdienstchef Abdullah Tauhidi sagte in Kabul: "Wir haben mehrere neue Videos in Händen.

Denkt man an die Aufregung um die Vertrauensfrage des Kanzlers bei der Entscheidung über den Afghanistan-Einsatz, so reagierte die Republik nun seltsam gelassen auf die Abreise des ersten größeren Bundeswehr-Kontingents nach Kabul. Dabei haben manche der 70 Soldaten, die heute in der afghanischen Hauptstadt erwartet werden, vor ihrem Abflug angeblich noch ein neues Testament gemacht - ein ziemlich rationales Verhalten vor einer UN-Mission, die als bislang gefährlichster Auslandseinsatz der Bundeswehr gilt.

Von Hans Monath

Fidel Castro hat nichts dagegen. Das jedenfalls sagen zwei amerikanische Senatoren, die in der vergangenen Woche in Kuba waren.

Von Malte Lehming

Die USA haben am Montag wieder Gebiete im Osten Afghanistans bombardiert, in denen sie noch immer nach dem Taliban-Chef Mullah Omar und dem Terroristen Osama bin Laden fahnden. Zuvor sollen US-Bodentruppen an gleicher Stelle das mutmaßliche Trainingslager der Al-Qaida-Organisation von bin Laden in der Provinz Paktia durchkämmt haben.

Das Flugblatt zeigt auf einer Seite einen nicht unansehnlichen Mann. Der Vollbart ist durch einen flotten Schnauzer ersetzt, statt Kampfanzug trägt er einen beigen Anzug mit Krawatte.

Von Friedemann Diederichs
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