Adam Green ist nicht mehr der bunte Kasper von einst. Introvertierter, melancholischer, präsentiert er sich inzwischen - und mit neuer Härte.
Pop
Während der Berlinale reden freitags von 21 bis 22 Uhr drei Popkritiker auf Radioeins über ihre CDs der Woche. Diesmal: The Soft Pack, La Stampa, Efterklang.

Beth Ditto tritt auf, Peter Fox ist fünfmal nominiert: Gut zwei Wochen vor der Verleihung des Echo-Musikpreises lassen die Veranstalter genaueres über Staraufgebot und Programm des Abends wissen.

„Scratch my back“, Peter Gabriels neues Album, hält statt neuer Songs ein Dutzend Coverversionen bereit. Ein Verlegenheitsprojekt ist es dennoch nicht.

Auftritt der Woche: Adam Green hatte schweren Liebeskummer. Am Sonnabend singt er darüber im Postbahnhof.
"Glücksmaschinen": Das große, widerwillige Album der Band Fehlfarben.
Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radioeins über ihre CDs der Woche. Diesmal: Fehlfarben, Lightspead Champion und Four Tet.
Statt feinmaschiger Gitarrenornamente dominieren grobe Synthieschraffuren das Klangbild, dazu ersetzen malmende Laptop-Beats das polyrhythmische Geklöppel von Ex-Drummer Luke Fasano. Doch entscheidend ist, wie Yeasayers das Rohmaterial atomisieren.
Blues, Folk und Country treffen sich: Knalliges Fingerpicking, das ein wenig an den alten Blues-Mann Lightnin' Hopkins erinnert, eine dunkle Melodie, ein Song und eine ergreifende Stimme.

Heimspiel in Berlin am Ende einer ausgedehnten Tournee: Element Of Crime sind eine Rock-Band. Richard Pappik spielt federnde Beats auf dem Schlagzeug, David Young einen warmen, bauchigen Bass und Regener trompetet silbrig strahlende Mariachi-Melodien.

Beat’n’Rap: Über die Großvaterschaft des Rap gibt es keinen Zweifel. Als Ahnherr gilt unangefochten Gil Scott-Heron. Der kehrt jetzt zurück.
Schlagfertig, witzig, selbstbewusst: Laura Veirs präsentiert moderne Folksongs, die so klingen als wären sie gerade spontan ausgedacht.

Der Sound, ohne den der DJ und Musikjournalist Martin Böttcher nicht sein möchte.
Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radioeins über ihre CDs der Woche. Diesmal: Sade, Gil Scott-Heron, Yeasayer und Massive Attack.

Nach 14 Jahren bringen die Ost-Rocker Silly ein neues Album raus – mit Sängerin Anna Loos. Vorher spielt die Band in einem Krimi mit.
Ein außerordentliches Konzert einer außerordentlichen Frau: Nach 40 Jahren singt und tanzt Buffy Sainte-Marie zum ersten Mal wieder in Berlin.

Das Lied "Down Under" der Rockgruppe "Men at Work" ist weltbekannt und eine Art heimliche Hymne der Australier. Nun hat ein Gericht festgestellt, dass ein Teil des Songs geklaut ist - aus einem Lied, das auch viele Kinder in Deutschland im Englischunterricht lernen. Hört man das wirklich heraus?
Dichter, brillanter Klang, zerdehnter Gesang, und plötzlich taucht aus hypnotischer Monotonie eine reizvolle Melodie auf. Die Stereophonics im Astra.
Handeln oder untergehen, das ist die pathetische wie rührende Devise, die die meisten Songs der rasanten Gruppe aus Boston befeuert. Munter verquirlen sie keltische Folk-Musik mit Punk und Rock 'n' Roll, mischen Akustikgitarren, Bouzouki, Tin Whistles und Akkordeon unter verzerrte E-Gitarren.

Bei den Briten sind sie ein Hit. Am Donnerstag spielen Young Rebel Set im Magnet.

Vor vier Jahren hat Chris Rea schon eine Abschiedstour gespielt, jetzt ist er wieder da und begeistert das Publikum im Tempodrom.

Das beste Album 2009: The Phantom Band aus Glasgow gewinnen den Soundcheck Award. Den Preis verleihen der Tagesspiegel und Radioeins.

Das Debütalbum der schottischen Phantom Band, "Checkmate Savage", erhält den diesjährigen Soundcheck Award. Der Preis wird von Radioeins und Tagesspiegel erstmals verliehen und am 26. Februar im Berliner Lido für das "beste Album des Jahres" vergeben.
Henry Rollins ist ein Meister der Spoken Word Kunst. Keine Stichwortzettel, kein Teleprompter: Der Amerikaner erzählt im Astra stundenlang, was ihm durch den Kopf geht - ohne einen einzigen Versprecher.
Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radio 1 über ihre CDs der Woche. Diesmal: Hot Chip, Everybody Was In The French Resistance...Now!, Delphic, Corinne Bailey.
Im ausverkauften Huxley's lullen Air ihr Publikum 80 Minuten lang mit gepflegter Langeweile ein, ehe sie in einem brillanten Finale alles wieder gutmachen.
40 Jahre Peter Maffay: Mit jungenhaftem Charme im Berliner Tempodrom.

Auf der Suche nach einer Haltung: die neuen Alben von Hot Chip und Delphic.
Er war Bassist der Rolling Stones und hat in riesigen Stadien gespielt. Am Montag trat Bill Wyman mit seiner Hobby-Band im Postbahnhof auf.

Die einen sprechen fies von „Fahrstuhlmusik“, die anderen von traumhaftem Elektropop. Air spielen am Mittwoch an der Hasenheide. Nur: Was heißt eigentlich der Bandname? Jedenfalls nicht „Luft“.
Ian Brown scheint direkt aus der frostigen Eiseskälte von draußen in den Postbahnhof zu kommen. Erst auf der Bühne zieht er seinen dicken Eskimo-Parka mit dem großen Fellkragen aus, springt ans Mikro und brüllt: "Let's see you dance!"

Magischer Minimalismus: The XX spielen an einem Abend zwei Konzerte im Berliner Astra
Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radioeins über ihre CDs der Woche. Diesmal: Get Well Soon, Eels, Tocotronic und Tindersticks.

Zwischen Mensch und Maschine: Pat Methenys "Orchestrion"-Projekt. Eine Begegnung mit dem legendären Jazzgitarristen.

Wie klingt Berlin 2010? Nach schwitziger Tanzfläche, Latte macchiato, Wüste und Verzerrer. Diese zehn Songs ergeben nach dem Download ein Mixtape von Berliner Bands und Musikern, von denen wir 2010 noch mehr hören werden.
Nichts ist gegenwärtiger als das Vergängliche. Während auf der Spree Eisschollen durch den Nebel ziehen, wird im Radialsystem das neue Programm von „Ultraschall“ vorgestellt.

Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow sprach mit dem Tagesspiegel über das Suchtmolekül Liebe, die Rolle als Nachzügler und das neue Album "Schall & Wahn".
Livemusik hat sich von einem als unrentabel geltenden Geschäftsmodell zur Haupteinnahmequelle der Popkultur gewandelt. Aber nur Superstars versprechen Gewinne.
Ausgemergelt und drahtig wirkt Peter Hammill auf der Bühne vom Quasimodo, wie ein zäher Langstreckenläufer. Als außergewöhnlicher Musiker, der in keine Kategorie und in kein Schema passt, hat der 61-jährige Engländer inzwischen auch schon eine beachtliche Wegstrecke hinter sich.
Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radioeins über ihre CDs der Woche. Diesmal: Vampire Weekend, Laura Veirs, Adam Green und These New Puritans.

Zwei Bücher erzählen, wie Soul zur vielleicht wirkungsmächtigsten Musik des 20. Jahrhunderts aufstieg

Knutschen und Kreischen: Depeche Mode spielen in der Berliner O2 World und präsentieren groben Stadionrock.
In der Volksbühne begeistern Station 17 mit manisch groovendem Krautrock und Rampensau-Qualitäten. Der Film "Station 17: neu" erklärt vorab den Neustart dieses immer noch innovativen Bandprojekts aus behinderten und nichtbehinderten Musikern.

Keine Angst vor großen Tönen: "Contra", das zweite herausragende Album von Vampire Weekend.
Sie sehen gut aus, haben Erfolg und bewegen sich zwischen Klassik, Kitsch und Pop – die Geiger David Garrett und Joshua Bell

Wenn Adam Green an seine Texte denkt, kann er manchmal nachts nicht schlafen. Zum Glück sind die Deutschen weniger prüde - das weiß er aus der "Bravo".

Diese Stadt ist gar nicht so hart: Die Post-Rocker Lonski & Classen geben dem neuen Berlin einen Klang.

Die Trümmerfrauen des Techno: Aus Ruinen bauten sie die Musikhauptstadt Berlin auf. Seit auf der die Bürokraten herumtrampeln, geben sie einen neuen Takt vor.