Zu den typischen Erscheinungen der 60er und 70er Jahre gehörte der linke Häuptling

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Pädophilie-Debatte bei den Grünen : Die Herrschaft der linken Häuptlinge

Zu den typischen Erscheinungen der 60er und 70er Jahre gehörte der linke Häuptling. Der Häuptling hatte sich in seiner Gruppe kraft seines Charismas als Führungsfigur durchgesetzt, oft auf informellem Weg, das heißt, ohne ein offizielles Amt, das ihn an Regeln gebunden hätte. Der Häuptling regierte eine WG, eine K-Gruppe, eine Künstlerkommune oder eine Sekte. Der Häuptling nahm sich, was er wollte, auch sexuell. Das wurde denen, die genommen wurden, als „Befreiung“ verkauft, manchmal traf das vielleicht sogar zu, manchmal aber auch nicht. Herrschaftsverhältnisse wurden mit einer verlogenen Befreiungsideologie verbrämt. Niemand hat diese Verhältnisse besser beschrieben als der französische Autor Michel Houllebecq in seinen Romanen.

Auch in den Kinderläden und in der Pädagogik fanden die Häuptlinge ein Feld für ihre ganz persönliche Befreiung von allen gesellschaftlichen Zwängen. Zum Beispiel in der Odenwaldschule. In der Odenwaldschule hieß der Häuptling Gerold Becker.

Es geht dabei, obwohl es oft gesagt wird, nicht in erster Linie um Pädophilie, sondern um Machtmissbrauch. Pädophilie wird heute als eine psychische Störung angesehen. Der Betroffene – nicht immer, aber meistens sind es Männer – ist dieser Störung ausgeliefert, sie lässt sich, nach heutigem Kenntnisstand, kaum reparieren oder rückgängig machen. Es gibt Männer, die ihrem Trieb, der sie zu Kindern zieht, ihr Leben lang mit großem Kraftaufwand und therapeutischer Hilfe widerstehen. Sie verdienen Respekt.

Pädophilie gibt es in einer homosexuellen, einer heterosexuellen und einer bisexuellen Variante. Etwas mehr als 50 Prozent der Opfer sind Jungen. Naturgemäß sind die Grenzen zwischen der Pädophilie und einer Vorliebe für junge Partner fließend. Nach der offiziellen Definition ist der Pädophile mindestens 16 Jahre alt, sein Opfer ist mindestens fünf Jahre jünger.

Praktizierende Pädophile berufen sich darauf, keine Gewalt und keinen Zwang anzuwenden. Außerdem besäßen auch Kinder sexuelle Bedürfnisse. Letzteres trifft zu. Über das, was in solchen Fällen geschieht, hat der Schriftsteller Bodo Kirchhoff einmal mit bemerkenswerter Offenheit gesprochen. Kirchhoff wurde als Kind missbraucht, von einem Lehrer. Er habe den Lehrer in gewisser Weise sogar ermutigt, als er dessen Interesse bemerkte, er habe sich geschmeichelt gefühlt und sei neugierig gewesen. Diese Tatsache habe die spätere Beschädigung durch den Missbrauch eher größer gemacht, durch Schuldgefühle und Scham. Der Täter hatte seinem Opfer ein bleibendes Gefühl der Mittäterschaft aufgeladen.

Nur sehr wenige Männer sind wirklich pädophil, wahrscheinlich weniger als ein Prozent. Aber in Tests hat sich herausgestellt, dass etwa 25 Prozent der Männer Bilder von Kindern zumindest manchmal erregend finden. Diese Männer haben Sex mit erwachsenen Partnern, diesen Sex finden sie durchaus befriedigend, die weitaus meisten von ihnen werden sich niemals einem Kind nähern. Sie haben ja die Wahl, anders als der echte, der sogenannte primäre Pädophile.

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