Handelsstreit mit Trump : EU fordert dauerhafte Befreiung von US-Schutzzöllen

Eine vorläufige Befreiung reicht nicht: Im Handelsstreit fordern die EU-Staatschefs Trump auf, Europa dauerhaft von Schutzzöllen auszunehmen.

Die EU-Staats- und Regierungschefs beim Gipfeltreffen in Brüssel
Die EU-Staats- und Regierungschefs beim Gipfeltreffen in BrüsselFoto: dpa/Dragan Tatic

Die EU-Staaten haben US-Präsident Donald Trump offiziell aufgefordert, europäische Unternehmen dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl- und Aluminium auszunehmen. Die vorläufige Befreiung von den Maßnahmen müsse in eine ständige Befreiung umgewandelt werden, heißt es in einer am Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Die Zölle seien nicht mit nationalen Sicherheitsinteressen zu erklären.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Staats- und Regierungschefs der anderen EU-Staaten reagierten mit dem Text auf die an diesem Freitag in Kraft getretenen US-Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Die EU und einige andere Länder sind davon zwar zunächst ausgenommen, allerdings vorerst nur bis zum 1. Mai.

Die Maßnahmen könnten zudem dennoch einen Handelskrieg provozieren. Peking kündigte als Reaktion auf die gegen China verhängten Strafzölle bereits Handelsstrafen gegen Washington an. (dpa)

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