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Thema

Bundesverfassungsgericht

Schönefeld - Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe will „in einigen Tagen“ über die Verfassungsbeschwerden gegen den Bau des neuen Flughafens Berlin Brandenburg International in Schönefeld BBI entscheiden. Das kündigte Gerichtspräsident Hans-Jürgen Papier vor der Justizpressekonferenz in Karlsruhe an.

Karlsruhe/Kiel - Die Fünfprozentklausel bei Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein ist verfassungswidrig. Mit dieser Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts am Mittwoch kann die bisher verbindliche Sperrklausel schon für die Kommunalwahlen am 25.

Die Querelen um den SPD-Kandidaten Dreier als neues Mitglied des Bundesverfassungsgericht belasten die Koalition

Von Christian Tretbar

Die Debatte um die Wahl des Würzburger Juristen Horst Dreier zum Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts ist verlogen. Denn die Einwände der Union kommen viel zu spät.

Von Ursula Knapp

In der Türkei wird zurzeit heftig diskutiert, ob Studentinnen ihr Kopftuch in der Universität tragen dürfen. In Deutschland wurde zuletzt nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vor gut vier Jahren über das Koptuch gestritten. Der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) bezweifelt, dass die geltende Regelung im ganzen öffentlichen Dienst dauerhaft ist.

Von Sabine Beikler

Klage Berlins zum Reichsvermögen abgewiesen 680 Hektar Immobilien bleiben beim Bund

Von Ulrich Zawatka-Gerlach

Die SPD beharrt auf ihrem Vorschlag für den Verfassungsgerichtsvize Dreier in Karlsruhe. Die Union fordert einen neuen Kandidaten, da Dreier wegen seiner Kommentierung des Menschenwürde-Begriffs in die Kritik steht.

Von Rainer Woratschka

Die Union blockiert den SPD-Vorschlag für den Vizepräsidenten des Verfassungsgerichts. Die Begründung: Der Kandidat, Staatsrechtslehrers Horst Dreier, nehme den Schutz von Embryonen nicht in der gebotenen Weise ernst.

Von Ursula Knapp

Die Reform des Erbrechts ist lediglich punktuell ausgefallen. Nach wie vor gilt: Die eigenen Kinder können praktisch nicht enterbt werden, es sei denn, sie trachteten dem Erblasser nach dem Leben. Alle anderen können nur dann enterbt werden, wenn sie zu Freiheitsstrafen verurteilt worden sind.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hat sich für die Wiederaufnahme des Verbotsverfahrens gegen die rechtsextreme NPD ausgesprochen. Die Innenminister der Länder sind mehrheitlich dagegen, nur Berlins Ehrhart Körting signalisiert Unterstützung.

Bei Verfahren mit großer Öffentlichkeitswirkung dürfen künftig vor und nach den mündlichen Verhandlungen Fernsehaufnahmen gemacht werden. Die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten müssten aber gewahrt bleiben, entschied das Verfassungsgericht.

Pendlerpauschale

Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofes ist die gekürzte Pendlerpauschale verfassungswidrig. Jetzt muss allerdings noch das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Sollte die Neuregelung der Pendlerpauschale auch dort gekippt werden, drohen dem Bund Steuerausfälle in Milliardenhöhe.

Mütter und Väter, deren Kind vor dem 1. Januar 2007 zur Welt kam, bekommen kein Elterngeld - auch nicht, wenn die Geburt nur Stunden vor Jahresbeginn stattfand. Doch auch nach der Entscheidung des Bundessozialgerichts wird der Rechtsstreit weitergehen.

Pendlerpauschale

Die Neuregelung der Pendlerpauschale stößt von Anfang an auf heftig Kritik. Die Steuerzahler leisten Widerstand und haben bislang damit auch Erfolg.

Ein Ziehen und Zerren um die Monatsgebühren für ARD, ZDF und Deutschlandradio wird es dieses Mal nicht geben. Wenn die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) an diesem Montag ihre Gebührenempfehlung offiziell vorlegt, dürften Proteste der maßgeblichen Medienpolitiker ausbleiben.

Die Stadt hält nach dem Verfassungsgerichtsurteil gegen Jobcenter wie die Potsdamer Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (Paga) an einer Lösung „unter einem Dach“ fest, wie Sozialbeigeordnete Elona Müller (parteilos) am Dienstagabend im Sozialausschuss erklärte. Das Bundesverfassungsgericht hatte im Dezember 2007 die doppelte Zuständigkeit von Bund und Kommunen bei der Umsetzung der Hartz-IV-Reform für verfassungswidrig erklärt und der Politik eine Frist von drei Jahren für eine neue Lösung gegeben.

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