Auftakt in der Hockey-Bundesliga : Berliner Teams starten schwach

Zum Auftakt in der Hockey-Bundesliga siegen von den Berliner Vertretern nur die Männer des BHC. Deren Coach strahlt viel Zuversicht aus.

Emil Lauer
Acht Tore. Zwischen BHC und Uhlenhorst Mülheim ging es zur Sache.
Acht Tore. Zwischen BHC und Uhlenhorst Mülheim ging es zur Sache.Foto: Lauer

Die Frauen des BHC trafen in zwei Heimspielen gar nicht, die Wespen kassierten über die gleiche Distanz elf Gegentore. Die Berliner Frauenteams hatten am Auftaktwochenende in der Feldhockey-Bundesliga wenig Freude, dafür aber machten es die Berliner Männer besser: Der BHC holte immerhin vier Punkte aus seinen beiden Heimspielen.

Damit es nicht zu langweilig wird, haben sie in den beiden Feldhockey-Bundesligen vor der Saison kräftig am Modus geschraubt. Die jeweils zwölf Mannschaften bei Frauen und Männern sind in zwei Gruppen eingeteilt worden. Zunächst einmal spielen alle zwölf Teams gegeneinander. Nach der Winterpause, also dem Intermezzo in der Halle, gibt es dann Rückspiele nur in der eigenen Sechsergruppe. Die besten vier Mannschaften dieser Gruppen qualifizieren sich für das Viertelfinale, die Fünften und Sechsten spielen in einer Relegationsrunde die zwei Absteiger aus.

In die wollen sie beim größten Berliner Klub natürlich nicht, die Ambitionen beim BHC sind zu Saisonbeginn recht groß. „Unser Ziel ist das Viertelfinale und das muss auch der Anspruch des Klubs sein“, hat Stan Huijsmans gesagt. Zum Auftakt im Stadion an der Wilskistraße gab es dann aber weniger Grund zur Zuversicht beim niederländischen Coach, die Frauen verloren ihr erstes Spiel am Samstag 0:2 (0:0) gegen Düsseldorf.

Wespen ohne Stachel

Am Sonntag folgte dann das 0:0 gegen Uhlenhorst Mülheim. Nach Niederlage gegen den Düsseldorfer HC wollten die Berlinerinnen unbedingt gewinnen. Die Gegnerinnen waren aber zu dominant. Ab dem zweiten Viertel wurde das Spiel von Uhlenhorst Mülheim klar kontrolliert. Die Gäste kamen jedoch nicht zu zwingenden Chancen, trotz drückender Überlegenheit. Letztendlich wäre ein Sieg für Mülheim verdient gewesen.

Die Mülheimerinnen hatten am Tag zuvor 5:1 bei den Zehlendorfer Wespen gewonnen. Die Wespen empfingen am Sonntag den HC Düsseldorf und gingen dort ebenfalls unter, 1:6 (1:4) stand es am Ende.

Bei den Frauen des BHC gab es im Kader kaum Wechsel, bei den Männern sieht das anders aus. Die Ziele sind auch andere, Trainer Rein van Eijk will in der Hinrunde in den elf Spielen mindestens 22 Punkte holen. „Wenn alles klappt, ist hier sehr viel möglich. Wir haben uns ordentlich vorbereitet und sind guter Dinge“, sagte der Niederländer.

Am Wochenende sah das schon gut aus, gegen den Crefelder HTC gab es am Samstag ein 3:1 (1:0), gegen den deutschen Meister Uhlenhorst Mülheim dann ein 4:4 (2:3). In einem torreichen Spiel konnten die Mülheimer neun Minuten vor Schluss nach einer starken Einzelleistung in Führung gehen.

Die Berliner gaben aber nicht auf und erzielten kurze Zeit später das 4:4 – ein für Feldhockeyverhältnisse üppiges Ergebnis. Damit haben die Männer des BHC schon vier Punkte von 22 geholt und liegen genau im vom Trainer van Eijk geforderten Schnitt.

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