Schweinsteiger war beim letzten Aufeinandertreffen lediglich ein Mitläufer

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Bayern gegen Barcelona : Das Gipfeltreffen in der Champions League
Elisabeth Schlammerl

Anders als vor vier Jahren, beim letzten Aufeinandertreffen in der Champions League. Damals hatten sich die Münchner von vornherein nur um Schadensbegrenzung bemühen können – und erlebten schließlich im Camp Nou doch ein Debakel. Der FC Bayern hatte beim 0:4 in Jürgen Klinsmann weder einen Trainer mit einer Philosophie noch eine Mannschaft, die im Kollektiv höchsten Ansprüchen genügte. „2009 war Barcelona viel besser als wir. Jetzt haben wir eine andere Mannschaft. Jetzt sind wir besser. Jetzt können wir gewinnen“, sagte Franck Ribéry.

Neben dem Franzosen ist von der damaligen Anfangself nur noch Bastian Schweinsteiger übrig geblieben. Vor vier Jahren war er als Außenspieler lediglich ein Mitläufer, jetzt ist er im Zentrum „das Gehirn der Mannschaft“, wie Sportvorstand Matthias Sammer findet. Für Trainer Jupp Heynckes ist der Erfolg in den nächsten Wochen „auch ein Stück davon abhängig, wie Bastian spielt, weil er in unserem System ein ganz wichtiger Spieler ist. Er ist für uns lebensnotwendig.“ Gegen Barcelona ist es Schweinsteigers Aufgabe, zusammen mit Martinez die Passwege zu dem noch leicht angeschlagenen Weltfußballer Lionel Messi zuzustellen und Regisseur Xavi aus dem Spiel zu nehmen.

Claudio Pizarro war 2009 nicht mehr bei den Bayern, Mario Gomez noch nicht. Die beiden Stürmer hätten in jener Partie auch nichts ausrichten können, denn der Ball kam damals kaum einmal in die Nähe des katalanischen Strafraums. Dieses Mal dürfte die bayerische Offensive eine viel bedeutendere Rolle spielen. Pizarro und Gomez haben sich in den vergangenen Wochen ausgesprochen treffsicher präsentiert und buhlen um die Rolle der Nummer zwei im Angriff hinter dem dieses Mal gesperrten Mario Mandzukic.

Anders als in den Bundesligaspielen gegen Nürnberg und am Samstag in Hannover wird gegen Barcelona nur einer der beiden auflaufen. Heynckes wollte am Montag noch nicht verraten, für wen er sich entschieden hat. Aber ein Indiz könnte sein Wechselspiel in Hannover sein. Während Pizarro durchspielte, verließ Gomez nach einer guten Stunde den Platz. Vielleicht, um sich für Barcelona zu schonen.

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