• Innensenator Geisel zu Tennis Borussia: "Die Entscheidung bewegt sich innerhalb der Satzung"

Innensenator Geisel zu Tennis Borussia : "Die Entscheidung bewegt sich innerhalb der Satzung"

Die Mitgliederversammlung von Tennis Borussia von Tennis Borussia hat viel Aufsehen erregt. Auch Innensenator Geisel äußert sich.

Innensenator Andreas Geisel.
Innensenator Andreas Geisel.Foto: picture alliance / Monika Skolim

Tennis Borussia ist dem großen Geld am Donnerstagabend einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Einen Tag nach der jetzt schon legendären Mitgliederversammlung des früheren Berliner Fußball-Bundesligisten gab es für den Vorstand, der sich seiner vereinsinternen Kritiker weitgehend entledigt hat, den nächsten Grund zur Freude. Die Mannschaft qualifizierte sich durch einen 6:0-Erfolg über Fortuna Biesdorf für das Halbfinale des Berliner Pokals. Zwei Siege fehlen TeBe jetzt noch für den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals, verbunden mit einer Startprämie in sechsstelliger Höhe. Allerdings hielt sich das Interesse in Grenzen. Angeblich wollten nur 60 Zuschauer die Begegnung sehen.

Vielleicht ist das schon ein Vorgeschmack auf die kommenden Wochen und Monate. Die Mitgliederversammlung wirkt bei den aktiven Fans noch nach. Viele haben nicht nur mit dem Verein gebrochen, sondern auch mit der Mannschaft, die sich klar auf die Seite des Vorstands um Hauptsponsor Jens Redlich geschlagen hat.

"Zwischen Kommerz und Fankultur"

So viel Aufmerksamkeit, auch überregional, hat der Oberligist lange nicht mehr erregt. Auch Andreas Geisel, Berlins Senator für Inneres und Sport, hat sich bei einem Redaktionsbesuch im Tagesspiegel zu den jüngsten Ereignissen bei Tennis Borussia geäußert. „Grundsätzlich gibt es immer die Debatte zwischen Kommerz und Fankultur. Klar ist: Ohne das Geld von Herrn Redlich hätte TeBe kaum Chancen auf sportlichen Erfolg“, sagte der SPD-Politiker. „Letztlich schlagen bei jedem Fan zwei Herzen in der Brust. Man will seine Mannschaft siegen sehen und die Fankultur und Vereinstradition bewahren. Es ist aber auch so: Für Gottes Lohn rennen die Profis nicht mehr übers Feld – und auch nicht die Halbprofis.“

Geisels früherer Staatssekretär Christian Gaebler ist einer von zwei verbliebenen Mitgliedern des alten Aufsichtsrats bei Tennis Borussia. Gesprochen hat Geisel mit ihm über die Mitgliederversammlung noch nicht. „Natürlich kann man sagen: Das mit dem Geld ist alles Mist, und Herr Redlich hat durch sein Geld den Verein in seinen Griff gebracht. Zudem hat er jetzt noch Vereinsmitglieder akquiriert und eine Entscheidung herbeigeführt – sie ist nicht undemokratisch, die Entscheidung bewegt sich innerhalb der Satzung“, sagte Geisel. (Tsp)

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