Schnelle Küche - Die tägliche Rezeptkolumne : Der Brunch-Klassiker: Schakschuka

Kleiner Aufwand, großer Genuss: Einfache Rezepttipps aus unserer Redaktion. In Teil 12 empfehlen wir ein israelisches Nationalgericht

Felix Denk
Foto: Phaidon Verlag / promo

Schakschuka könnte man als geschmackliches Chamäleon beschreiben: Die Tomaten-Eierpfanne weiß sich problemlos ihrer zeitlichen Umgebung anzupassen. Sie schmeckt nämlich morgens, mittags, abends, also immer. Das Rezept stammt wohl aus Nordafrika, wird in Israel als Nationalgericht verehrt und hat sich längst auch in Berlin als Brunch-Klassiker etabliert. Das geschah zu dem Zeitpunkt, als die "Expats" die kulinarische Kontrolle über Bezirke wie Neukölln übernommen haben, was unbedingt ein Gewinn war für alle, die gern irgendwann am späten Vormittag anfangen zu essen und erst wieder aufhören, wenn es dämmert. Die Schakschuka ist nicht nur lecker und benötigt nur ganz wenige Zutaten, sie ist auch ausgesprochen duldsam. Man kann einiges mit ihr anstellen. In dem schon vor vier Jahren erschienenen, aber heute natürlich topaktuellen Kochbuch „Die Vorratskammer“ sind gleich vier Varianten drin.

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REZEPT

für zwei Personen

Zutaten

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 TL Chili-Flocken

1 Dose Tomaten in Stücken

2 Eier

Zubereitung

Einen Schuss Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln 5 bis 10 Minuten auf mittlerer Stufe glasig dünsten, dann den Knoblauch für eine Minute zugeben und anschließend Tomaten, Chiliflocken sowie Salz und Pfeffer. 10 Minuten köcheln lassen bis die Sauce ein bisschen eingedickt ist. Jetzt zwei kleine Mulden in die Tomatensauce drücken und in jede ein Ei schlagen. Je nachdem, wie hart man die Eier mag, lässt man sie fünf bis acht Minuten pochieren.

So weit das Grundrezept. Es schmeckt auch mit Spinat und Ricotta. 100 Gramm Grünzeug nach 8 Minuten dem obigen Basisrezept zufügen und, wenn die Eier zugefügt werden, auch den Ricotta drüberstreuen. Keinen Ricotta zuhause? Feta, Mozzarella, Scamorza, Gouda… geht eigentlich fast alles!

Eine weitere Variante ist die mit Rinderhack, Zimt, Kreuzkümmel und frischen Korianderblättern. Zu den gedünsteten Zwiebeln das Hack und die Gewürze geben, dann nach dem Basisrezept weiterverfahren. Am Schluss mit den Korianderblättern bestreuen.

Oder doch lieber vegetarisch? Dann zu den Zwiebeln eine in dünne Streifen geschnittene rote Paprikaschote geben sowie zerstoßene Kreuzkümmelsamen, weiter mit dem Basisrezept – und am Schluss kommen grob gehackte Avocadostückchen obenauf.

Für das echte Neukölln-Brunch-Feeling braucht man noch ein geröstetes Sauerteigbrot und eine Bloody Mary. Vier Rezepte für Ehrgeizige haben die Cocktail-Connaisseure vom Mixology-Magazin zusammengestellt. Die finden Sie hier. Cheers!

Die Vorratskammer. Eve O’Sullivan und Rosie Reynolds, Phaidon Verlag 2016, 216 Seiten, 24,95
Die Vorratskammer. Eve O’Sullivan und Rosie Reynolds, Phaidon Verlag 2016, 216 Seiten, 24,95Foto: Phaidon Verlag / promo