Entwickler über Tegels Zukunft : 20.000 Jobs auf dem Flughafengelände

Die Berliner sollen dem Gestern nicht hinterherheulen. Das sagt einer der Entwickler für die Zukunft des Tegel-Geländes. Er verspricht Arbeitsplätze.

Am 8. November soll der Flughafen Tegel schließen.
Am 8. November soll der Flughafen Tegel schließen.Foto: Christophe Gateau/dpa

Im November 2020 macht der Flughafen Tegel zu, so der Plan. Doch die Entwickler versprechen auch nach dem Aus massenhaft Arbeitsplätze auf dem Gelände – bis zu 20.000 sollen entstehen.

„Ich rate dringend davon ab, dem Gestern hinterherzuheulen und lustvoll in die Zukunft zu blicken“, sagte Philipp Bouteiller, der Geschäftsführer der Tegel Projektgesellschaft, am Mittwoch im Bundestag. Auf dem Gelände sollen Forschungs- und Hochschuleinrichtungen angesiedelt werden.

[In unseren Leute-Newslettern berichten wir wöchentlich aus den zwölf Berliner Bezirken. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Bouteiller widersprach damit Forderungen, weiter auch von Tegel aus zu fliegen, wenn der neue Hauptstadtflughafen BER in Betrieb gegangen ist. Das ist nach jahrelangen Verzögerungen nun für den 31. Oktober 2020 geplant. Acht Tage später soll Tegel vom Netz gehen. Um die spätere Nutzung der 500 Hektar Fläche am Rande der Innenstadt ging es am Mittwoch im Verkehrsausschuss des Bundestages.

Anlass war ein Antrag der FDP, Tegel in Betrieb zu halten. Die geladenen Sachverständigen Dieter Faulenbach da Costa und Elmar Giemulla empfahlen, Tegel mindestens einige Jahre offen zu halten - bis es am BER Platz für mehr Passagiere gibt. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup entgegnete: „Wir haben durchaus auskömmliche Kapazität.“ (dpa)

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!