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Bauarbeiten am Umspannwerk Argentinische Allee.

© IMAGO/Funke Foto Services/Maurizio Gambarini

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Stromversorgung im Südwesten Berlins wieder angelaufen: Haushalte werden schrittweise angeschlossen – das müssen Betroffene beachten

Nach Brandanschlag auf Stromversorgung im Südwesten: + Noch 19.900 Haushalte betroffen + Strom voraussichtlich ab Mittwochvormittag + 13 Schulen bleiben dicht + Alle Entwicklungen im Blog.

Gute Nachrichten für die Betroffenen: Der schwere Stromausfall im Südwesten Berlins könnte bald ein Ende haben. Seit 11 Uhr werden alle Haushalte wieder schrittweise an das Netz angeschlossen.

Zehntausende Haushalte, dazu Supermärkte, Läden, Lokale und Unternehmen im Südwesten von Berlin sind seit Samstagmorgen ohne Strom. Betroffen von dem Stromausfall sind weite Teile von Steglitz-Zehlendorf. Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen sind im Großeinsatz.

Die Fakten im Überblick

Wie geht es weiter? Was müssen Betroffene für die nächsten Tage wissen? In diesem Liveblog informieren wir über die Entwicklungen rund um den Stromausfall.

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Franziska Apfel
Strom kommt 11 Uhr zurück – was Betroffene nun beachten müssen
Ab 11 Uhr sollen die vom Stromausfall betroffenen Haushalte wieder mit Strom versorgt werden, teilte die Senatsverwaltung für Inneres mit. Jedoch seien kurze Stromunterbrechungen möglich.

Um eine sichere und erfolgreiche Wiederzuschaltung zu ermöglichen, wird gebeten, einen starken Verbrauch zu vermeiden und auf folgende Tipps zu achten: 

  • privat betriebene Notstromaggregate bis spätestens 10.30 Uhr privat ausschalten 
  • Elektrogeräte vom Netz trennen, um eventuelle Schäden zu vermeiden
  • unmittelbar nach der Wiederzuschaltung keine starken Stromverbraucher verwenden (etwa Waschmaschinen, Wäschetrockner, Wasserkocher, Heizlüfter, Ladestationen für E-Fahrzeuge) 
  • Notstromaggregate bei gewerblichen Anschlüssen wie Supermärkten, Läden und anderen größeren Abnehmern sollen zunächst weiterbetrieben werden, damit das Netz nicht überlastet wird.

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Franziska Apfel

Stromversorgung soll ab 11 Uhr wiederhergestellt sein

Hoffnung für knapp 20.000 Haushalte: Die vom Blackout betroffenen Stadtteile im Berliner Südwesten sollen ab 11 Uhr wieder mit Strom versorgt werden können. Die "Berliner Morgenpost" berichtet zuerst, sie habe die Informationen aus dem Umfeld der Berliner Senatskanzlei.

Demnach sei es gelungen, die Netzreparatur zu beschleunigen, da die defekte Stelle an der Kabelbrücke am Teltowkanal geflickt werden konnte. Dass die Stromnetz Berlin GmbH schneller vorangekommen sei als geplant, sei auch darauf zurückzuführen, dass der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) darauf gedrängt habe, eine Großschadenslage auszurufen, hieß es. Dies habe die Koordination der Arbeiten deutlich erleichtert.
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Franziska von Werder
Author Franziska von Werder
SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach fordert Notfallfonds

Auch der Spitzenkandidat der SPD, Steffen Krach, meldet sich zu Wort. Es sei eine "starke Leistung der Stromnetz-Beschäftigten", dass die Betroffenen schneller als gedacht wieder Strom haben. Er forderte zudem: "Jetzt müssen die nächsten Schriffte eingeleitet werden."

Es kämen in den nächsten Tagen weitere Herausforderungen auf die Menschen zu. "Vielleicht wurden Geräte, Heizungen und Produktionsstätten durch den langen Stromausfall beschädigt, vielleicht sind Wasserrohre geplatzt oder andere Havarien aufgetreten", teilte Krach mit.
 
Informatons- und Beratungsangebote bereitzustellen, sowie einen Notfallfonds vorzubereiten, "damit die Menschen mit den Folgekosten des Anschlags nicht allein gelassen werden", sei eine wichtige Aufgabe, die im Roten Rathaus koordiniert werden müsse.
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Franziska Apfel
Kurze Stromunterbrechung in bereits zugeschalteten Häusern
Die vom Stromausfall betroffenen Haushalte, die bereits wieder am Stromnetz angeschlossen sind, müssen mit einem kurzen Ausfall von etwa 15 Minuten rechnen, teilte Stromnetz Berlin mit. Hintergrund sei der anstehende Wiederanschluss um 11 Uhr, für den verschiedene Umschaltungen vorgenommen werden müssen. 

Ähnlich wie bei einem Wechsel eines Steckers zu einer anderen Steckdose werde so die Wiederversorgung über die provisorische Leitung am Teltowkanal sichergestellt, heißt es in der Mitteilung. Die Leitung habe am Morgen die vorgeschriebene Betriebsprüfung erfolgreich bestanden.

Damit die Wiederzuführung problemlos vonstattengehen kann, bittet das Unternehmen, alle notwendigen Geräte abzuschalten und private Stromaggregate vom Hausnetz zu trennen.

Stromnetz Berlin arbeitet derzeit noch an der Herstellung einer zweiten provisorischen Stromleitung in der Argentinischen Allee. Sie gehe davon aus, nach dem Wochenende alle Arbeiten abgeschlossen zu haben.
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Franziska Apfel
Hausbegehung in der (noch) abgeschnittenen Jänickestraße
Mandy wohnt in der Jänickestraße in Zehlendorf. Diese Straße ist noch immer vollständig vom Stromnetz abgeschnitten. Ihr Haus ist dementsprechend nach wie vor eiskalt. „10 Grad, maximal“, schätzt sie. 
Sie betätigt den Lichtschalter. Auch vier Nächte nach dem Stromausfall passiert: nichts. Weder Strom noch Warmwasser funktionieren.

Ein Blick in den Keller: Hier ist es wärmer, die Heizung strahlt noch minimal Restwärme ab. „Kein Roh geplatzt“, sagt Mandy. „Ein Glück“. 

Vorsorglich macht sie sich am Sicherungskasten zu schaffen. „Damit der Strom später nicht wieder zusammenbricht“, erklärt sie. (cpa)
Mandy testet schon mal vorsichtig den Sicherungskasten.
Mandy testet schon mal vorsichtig den Sicherungskasten.   Bild: Christoph Papenhausen
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Franziska Apfel
Innensenatorin dankt Berlinern für ihre Geduld
„Es ist eine sehr gute Nachricht, dass wir einen Tag früher als geplant beginnen können, den Südwesten von Berlin wieder mit Strom zu versorgen", sagt Berlins Senatorin für Inneres und Sport, Iris Spranger (SPD). Ihr Dank gelte allen, die seit Beginn des Stromausfalls mit großem Einsatz und hoher Professionalität gearbeitet haben. "Ebenso danke ich den Berlinerinnen und Berlinern für ihre Besonnenheit, Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme", sagt die Senatorin.
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Franziska Apfel
Verhaltener Optimismus zur Wiederzuschaltung in Zehlendorf
Die vierte Nacht nach dem Stromausfall im Südwesten Berlins ist vorbei. Im Foyer des Rathaus Zehlendorf sitzt Angelika Petersen und lädt ihr Handy auf. In ihrem Haus an der Grenze zu Teltow gab es bis zuletzt keinen Strom. 
Die Prognose, dass um 11 Uhr der Strom zurückkehren könnte, löst bei ihr vorsichtigen Optimismus aus: „Das ist ein Lichtblick, aber so richtig glauben kann ich es noch nicht“, sagt sie. Vor allem sorge sie sich, dass das Stromnetz wieder zusammenbrechen könnte. Doch trotz der Sorge, mache sie sich zeitnah auf den Weg in ihr Zuhause, sagt sie mit einem Lächeln.

Auch Tim Richter, stellvertretender Bezirksbürgermeister in Steglitz-Zehlendorf, verbreitet vorsichtigen Optimismus. Seinen Informationen zufolge bleibe der bestehende Notstrom allerdings auch nach 11 Uhr noch angeschlossen. „Zur Sicherheit“, sagt er. Damit solle sichergestellt werden, dass auch nach Wiederherstellung des Stromnetzes alles funktioniere.

Sollte der Strom um 11 Uhr tatsächlich wieder funktionieren, wäre das eine große Entlastung, sagt er. „Wenn wir heute die Erlösung haben, dann ist das genau der richtige Zeitpunkt. Die Leute sind zunehmend gestresst.“ Trotz objektiv guter Sicherheitslage im Bezirk, zehre das subjektive Unsicherheitsgefühl an den Menschen. „Wir drücken die Daumen“, sagt er. (Christoph Papenhausen)
Angelika Petersen lädt ihr Handy im Rathaus Zehlendorf auf.
Angelika Petersen lädt ihr Handy im Rathaus Zehlendorf auf.   Bild: Christoph Papenhausen
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Franziska Apfel

Kai Wegner lobt schnelle Reparaturen 

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), bedankt sich bei allen Beteiligten für die professionelle Handhabung der Krise und die anstehende Wiederzuschaltung der betroffenen Gebiete an das Stromnetz.

„Wir fahren heute ab 11:00 Uhr das Stromnetz in den betroffenen Gebieten schrittweise wieder hoch", sagt er. "Möglich wurde das auch, weil wir die Großschadenslage ausgerufen und damit die notwendigen Kräfte und Abläufe gebündelt haben. Es war richtig, parallel an zwei Standorten zu arbeiten – so konnten die Reparaturen schließlich am Anschlagsort erfolgreich abgeschlossen werden."

Man wolle nun aus den vergangenen Tagen und dieser Lage für die Zukunft die notwendigen Schlüsse ziehen und die Resilienzstruktur Berlins weiter verbessern.
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Franziska Apfel

Unionspolitiker Throm unzufrieden mit Ermittlungen zu Linksextremismus

Der CDU-Innenpolitiker Alexander Throm sieht Defizite bei Ermittlungen zu linksextremistischen Straftaten in Deutschland. „Spätestens jetzt ist klar, dass Linksextremismus und Linksterrorismus nicht mehr verharmlost werden dürfen, wie dies vielfach noch im links-grünen Milieu der Fall ist“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion. Was er ändern will.

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Franziska Apfel

19.900 Haushalte weiter ohne Strom

Im Südwesten Berlins sind weiterhin rund 19.900 Haushalte und 850 Gewerbebetriebe ohne Strom. Das teilte der Betreiber Stromnetz Berlin auf seiner Webseite mit. Bis alle Betroffenen wieder am Netz seien, dauere es voraussichtlich bis Donnerstagnachmittag

Nach Zahlen von Stromnetz Berlin konnten bis zum frühen Mittwochmorgen weitere rund 2000 Haushalte sowie 100 Gewerbebetriebe wieder mit Strom versorgt werden. Der Betreiber bat zudem alle Menschen, die in der Zwischenzeit Strom haben, „den Stromverbrauch erst einmal auf ein unbedingt notwendiges Minimum zu beschränken.“ 

So sollten etwa Geräte wie Waschmaschinen oder Trockner zunächst nicht genutzt werden. „Auch das Laden von Elektro-Fahrzeugen über die heimische Wallbox soll erst einmal unterbleiben“, wie es hieß. Dafür sollten Ladepunkte außerhalb der betroffenen Stadtteile genutzt werden. (dpa)

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Constanze Nauhaus
Author Constanze Nauhaus
Vulkangruppe“ veröffentlicht eine „Richtigstellung“ und äußert sich zu Russlandverdacht

Die „Vulkangruppe“ hat sich am Dienstagabend mit einer sogenannten „Richtigstellung“ auf dem linken Portal knack.news gemeldet. Darin äußert sie sich zu Spekulationen um eine Beteiligung Russlands an dem Angriff aufs Berliner Stromnetz. „Dass Menschen hier vor Ort in der Lage sind, Infrastruktur anzugreifen, passt nicht ins Sicherheitsnarrativ von Politik und Behörden. Also wird ein äußerer Feind konstruiert“, heißt es in dem Schreiben.

Man melde sich erneut, „weil nach unserer ersten Erklärung vieles bewusst missverstanden oder verzerrt wurde“. Das Handeln der Gruppe richte sich „nicht gegen Menschen, sondern gegen eine Infrastruktur, die tagtäglich Menschen, Umwelt und Zukunft zerstört“. Gleichzeitig sehe man die Situation der Menschen vor Ort. „Niemand von uns ignoriert, dass der Ausfall von Strom für viele eine reale Belastung bedeutet – insbesondere für Alte, Kranke, Kinder und all jene, die ohnehin am Rand dieser Gesellschaft stehen. Diese Härten sind nicht zufällig, sondern Ergebnis eines Systems, das kritische Versorgung zentralisiert, profitorientiert organisiert und bewusst verwundbar macht.“

Die Vulkangruppe hatte sich zuvor zu dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz bekannt.
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Constanze Nauhaus
Author Constanze Nauhaus

Feuerwehr bittet ums Stromsparen

Die Feuerwehr hat Betroffene, die bereits wieder mit Strom versorgt sind, bei X aufgerufen, selbigen zu sparen. "In den vergangenen Stunden konnte die Stromversorgung in vielen Bereichen wiederhergestellt werden", hieß es. Doch um die Stabilität des Netzes sicherzustellen, wird darum gebeten, den Verbrauch auf ein nötiges Minimum zu reduzieren.
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Constanze Nauhaus
Author Constanze Nauhaus

Netzbetreiber: Gut im Zeitplan

Der Netzbetreiber arbeitet daran, dass wieder alle Menschen mit Strom versorgt werden. Laut Betreiber sind die Tiefbauarbeiten für die beiden provisorischen Kabelverbindungen abgeschlossen. Nun begännen die elektrischen Arbeiten zur Herstellung der Verbindung. Damit liege man „sehr gut im Zeitplan“, sagte ein Sprecher. 

Laut Stromnetz handelt es sich inzwischen um den längsten Stromausfall in der Hauptstadt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Blackout vom September 2025 im Berliner Südosten hatte rund 60 Stunden gedauert. Damals waren rund 50.000 Stromkunden betroffen. (dpa)
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Constanze Nauhaus
Author Constanze Nauhaus

Wegner wehrt sich nach Stromausfall gegen Kritik


Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner setzt sich gegen Kritik an seinem Krisenmanagement nach dem folgenreichen Brandanschlag auf die Stromversorgung zur Wehr. Die Opposition und auch Vertreter des Koalitionspartners SPD werfen dem CDU-Politiker unter anderem vor, am vergangenen Samstag, dem ersten Tag des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten, nicht vor Ort präsent gewesen zu sein.

Wegner habe seit Samstagmorgen praktisch den ganzen Tag über mit Vertretern der Bundesregierung, der Stromnetz Berlin GmbH, anderen Senatsmitgliedern und den Krisenstäben telefoniert, um schnelle Hilfe wie die Unterstützung der Bundeswehr zu organisieren, heißt es aus seinem Umfeld. Das wäre vor Ort im Krisengebiet ohne Internet- und Handyempfang gar nicht möglich gewesen.

Dem Regierenden Bürgermeister sei es wichtig gewesen, sich zunächst einen Überblick über die Lage zu verschaffen und Hilfe für die betroffenen Menschen zu organisieren. Wahlkampf-Fotos vor Ort hätten den rund 100.000 Menschen ohne Strom und Heizung aus Wegners Sicht nicht geholfen. 

Zurückgewiesen wurden von Wegners Umfeld zudem Behauptungen, der Regierende Bürgermeister sei im Urlaub gewesen. Das sei falsch, Wegner habe sich über Weihnachten und Silvester und auch am vergangenen Wochenende in Berlin aufgehalten. (dpa)
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Constanze Nauhaus
Author Constanze Nauhaus
Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts

Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung in Teilen Berlins hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es bestehe unter anderem der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe, erklärte die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde zur Begründung. Zuletzt hatte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger zeigt sich froh, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen hat. „Wir sprechen von einem linksterroristischen Anschlag auf unser Stromnetz, hochkonspirativ vorbereitet und mit erheblicher krimineller Energie ausgeführt“, sagte die SPD-Politikerin.

„Das ist ein Angriff auf unsere Sicherheit. Lebensgefahr für ältere Menschen und vulnerable Gruppen wurden als Kollateralschaden von den Tätern in Kauf genommen.“ Spranger und auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatten schnell von „Linksterrorismus“ gesprochen. 

Mit den Hintergründen des Anschlags auf das Berliner Stromnetz beschäftigen sich auch Abgeordnete des Bundestages – noch vor der ersten Sitzungswoche des Jahres. Wie aus der Grünen-Fraktion verlautete, soll es am Donnerstag für die Obleute der Fraktionen im Innenausschuss sowie einige weitere Ausschussmitglieder eine telefonische Unterrichtung durch das Bundesinnenministerium geben. (dpa)
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Constanze Nauhaus
Author Constanze Nauhaus

Notrufe im Freien wieder möglich

Dank einer Basisversorgung der Deutschen Telekom sind im Freien wieder Notrufe von Mobiltelefonen möglich. Das teilte das Hauptstadtportal berlin.de am Dienstag mit. Demnach  können Betroffene ab sofort unabhängig von ihrem Netzanbieter Notrufe absetzen – selbst, wenn das Gerät weiterhin "keinen Empfang" anzeigt. Innerhalb von Gebäuden sei dies allerdings nicht gewährleistet.
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Constanze Nauhaus
Author Constanze Nauhaus

"Wir müssen auch unsere Strukturen optimieren": Wegner besucht Bundeswehr

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) besuchte am Dienstagnachmittag das Logistikzentrum von THW und Bundeswehr beim St. Marien-Krankenhaus. Er lobte die Arbeit der Einsatzkräfte und deren schnelle Reaktion, räumte aber auch ein, dass es im Land Berlin Verbesserungsbedarf gibt, was den Katastrophenschutz angeht. "Wir müssen uns ehrlich machen: Wo können wir besser werden?", sagte Wegner im Gespräch mit den Einsatzkräften. "Wir müssen auch unsere Strukturen optimieren", so der Regierende. Kurz vor Wegner besuchte Innensenatorin Iris Spranger das Einsatzzentrum und bedankte sich bei den Einsatzkräften.
Wegner besuchte die Einsatzkräfte der Bundeswehr
Wegner besuchte die Einsatzkräfte der Bundeswehr   Bild: Dominik Lenze
Die Bundeswehr unterstützt am Dienstagnachmittag die Einsatzkräfte, zum Beispiel beim Ausschenken von Suppe – aber auch bei der Notstromversorgung: Die Soldaten bringen das  Benzin in großen Tanklastern zum Logistikzentrum und befüllen dort die Fahrzeuge des THW, die damit dann wiederum die zahlreichen Notstromaggregate versorgen. "Ohne die Unterstützung der Bundeswehr könnten wir das gar nicht leisten, wir sind sehr dankbar dafür", sagt THW-Einsatzleiter Dirk Ulrich.

Nach Angaben eines Bundeswehrsoldaten seien seit Einsatzbeginn schon über 10.000 Liter Sprit hergebracht und umgetankt worden. Seit dem Stromausfall in Köpenick 2018 habe das THW bereits die Tankkapazitäten für solche Lagen ausgebaut – bei Lagen wie dem Riesenstromausfall in Steglitz-Zehlendorf sei man dennoch auf Unterstützung angewiesen. Die Bundeswehr ist mit neun Tankfahrzeugen im Einsatz, davon stehen drei immer am Logistikzentrum bereit, um THW-Einsatzfahrzeuge nachzufüllen. (Dominik Lenze)
Die Bundeswehr unterstützt bei der Notstromversorgung
Die Bundeswehr unterstützt bei der Notstromversorgung   Bild: Dominik Lenze
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